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Dynamos Pokal-Gegner hat länger frei

Wegen eines Corona-Falles bei den Würzburger Kickers spielt Darmstadt erst wieder am Dienstag in Dresden. Dynamo muss vorher noch nach Köln.

Im Februar spielte Dynamo noch in der zweiten Liga und Yannick Stark (l./im Kopfballduell mit Patrick Ebert) noch für Dynamo. Im Pokalspiel am Dienstag wird er Schwarz-Gelb tragen.
Im Februar spielte Dynamo noch in der zweiten Liga und Yannick Stark (l./im Kopfballduell mit Patrick Ebert) noch für Dynamo. Im Pokalspiel am Dienstag wird er Schwarz-Gelb tragen. © dpa

Würzburg/Dresden. Längere Pause für Dynamos nächsten Gegner im DFB-Pokal: Während die Dresdner am Samstag bei Viktoria Köln die englische Woche in der 3. Liga abschließen, hat Darmstadt 98 eine Klasse höher unfreiwillig frei. Grund ist ein Corona-Fall bei den Würzburger Kickers. Ein Mitglied des Funktionsteams der Profi-Mannschaft wurde positiv auf das Virus getestet. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin "bis auf Weiteres" eine Quarantäne an. Damit wurde sowohl die für Mittwochabend angesetzt Partie der Würzburger gegen den FC St. Pauli als auch das Spiel in Darmstadt am Samstag abgesagt.

"Wir sind aufgrund des hohen Stellenwerts der heutigen Begegnung gegen den FC St. Pauli gestern sogar extra in unser Team-Hotel gegangen", sagte der Würzburger Sportvorstand Sebastian Schuppan, der von 2011 bis 2014 insgesamt 112 Pflichtspiele für Dynamo bestritten hat. "Aber es ist absolut diskussionslos und es steht außer Frage, dass die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle steht. Wir sind uns als Verein unserer großen gesellschaftlichen Verantwortung und vor allem auch in diesen Tagen unserer sozialen Vorbildfunktion bewusst", erklärte der 34-Jährige, der nach dem überraschenden Aufstieg mit Würzburg im Sommer seine Karriere als Spieler beendet und bei den Kickers die Aufgaben des Sportchefs übernommen hat.

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Dynamo erwartet nun am Dienstagabend, Anstoß 20.45 Uhr, einen ausgeruhten Gegner im Rudolf-Harbig-Stadion. In der ersten Pokalrunde hatten sich die Schwarz-Gelben noch vor gut 10.000 Fans sensationell mit 4:1 gegen den Hamburger SV durchgesetzt, mit Darmstadt wurde ihnen erneut ein Zweitligist zugelost, der "natürlich als Favorit in diese Partie gehen wird", wie Sportgeschäftsführer Ralf Becker unmittelbar nach der Auslosung betonte - und er kündigte an: "Nichtsdestotrotz werden wir alles in die Waagschale werfen, um ins Achtelfinale einzuziehen."

Schon 52.000 Geistertickets verkauft

Beide Mannschaften haben ihre Spiele an diesem Dienstagabend klar gewonnen: Dynamo dank Effizienz und zwei Einwechslungen mit 4:1 gegen den SC Verl, es war der höchste Saisonsieg. Darmstadt sogar mit 4:0 bei der SpVgg Greuther Fürth. Die SGD festigte damit die Tabellenführung in Liga drei, Darmstadt konnten sich eine Klasse höher von der Abstiegszone absetzen.

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Ob die zusätzliche Pause für die Hessen ein Vorteil ist, wird sich zeigen. Dynamo muss am Samstag, 14 Uhr, jedenfalls noch bei Viktoria Köln antreten. Für das Pokalspiel zwei Tage vor Heiligabend können sich die Dresdner dann einer großen Unterstützung sicher sein, wenngleich die Fans nicht live im Stadion dabei sein können: Für die Partie wurden bereits 52.000 Geistertickets verkauft und der vereinseigene Rekord geradezu pulverisiert. Im März 2012 waren 41.738 virtuelle Karten für das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt abgesetzt worden, damals allerdings als eine Protestaktion gegen ein vom DFB als Strafe verhängtes "Geisterspiel". Dabei hatte der Verkauf der imaginären Tickets erst am vorigen Mittwoch begonnen, aber ein Rekord war schnell greifbar. Bereits am Freitag war das Stadion dann virtuell ausverkauft.

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