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Deshalb dürfen zu Dynamos Pokalspiel mehr Fans kommen

Mit bis zu 16.000 Zuschauern planen die Dresdner für die Partie gegen Paderborn am Freitagabend - mehr als doppelt so viele wie zum Saisonstart. Wie geht das?

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Dynamo am Freitagabend unter Flutlicht auf den SC Paderborn. Dann werden die Ränge nicht leer bleiben.
In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Dynamo am Freitagabend unter Flutlicht auf den SC Paderborn. Dann werden die Ränge nicht leer bleiben. ©  Archiv: Robert Michael

Dresden. Der Kartenvorverkauf läuft seit Dienstagvormittag. Bis zu 16.000 Fans können bei Dynamos Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SC Paderborn am Freitag, 20.45 Uhr, dabei sein. Das wären mehr als doppelt so viele wie beim Saisonstart in der 2. Fußball-Bundesliga. Beim 3:0-Sieg der Dresdner gegen den FC Ingolstadt am 24. Juli war das Rudolf-Harbig-Stadion mit 7.102 Zuschauern ausverkauft.

Hintergrund waren die Auflagen im Rahmen des vom Gesundheitsamt genehmigten Hygienekonzeptes. Darin waren die Abstände zwischen sogenannten Infektionsgemeinschaften oder eben Einzelpersonen auf mindestens 1,50 Meter festgelegt, wodurch je zwei Sitzreihen davor und dahinter frei bleiben mussten.

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Eine so geringe Auslastung wie zum Spiel gegen Ingolstadt könne man "nicht mehr nachvollziehen", hatte Dynamos Geschäftsführer Jürgen Wehlend danach auf Anfrage der SZ gesagt und die Erwartung geäußert, dass die Richtlinien und Bestimmungen angepasst werden, "damit wir so schnell wie möglich wieder unser Stadion voll auslasten können". Unter den GGG-Voraussetzungen, wie er betont.

Die GGG-Regel gilt auch für das Pokalspiel

Es durften nur geimpfte, genesene oder getestete Personen ins Stadion. Das gilt auch für die Partie gegen Paderborn. Allerdings dürfen die Abstände im Sitzplatzbereich am Freitagabend geringer sein. Damit ist die Auslastung nicht mehr so stark abhängig vom Buchungsverhalten der Fans. Bis zu zehn Personen, die auch außerhalb engen Kontakt halten wie Familien, Kollegen oder ein Freundeskreis dürfen gemeinsam ihre Tickets erwerben und im Stadion zusammensitzen. Die Kontaktdaten jedes Zuschauers müssen zur Nachverfolgung angegeben werden.

Zunächst können Mitglieder sowie Inhaber einer Jahreskarte von 2019/20 die Karten fürs Pokalspiel erwerben, am Mittwoch ab 10 Uhr beginnt der unter den gegebenen Umständen freie Verkauf. Die anvisierten 16.000 Zuschauer würden einer Stadionauslastung von rund 50 Prozent entsprechen, die Kapazität des RHS beträgt 32.249.

Weiterhin stark eingeschränkt bleibt die Nutzung der eigentlich rund 9.000 Stehplätze im K-Block. Dort gilt ein "Boxen-System" für Fanclubs und Freundesgruppen zu je maximal vier Personen. Diese Karten werden nur auf Anfrage per Mail vergeben ([email protected]).

Wie der SC Paderborn mitteilte, werden kurzfristig auch 250 Tickets für Gäste-Fans angeboten.

Lockerungen dank gelungener Rückkehr

Die Lockerungen im Vergleich zum Punktspielauftakt seien möglich geworden, weil die Rückkehr der Zuschauer zum Saisonauftakt "in allen Stadionbereichen reibungslos funktioniert" habe, wie der Verein auf seiner Internetseite erklärt. Durch das Gesundheitsamt wurde der erste Spieltag "positiv bewertet", wie Leiter Frank Bauer mitteilte. Sein Fazit: "Die Kontrollen haben gezeigt, dass der Verein ein tragfähiges Hygienekonzeptes erarbeitet hat und dieses umsetzt."

Lediglich beim Einlass wurde ein Problem erkannt, weil sich durch zeitliche Verzögerungen größere Gruppen gebildet hatten, in denen Einzelne trotz des fehlenden Mindestabstandes keinen Mund-Nasen-Schutz getragen hatten. Das sollte mit dem Verein noch mal besprochen werden.

Die Pflicht, eine medizinische Maske anzulegen, gilt weiterhin, sobald man sich im oder am Stadion bewegt. Am Platz kann sie abgenommen werden.

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Mit dem SC Paderborn hat Dynamo zwar nicht das ganz große Los für die erste Runde gezogen - der FC Bayern spielt beim Fünftligisten Bremer SV -, der Trainer reagierte trotzdem zufrieden. "Ich habe im Vorfeld gesagt, dass wir uns einen Gegner wünschen, den wir schlagen können. Und da bin ich zuversichtlich im Heimspiel“" meinte Schmidt. Paderborn sei ein attraktiver und spannender Verein. "Sie haben mit Lukas Kwasniok einen neuen Trainer, den wir aus der dritten Liga von Saarbrücken kennen. Es ist für uns ein gutes Los, ein Gegner auf Augenhöhe, ein 50:50-Spiel. So haben wir es uns gewünscht."

Zudem ist es für Dynamo so etwas wie eine Generalprobe, denn nur gut drei Wochen später empfangen die Dresdner am Sonntag, dem 29. August, die Ostwestfalen zum Duell um Punkte in der zweiten Liga.

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