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Bei Dynamo dürfen 16.000 Fans ins Stadion

Zum Saisonauftakt kann Dynamo Dresden das Rudolf-Harbig-Stadion zur Hälfte füllen - mindestens. Die Regierung knüpft die Erlaubnis für Events aber an Bedingungen.

Beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt in anderthalb Wochen dürfen maximal 16.000 Zuschauer ins Harbig-Stadion.
Beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt in anderthalb Wochen dürfen maximal 16.000 Zuschauer ins Harbig-Stadion. © dpa/PA/Robert Michael

Dresden. Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden darf für den Saisonauftakt gegen den FC Ingolstadt am 24. Juli mindestens 16.000 Tickets verkaufen und damit die Hälfte der Kapazität des Rudolf-Harbig-Stadions nutzen - oder sogar mehr. Voraussetzung dafür ist eine Änderung der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag beschlossen hat. Demnach gilt ab 16. Juli für alle Veranstaltungsorte eine maximale 50-Prozent-Auslastung - nicht nur bei Fußballspielen, sondern für sämtliche Großveranstaltungen aus dem Bereich des Sports und der Kultur, zum Beispiel für Konzerte, auch in Hallen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt weiterhin das Kriterium für die Öffnungen. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen maximal 5.000 Zuschauer da sein. Liegt der Wert unter 35 - das ist derzeit in allen Landkreisen und Großstädten der Fall - dürfen maximal 25.000 Menschen zur Veranstaltung. Die 50-Prozent-Auslastung gilt dabei zwar weiterhin, allerdings können die zuständigen Gesundheitsämter Ausnahmen für Höchstgrenzen für Zuschauer zulassen, wenn es das Hygienekonzept zulässt. Also auch bei Dynamos Saisonauftakt.

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Damit bestätigt die Landesregierung weitgehend den Beschluss der Chefs der Staats- und Senatskanzleien, die sich vor einer Woche auf die bundesweite Rückkehr der Zuschauer in die Stadien geeinigt hatten und vor dem Start der Bundesliga-Saison einheitliche Leitlinien verabschiedeten. Die Zuschauer müssen jedoch strenge Bedingungen erfüllen, die auch Dynamo im Hygienekonzept zu berücksichtigen hat.

So müssen alle Fans beim Zutritt zum Stadion einen tagesaktuellen Test vorweisen. Geimpfte und Genesene sind davon ausgenommen, sie zählen aber bei der Gesamtteilnehmerzahl mit. Zudem sollen personalisierte Tickets verkauft werden, die eine Kontaktverfolgung ermöglichen. Der Ausschank sowie der Konsum von Alkohol soll in den Hygienekonzepten beschränkt werden. Medizinische Masken können nur am Platz abgenommen werden.

Werden in Dresden auch Stehplatz-Tickets verkauft?

Die konkrete Umsetzung der Vorgaben müssen die jeweilige Gesundheitsämter überwachen, die die Hygienekonzepte der Vereine und Veranstalter genehmigen. Spannend ist zum Beispiel, ob Dynamo Tickets für die Stehplatzbereiche verkauft und - die vor Corona vorgeschriebenen - zehn Prozent des Kartenkontingents an den Gastverein abgibt. In der neuen Verordnung ist dies nicht geregelt, dies sollen offenbar die Städte und Kommunen übernehmen. Hamburg zum Beispiel hat den Verkauf von Tickets an Gästefans bereits untersagt, davon betroffen ist auch Dynamos erstes Saisonauswärtsspiel am 1. August beim Hamburger SV.

Der Dresdner Zweitligist teilte auf seiner Homepage mit, dass die Abstimmungen mit den zuständigen Behörden laufen, aber noch nicht abgeschlossen seien. Dies soll spätestens Anfang der kommenden Woche der Fall sein. Zu erwarten ist, dass der Vorverkauf ähnlich verlaufen wird wie vergangenen Sommer und Herbst, als die Zuschauerzahlen ebenfalls beschränkt waren. Damals wurden Jahreskarteninhabern und Mitgliedern ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Komplett ausverkauft war das zur Verfügung stehende Kontingent aber fast nie.

RB Leipzig könnte beim Heimauftakt gegen den VfB Stuttgart am 20. August rund 23.500 Tickets verkaufen, da die Kapazität durch einen Umbau der Red-Bull-Arena auf 47.000 Plätze erweitert wurde. Womöglich genehmigt das Gesundheitsamt aber auch mehr Zuschauer. Bayern will sich nicht an die vereinbarten Leitlinien halten, der Freistaat beschränkt die Auslastung der Stadien aus Sorge vor der ansteckenderen Delta-Variante, den steigenden Fallzahlen in Nachbarländern und den Urlaubsrückkehrern auf 35 Prozent und maximal 20.000 Zuschauer. Die Sächsische Staatskanzlei weist auf Anfrage von Sächsische.de darauf hin, dass die "zuständigen Ämter auch befugt sind, ein Zuschauerverbot auszusprechen, wenn dies aufgrund der örtlichen Infektionslage zwingend erforderlich sein sollte". Es sei aber anzunehmen, dass in solchen Fällen die Inzidenz bereits den Schwellenwert von 35 überschritten haben dürfte.

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Das letzte Mal vor einer ähnlichen Kulisse hatte Dynamo Anfang März 2020 gespielt, bei der Heimpartie gegen Erzgebirge Aue kamen mehr als 30.000 Zuschauer ins Harbig-Stadion. Seitdem steht der Rekord bei 10.053 Fans, die den Sieg im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV Mitte September 2020 gesehen haben. Danach wurde die erlaubte Zuschauerzahl angesichts steigender Infektionszahlen immer weiter heruntergeschraubt, seit Anfang November waren gar keine Zuschauer mehr bei Pflichtspielen erlaubt.

Die Coronaverordnung gilt erst einmal bis 28. Juli. Die neuen Leitlinien der Bundesländer gelten bis zum 11. September.

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