merken
PLUS Dynamo

Wie Dynamos Bester auf den Sieg in Rostock reagiert

Marco Hartmann spricht über Schlüsselmomente und seine herausragende Leistung beim 3:1-Sieg. Dabei läuft auch für ihn nicht alles perfekt.

Der Mann des Spiels: Marco Hartmann ballt nach dem Schlusspfiff die Fäuste und schreit seine Freude heraus. Dass Dynamo 3:1 gewinnt, hat wesentlich auch mit ihm zu tun.
Der Mann des Spiels: Marco Hartmann ballt nach dem Schlusspfiff die Fäuste und schreit seine Freude heraus. Dass Dynamo 3:1 gewinnt, hat wesentlich auch mit ihm zu tun. © osnapix

Rostock/Dresden. Viel emotionaler konnte der Samstagabend für die Dynamo-Kicker nicht ausklingen. Gegen Mitternacht erreichte der Mannschaftsbus nach langer Fahrt die sächsische Landeshauptstadt und wurde kurz vor der Einfahrt ins Trainingsgelände am Messering von rund hundert Fans mit einer Pyroshow empfangen.

Der Empfang war wohl nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was das Team erwarten würde, sollten ihnen ein Jahr nach dem Zweitliga-Abstieg die sofortige Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus gelingen. Ein weiterer kleiner Schritt dazu ist der Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski in Rostock gelungen. Beim 3:1-Erfolg im Traditionsduell gegen den Ostrivalen zeigte Dynamo eine abgeklärte Leistung, bei der besonders Marco Hartman herausragte. Der 32-Jährige war nach Dynamos insgesamt sechsten Saisonsieg der gefragteste Gesprächspartner.

Anzeige
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA

Weihnachten rückt immer näher - dafür hat NORMA günstige Angebote für Jeden. Klicken Sie hier und lassen Sie sich von den vielfältigen Angeboten überraschen.

Sächsische.de fasst seine Antworten zusammen. Der Ex-Kapitän über…

… seine Einschätzung zum Spiel:

Zwei Mannschaften, die einen klaren Plan hatten, wie sie ihren Gegner überrumpeln wollten. Wir wollten über das Zentrum kommen, Hansa mehr über die Außen. Das war in der ersten Halbzeit nicht einfach. Wir hatten aber drei Schlüsselmomente: Den Fehler von Hansa, wo wir das 1:0 machen, das tut uns richtig gut. Dann der schnell ausgeführte Standard, der zum 2:0 führt, und der perfekt vorgetragene Angriff über Ransi (Ransford-Yeboah Königsdörffer/d. R.) zum 3:0. Der war bilderbuchmäßig. So machst du aus drei Chancen drei Tore, obwohl der Gegner gar nicht so schlecht im Spiel ist.

… das Gegentor kurz vor der Halbzeitpause:

Dass wir das 1:3 bekommen, hat mich sehr geärgert. Es ist ein Unterschied, ob du mit drei oder mit zweit Toren Abstand in die zweite Halbzeit gehst. Bekommst du noch eins, wird es eklig. Ich habe so etwas schon mal erlebt in Magdeburg. Da haben wir auch mit zwei Toren geführt und noch zwei bekommen. Heute ist es gut gegangen, weil wir konsequent verteidigt und nicht viel zugelassen haben. Trotzdem hatte Hansa zwei oder drei Chancen, die das Spiel noch kippen können. In Zukunft müssen wir da im Ballbesitz noch besser sein.

… seine herausragende Leistung als zentraler Innenverteidiger:

Es ist schon meine Stärke, Flanken aus dem Halbfeld zu antizipieren. Mit drei Leuten hinten kann man sich auch immer gut absprechen. Immer bevor etwas passierte, gab es mit Tim Knipping eine klare Absprache, wer den Mann nimmt und wer den Raum. Irgendwie habe ich schon ein Gespür dafür, wo ein Ball hinkommen kann, und wohin nicht. Mit meiner Größe muss ich dann aber auch da sein. Freut mich, dass ich heute so viele nicht ganz einfache Situationen retten konnte.

… sein erstes Saisontor nach einem Freistoß von Patrick Weihrauch:

Patrick hat einfach einen Blick für die Situation, achtet darauf, wie ich mich bewege. Der Gegner war noch gar nicht bereit und dann... Was soll sich sagen? Zufall war es nicht, aber ich will es auch nicht an die große Glocke hängen.

… seine Verletzung über dem rechten Auge:

Der geht's gut, das war kein Problem. Ich weiß nicht wie groß es ist, aber wir haben es in der Halbzeit genäht. Dadurch musste ich diesen Turban nicht mehr tragen, der einen etwas hindert. Mal wieder eine Verletzung mehr - aber ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Es sollte also kein Problem mehr werden.

… die fehlende Stimmung im Stadion:

Da merkst du, dass hier im Fußball was fehlt. Aber es ist jetzt nun einmal so, ich will nicht auch noch rumheulen. Alle müssen jetzt Abstriche machen. Ich weiß, für die Leute, die hier her kommen wollen, ist es eine schwierige Sache. Aber es wird auch wieder andere Zeiten geben und dann wird das auch wieder geil.

Den Liveticker vom Spiel zum Nachlesen finden Sie hier.

Weiterführende Artikel

Dynamos kleiner General - das Leben des Meistertrainers

Dynamos kleiner General - das Leben des Meistertrainers

Walter Fritzsch hat den Krieg überlebt und Dynamos erfolgreichste Ära geprägt. Am Samstag wäre er 100 Jahre alt geworden – was seine Tagebücher über ihn erzählen.

Wie bei Dynamo die Älteren ins Schwitzen kommen

Wie bei Dynamo die Älteren ins Schwitzen kommen

Der Verein greift einen Trend aus England auf und bringt in Dresden Mitglieder über 55 Jahre langsam, aber sicher beim "Walking Football" zusammen.

(Die Fragen wurden vom TV-Sender MDR sowie von Dynamo-Pressesprecher Lennart Westphal gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen keine andere Möglichkeit für Interviews mit Trainern und Spielern.)

Alles Wichtige und Wissenswerte rund um Dynamo - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB, und immer mit Gewinnspiel. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Mehr zum Thema Dynamo