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Was Dynamos neuer Trainer über seinen Einstand sagt

Nach seinem ersten Spiel zieht Alexander Schmidt sein erstes Fazit. Erleichtert ist er, nicht mehr. Dazu die wichtigsten Szenen im Video.

Die Sonne scheint wieder über Dynamoland, zumindest lässt sich das Foto des neuen Cheftrainers so interpretieren. Mit dem 1:0 gegen Duisburg gelingt Alexander Schmidt ein perfekter Einstand.
Die Sonne scheint wieder über Dynamoland, zumindest lässt sich das Foto des neuen Cheftrainers so interpretieren. Mit dem 1:0 gegen Duisburg gelingt Alexander Schmidt ein perfekter Einstand. © dpa/Robert Michael

Dresden. Überschwängliche Freude will bei Alexander Schmidt nach dem Schlusspfiff am Mittwochabend nicht aufkommen. Zwar ist der Einstand von Dynamos neuem Trainer mit dem 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg gelungen, doch er hat Mannschaft und Trainer viel Kraft gekostet. Und so wundert sich der 52-Jährige auf der Pressekonferenz danach auch, dass er überhaupt noch eine Stimme hat, um die Fragen der Journalisten zu beantworten.

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Denn nach nur zwei Tagen Training ist Dynamos Spiel ist noch lange nicht dort angekommen, wo Schmidt es haben will. Während der nervenaufreibenden 90 Minuten greift er immer wieder korrigierend ein, ruft und gestikuliert. Die Fragen nach dem Spiel beantwortet er dennoch geduldig. Dabei spricht Schmidt über …

…den Aufwand, den seine Mannschaft betrieben hat:

"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat bis zur letzten Minute um jeden Meter gekämpft. Natürlich bin ich mit dem Spiel nicht komplett zufrieden, da der MSV auch sehr gute Torchancen hatte. Das muss man analysieren. Wir hatten zwei, drei grobe Schnitzer im Spiel. Die wurden Gott sei Dank nicht bestraft. Da hatten wir auch das notwendige Spielglück. Aber alle haben an einem Strang gezogen. Ob der Heimsieg glanzvoll war oder nicht, ist egal. Wichtig ist, dass die Mannschaft den unbedingten Siegeswillen an den Tag gelegt hat. Auch verbal hat man gemerkt: Sie wollen unbedingt. Der Wille ist der größte Gewinn an diesem Tag."

…die Umsetzung seines taktischen Konzepts:

"Da war noch nicht alles perfekt. Wir sind weit weg davon. Aber wie soll das nach zwei Trainingseinheiten gehen, alles reinzubekommen, was man sich vornimmt? Sie haben alles versucht. Ich musste viel coachen und wundere mich, dass ich überhaupt noch eine Stimme habe. Die Mannschaft hat das, was in zwei Tagen möglich war, hervorragend umgesetzt. Wir sind eine hohe Intensität gefahren und haben ein enges Spiel gewonnen. Mit dem Willen und dem Einsatz war ich hochzufrieden. Ich kann nicht sagen, dass alles top war. Aber sie haben alles reingeworfen was geht. Da kann man zufrieden sein. Sie haben gekämpft bis zur letzten Sekunde. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass wir noch Arbeit vor uns haben."

…das, was noch besser werden muss:

"Wir haben gekämpft und alles investiert, dürfen uns aber nicht mit groben Schnitzern um den Lohn der Arbeit bringen. Duisburg hatte drei oder vier Großchancen, von denen wir zwei selber auflegen. Das müssen wir vermeiden. In der jetzigen Situation brauche ich keinen Schönheitspreis gewinnen und hinten rausspielen. Da muss ich dann einfach mal löschen."

Die Höhepunkte des 1:0 gegen Duisburg im Video:

MagentaSport zeigt alle Spiele der 3. Liga live und in der Konferenz.

…seine Einwechslungen, speziell die von Panagiotis Vlachodimos, der zuletzt kaum bis gar nicht mehr zum Einsatz kam:

"Es ist immer schwer, wenn man diesen Spielrhythmus nicht hat und in so eine intensive Partie reinkommt. Das wird erst von Training zu Training und von Spiel zu Spiel besser. Vlachodimos kenne ich noch von seiner Zeit in der Jugend des VfB Stuttgart. Er hat eine hohe Qualität, deshalb spielt er auch hier. Man muss ihn jetzt stärken und neues Selbstvertrauen geben. Bei einem Trainerwechsel kriegen die, die bisher nicht so zum Zuge kamen, neue Chancen. Man hat aber gesehen, dass der Rhythmus fehlt und er in den Umschaltmomenten noch nicht so das Tempo gehen kann. Das ist aber normal."

…das straffe Programm der kommenden Wochen:

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"Wir wollen jedem zeigen, dass wir die Situation vom Negativen in das Positive drehen. Die Mannschaft ist herausgefordert worden. Psychologisch ist das natürlich eine schwierige Situation, wenn du so lange auf dem ersten Platz stehst und dann abrutschst. Jetzt waren wir mal die Jäger und haben den ersten Schritt gemacht. Das Spiel können wir abhaken und volle Konzentration auf das Uerdingen-Spiel legen. Es muss jetzt alles passen, jedes Training und jede Trainingssteuerung. Wir dürfen nichts dem Zufall überlassen. Da geht es um Ernährung, Regeneration, genügend Schlaf – einfach das, was da alles dazugehört. Und dann werden wir am Samstag wieder alles reinhauen."

Spiel Nummer eins unter dem neuen Trainer gibt es hier im Liveticker zum Nachlesen.

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