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Dynamo verkauft 72.112 Geistertickets

Die Aktion zum Pokalspiel gegen Darmstadt endet mit einem neuen Rekord. Der Verein nimmt eine sechsstellige Summe ein. Die Choreografie soll nachgeholt werden.

Das Banner und die Luftballons rundherum überlebten den Abbau der Choreografie.
Das Banner und die Luftballons rundherum überlebten den Abbau der Choreografie. © Foto: dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Es ist die einzige erfreuliche Nachricht an diesem Abend, der so stürmisch ist, dass die aufwändig inszenierte Choreografie vor dem Abpfiff wieder abgebaut werden muss. Von den geplanten 30.000 schwarz-gelben Luftballons bleiben nur einige wenige an den Sitzen hängen. Selbst die 30.000, die den Verkauf der Geistertickets symbolisieren sollten, wären viel zu wenig gewesen. Bis zum Dienstagabend 23.59 Uhr verkaufte Dynamo 72.112 der symbolischen Eintrittskarten.

Das ist die erfreuliche Nachricht, die am Rande der 0:3-Niederlage im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Darmstadt 98 verkündet wird. Sportlich lief es ernüchternd. Doch die Aktion, bei der auch 3.209 Gäste-Geistertickets verkauft werden, spült rund 300.000 Euro in die durch Corona gebeutelte Vereinskasse. Das ist die eine Seite.

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Interims-Geschäftsführer Enrico Kabus ist "total glücklich und unglaublich dankbar für die riesige Resonanz. Dadurch bekommen wir wieder mal vor Augen geführt, wie viele Anhänger auf der ganzen Welt hinter dem Verein stehen." Tickets werden in mehr als 30 Länder verkauft - von Dschibuti bis Costa Rica, Argentinien bis Kanada, Neuseeland bis Russland.

Doch die geplante Choreografie wurde sprichwörtlich vom Winde verweht. Bei Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern hätten die Luftballons aufs Spielfeld fliegen können. Deshalb entschied sich der Verein, fast alles zurückzubauen. „Unter diesen Umständen wäre ein Spiel unter regulären Bedingungen gegebenenfalls schwierig geworden", erklärte Kabus. "Unser Ziel ist es nun, die Choreo zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.“

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