merken
PLUS Dynamo

Dynamo-Kapitän Stark: "Es waren harte Wochen"

Nach dem Aus im DFB-Pokal ist der gebürtige Darmstädter besonders enttäuscht. Was er dagegen zu Weihnachten tun will, sagt er im Interview.

Yannick Stark ist nach Dynamos 0:3-Niederlage besonders enttäuscht - als Darmstädter hätte er seinen Heimatverein gerne geärgert.
Yannick Stark ist nach Dynamos 0:3-Niederlage besonders enttäuscht - als Darmstädter hätte er seinen Heimatverein gerne geärgert. © Bert Harzer/Eibner-Pressefoto

Dresden. Für einen Dresdner war es ein besonderes Spiel. Yannick Stark wurde in Darmstadt geboren, hat insgesamt vier Jahre für den Verein gespielt. Im Sommer wurde sein Vertrag jedoch nicht verlängert. "Als mir die Entscheidung mitgeteilt wurde, war die Enttäuschung groß", gibt der 30-Jährige zu, aber: "Das ist abgehakt, die neue Aufgabe kam mit Dynamo Dresden schnell. Ich schaue nicht zurück, denn sonst hätte ich die Erfahrung hier wahrscheinlich nicht gemacht."

Bei den Schwarz-Gelben ist Stark ist er Führungsspieler und derzeit der amtierende Kapitän. "Er ist kein Mann der lauten Worte, aber er hat eine wichtige Stellung in der Mannschaft", sagt Trainer Markus Kauczinski über ihn. Direkt nach dem 0:3 gegen Darmstadt und dem Ausscheiden in der zweiten Runde des DFB-Pokals ist Stark jedoch vor allem enttäuscht, die Überraschung gegen seinen Heimatverein nicht geschafft zu haben.

TOP Jobs
TOP Jobs
TOP Jobs

Finden Sie bei Top Jobs jetzt Ihren Traumjob in der Region! Attraktive Arbeitgeber Ihrer Region suchen Sie!

Yannick Stark, warum ist das Ergebnis letztlich gerecht?

Weil wir leider nicht an unser Limit gekommen sind. Uns war klar, dass wir einen guten Tag brauchen, um gegen einen höherklassigen Gegner zu bestehen. Dafür müssen wir am Limit spielen, das ist uns nicht gelungen. Es haben die Frische und die Aggressivität gefehlt, dadurch mussten wir viel hinterherlaufen. Leider haben der Rhythmus und der Mut im Ballbesitz gefehlt. Dann kommt leider so ein Spiel zustande.

Seit Wochen fallen mehrere Stammkräfte aus, fehlte deshalb die Kraft?

Ja, so kommt es einem vor. Wir hatten noch eine englische Woche, die weite Auswärtsfahrt nach Köln, haben zweimal lange im Bus gesessen. Das ist alles sicher nicht zuträglich. Trotzdem hatten wir uns viel vorgenommen. Wir müssen leider akzeptieren, dass wir körperlich nicht auf der Höhe waren. So hat man keine Chance gegen einen höherklassigen Gegner.

Sind sie besonders enttäuscht, gegen Ihren Ex- und Heimatverein ausgeschieden zu sein?

Es ist einfach der Fakt, dass wir uns viel vorgenommen hatten. Mit Darmstadt hatten wir einen Gegner, bei dem für uns hätte etwas gehen können. Das Ergebnis ist am Ende klar, aber obwohl wir nicht unseren besten Tag hatten, sind wir zu Halbchancen gekommen, kriegen in der ersten Halbzeit ein Traumtor - und dass Darmstadt Qualität nach vorn besitzt, war uns auch bewusst. Das ist das Enttäuschende, dass wir mit dem Gegner eigentlich hätten auf Augenhöhe agieren können, uns das aber nicht gelungen ist.

Dynamo geht als Tabellenführer in der 3. Liga aus diesem besonderen Jahr. Können Sie trotzdem zu Weihnachten zufrieden auf die Hinrunde zurückschauen?

Das hoffe ich, ja, erst einmal ist die Enttäuschung natürlich sehr groß und wird noch etwas andauern. Aber das gute Gefühl wird zurückkommen, das wir uns verdient und erarbeitet haben. Ich werde mir über die Feiertage einfach ein paar Mal die Tabelle der 3. Liga anschauen, um wieder bessere Laune zu bekommen. Klar, auf das Erreichte können wir stolz sein. Es waren harte Wochen, die wir gut gemeistert haben.

Was kann eine junge Mannschaft aus einem solchen Spiel lernen und mitnehmen?

Ich habe mich in den Anfangszeiten meiner Karriere auch gefreut, wenn ich gegen Vereine spielen konnte, die ein, zwei Ligen höher spielen, von denen man sich etwas abschauen kann, bei denen man sieht, welche Qualität vorherrscht. Ich glaube schon, dass es ein Lernprozess ist und man irgendwann positive Dinge draus ziehen kann. Aber, wie gesagt, jetzt fällt das erst erst einmal sehr, sehr schwer.

Das Gespräch notierte Sven Geisler.

Weiterführende Artikel

Mit dem Dynamo-Newsletter ins neue Jahr

Mit dem Dynamo-Newsletter ins neue Jahr

Donnerstag ist Dynamo-Tag, natürlich auch am 31.12. Dann bringt SCHWARZ-GELB die Woche beim Drittliga-Spitzenreiter wieder auf den Punkt.

Dynamo entscheidet über neuen Termin

Dynamo entscheidet über neuen Termin

Die Mitgliederversammlung wurde abgesagt und soll auch nicht online stattfinden. Wann sie nachgeholt wird, entscheidet sich erst im Frühjahr.

Dynamo verkauft 72.112 Geistertickets

Dynamo verkauft 72.112 Geistertickets

Die Aktion zum Pokalspiel gegen Darmstadt endet mit einem neuen Rekord. Der Verein nimmt eine sechsstellige Summe ein. Die Choreografie soll nachgeholt werden.

Bilanz des Dynamo-Trainers: "Ich freue mich für die Fans"

Bilanz des Dynamo-Trainers: "Ich freue mich für die Fans"

Nach einer Hinrunde mit Startproblemen, dem Sprung an die Tabellenspitze und dem Pokal-Aus zieht Markus Kauczinski seine Jahresbilanz - und freut sich aufs Fest.

Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

Hier der Liveticker vom Pokalspiel zum Nachlesen.

Alles Wichtige und Wissenswerte rund um Dynamo - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB, und immer mit Gewinnspiel. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Mehr zum Thema Dynamo