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Dynamo

Dynamo ab sofort in Quarantäne

Nachdem auch Pascal Sohm positiv auf Corona getestet wurde, ordnet das Gesundheitsamt Quarantäne für Dynamo an. Zwei Spiele werden verschoben.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Corona hat Dynamo erneut erreicht.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Corona hat Dynamo erneut erreicht. © Foto: Jürgen Lösel

Dresden. Corona hat Dynamo Dresden erneut eingeholt. Nach einem weiteren positiven Test müssen alle Spieler, die zuletzt am Mannschaftstraining teilgenommen haben, in häusliche Quarantäne. Diese wurde vom Dresdner Gesundheitsamt erst einmal bis Montag angesetzt. Das bestätigte der Verein um 11.15 Uhr in einer Pressemitteilung. Demnach wurde Stürmer Pascal Sohm bei der Testreihe am Donnerstag positiv auf das Virus getestet. Am Dienstag war bereits Ransford-Yeboah Königsdörffer positiv auf Covic-19 getestet worden, der 19-Jährige befindet sich seitdem in Quarantäne. Beiden Spielern geht es den Umständen entsprechend gut.

Am Montag und Dienstag werden weitere PCR-Test durchgeführt. "Wenn es keine weiteren Corona-Fälle geben sollte, dann können wir ab Mittwoch wieder in voller Mannschaftsstärke trainieren“, erklärteSportgeschäftsführer Ralf Becker.

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Der Verein hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragt, dass sowohl das Heimspiel am morgigen Samstag gegen den MSV Duisburg als auch die für Dienstag angesetzte Partie beim KFC Uerdingen abgesagt und verschoben werden. Nach den DFB-Statuten muss das geschehen, wenn nicht mehr mindestens 13 Spieler inklusive Torhüter zur Verfügung stehen. Inzwischen hat der DFB die Absagen beider Spiele bestätigt.

Das einzige freie Wochenende für Nachholspiele vor dem offiziellen Saisonende am 22. Mai ist laut Spielplan der 1./2. Mai. "Nachholtermine stehen noch nicht fest. Diese sollen so zeitnah wie möglich bekannt gegeben werden", teilte der DFB mit.

Individuelles Training kann fortgesetzt werden

„Wir wünschen sowohl Pascal als auch Ransford-Yeboah gute Besserung, denn das ist das Wichtigste in dieser Situation“, sagte Ralf Becker. Alle Spieler, die sich im individuellen Training befinden, können nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ihre Reha-Maßnahmen in der AOK Plus Walter-Fritzsch-Akademie fortsetzen, weil sie in den zurückliegenden Tagen keinen Kontakt zu ihren Teamkollegen hatten. Das betrifft Leroy Kwadwo, Heinz Mörschel und Jonathan Meier nach Muskelverletzungen sowie die langzeitverletzten Robin Becker, Marco Hartmann, Patrick Weihrauch, Maximilian Großer und Patrick Wiegers.

Dynamo hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Begegnungen im Trainingszentrum einzuschränken. So sind die verletzten Spieler, die ihre Reha-Maßnahmen absolvieren, vom restlichen Team isoliert.

Auch in dieser Saison schon betroffen

In der Vorsaison hatte es Dynamo vor dem geplanten Re-Start nach dem ersten Corona-Lockdown im Mai 2020 erwischt. Damals war die Mannschaft für 14 Tage in Quarantäne und konnte nur in den eigenen vier Wänden unter anderem auf Spinningrädern trainieren. Chefcoach Markus Kauczinski nannte das damals eine Vorbereitung wie für die Tour de France. Er hätte sich gewünscht, dass die Saison verlängert worden wäre, um den Terminplan für Dynamo zu entzerren, musste jedoch feststellen: "Vielleicht sind wir kein Notfall."

Die Dresdner mussten danach drei Spiele nachholen. Im Drei-Tage-Rhythmus ging letztlich die Kraft für den Abstiegskampf verloren. Chris Löwe, der eigentlich heute Mittag bei einer Pressekonferenz für das Spiel gegen Duisburg sein sollte, hatte damals in einer Wutrede mit deutlichen Worten den Verband kritisiert.

In dieser Saison hatte es nach dem Heimspiel gegen den SV Meppen Ende Oktober zwei Corona-Fälle bei der SGD gegeben, die Betroffenen wurden damals isoliert, die Mannschaft konnte aber weiter trainieren. Im Januar waren Trainer Kauczinski und eine weitere, namentlich nicht genannte Person, infiziert. Sie mussten für zehn Tage in die häusliche Quarantäne, das für den 16. Januar angesetzte Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden wurde verlegt. Die Mannschaft konnte nach sechs Tagen Kleinstgruppen-Training unter freiem Himmel wieder gemeinsam auf den Platz.

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