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Dynamos Ex-Trainer Schmidt kritisiert die Wintertransfers

Der entlassene Trainer Alexander Schmidt verrät, wann der Vertrag mit Dynamo endet und warum er sich in der Winterpause mehr Verstärkungen gewünscht hätte.

Von Daniel Klein
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Alexander Schmidt ist ab 1. Mai nicht mehr vertraglich an Dynamo gebunden.
Alexander Schmidt ist ab 1. Mai nicht mehr vertraglich an Dynamo gebunden. © dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert

Dresden. Nach seiner Entlassung bei Dynamo Dresden ist Alexander Schmidt erstmals wieder öffentlich aufgetreten. In der Talkshow "Doppelpass" des Sportsenders Sport 1 äußerte sich der Trainer am Montagabend auch zur vertraglichen Situation mit seinem Arbeitgeber. „Ich habe mich geeinigt mit Dynamo, dass wir den Vertrag am 30. April auflösen. Ich könnte quasi zum 1. Mai wieder was machen“, erklärte der 53-Jährige.

Dass eine Vertragsauflösung überhaupt nötig war, ist verwunderlich. Dynamos Sportchef Ralf Minge hatte mal erklärt, dass die Arbeitsverträge von Trainern im Profifußball inzwischen so geregelt werden, dass abhängig von der Dauer der tatsächlichen Beschäftigung sowie der Vertragslaufzeit entsprechende Abfindungen fällig werden. Nach einer Freistellung müsse dann gar nicht mehr verhandelt werden, so Minge, der jetzt als Sportdirektor beim Drittligisten Hallescher FC arbeitet.

Im Fall Schmidt war das offensichtlich anders. Dessen Vertrag lief noch Juni 2023, die vorzeitige Auflösung wird mit einer Abfindung geregelt worden sein, als Ausgleich für noch 16 ausstehende Monatsgehälter. Drei Tage nach der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Darmstadt 98 und angesichts einer Negativserie von sieben sieglosen Spielen in Folge war Schmidt am 1. März entlassen worden.

Seinen früheren Schützlingen drückt er weiterhin die Daumen. „Ich wünsche ihnen viel Erfolg, damit sie jetzt noch die Punkte holen, um in der zweiten Liga zu bleiben“, erklärte Schmidt bei Sport 1. Als einen Grund für den sportlichen Misserfolg in der Rückrunde nannte Schmidt auch die Transfers in der Winterpause. Der Verein habe da nicht so reagiert, „wie ich mir das vorgestellt habe. Andere Teams im hinteren Bereich haben richtig gut nachgelegt. Da hätte ich mir eine Verstärkung gewünscht", erklärte Schmidt. Dynamo hatte im Januar Oliver Batista Meier, Vaclav Drchal und Adrian Fein geholt. Fein stand bisher keine einzige Minute auf dem Platz, Stürmer Drchal kommt nur noch zu Kurzeinsätzen. Einzig Batista Meier konnte sich einen Stammplatz erobern.