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Ex-Dynamo Klotke kehrt zurück zu seinen Wurzeln

Der 29 Jahre alte Fußballer verlängerte jetzt seinen Vertrag beim Radebeuler BC. Aber beruflich ist der Dresdner ins Dynamo-Umfeld gewechselt.

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Fußballer Tommy Klotke vom Radebeuler BC arbeitet bei der Vermarktungsagentur Sportfive. Unser Foto zeigt ihn am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.
Fußballer Tommy Klotke vom Radebeuler BC arbeitet bei der Vermarktungsagentur Sportfive. Unser Foto zeigt ihn am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. © STEFFEN MANIG

Radebeul. Fußball-Landesligist Radebeuler BC (4.) erwartet am Samstag den Tabellenletzten Germania Mittweida zum vorgezogenen Punktspiel des 18. Spieltages. Fünf Siege und ein Remis stehen für den RBC in diesem Jahr zu Buche. Aufgrund der Erfolgsserie konnte die Vereinsführung die Vertragsgespräche forcieren. Einer, der für die kommende Landesliga-Saison bereits zugesagt hat, ist Tommy Klotke.

Der 29-Jährige war im Sommer 2021 vom Liga-Kontrahenten Eintracht Niesky gekommen. Nach der Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum der SG Dynamo Dresden spielte Tommy Klotke unter anderem für Budissa Bautzen und den Bischofswerdaer FV in der Regionalliga Nordost.

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Auch beruflich dreht sich viel um den Fußball. Seit April ist Klotke Manager Sales im Team Dynamo Dresden bei Sportfive.

Tommy, was gab den Ausschlag, den Vertrag beim RBC zu verlängern?

Ich habe zu jederzeit das absolute Vertrauen von den Verantwortlichen und dem Trainerteam gespürt und konnte dies mit meinen Leistungen zurückzahlen. Ich fühle mich im Verein sowie in der Mannschaft sehr wohl und bin davon überzeugt, dass gemeinsam noch viel Entwicklungspotenzial besteht.

Der Re-Start Ihrer Mannschaft war beeindruckend. Wie haben Sie sich in den vielen Monaten der Trainings- und Wettkampfpause zuvor fit gehalten?

Wir haben uns im Team ein hohes Maß an Eigendisziplin auferlegt, so dass nicht nur die Trainingseinheiten eine hohe Intensität hatten, sondern auch jeder ein individuelles Laufprogramm absolviert hat.

Tommy Klotke als Fußballspieler für den Radebeuler BC in Aktion.
Tommy Klotke als Fußballspieler für den Radebeuler BC in Aktion. © STEFFEN MANIG

Sie haben seit April 2020 als Vermarktungsmanager beim Chemnitzer FC gearbeitet. Wie würden Sie die zwei Jahre beurteilen?

Meine Anfangszeit war sehr herausfordernd und geprägt vom Beginn der Corona-Pandemie, dem Abstieg aus der 3. Liga sowie dem noch laufenden Insolvenzverfahren des CFC. Dennoch konnte ich nach kurzer Zeit zum Leiter Marketing und Vertrieb aufsteigen und mein Aufgabengebiet erweitern. Innerhalb der zwei Jahre ist es uns gelungen, die Insolvenz zu beenden und alle Altlasten des Clubs abzulegen. Zudem haben wir ein neues Vermarktungs- und Vertriebskonzept zur langfristigen Weiterentwicklung des CFC konzipiert und eingeführt, welches nachweislich zur Erhöhung der Sponsoring-Einnahmen beigetragen hat. Darüber hinaus haben wir zahlreiche soziale Projekte in der Stadt initiiert, einen Leitbild-Prozess entwickelt und Kooperationen geschlossen. Daher sind die zwei Jahre absolut positiv und erfolgreich zu bewerten.

Warum folgte der berufliche Wechsel zu Sportfive?

Ich habe im Januar das Angebot aus Dresden bekommen, was für mich eine hohe Wertschätzung bedeutete. Für mich war es die Chance, zurück zu den Wurzeln und in das direkte Umfeld von Dynamo zu wechseln. Des Weiteren ergibt sich nun die Möglichkeit, mich noch einmal fachlich weiterzuentwickeln und in einem komplexeren Arbeitsumfeld tätig zu sein.

Können Sie kurz schildern, was genau Ihr Arbeitsgebiet bei Dynamo Dresden umfasst.

Unsere Aufgabe besteht in der Vermarktung von regionalen, überregionalen und digitalen Werbeleistungen, die zielgruppenorientiert zu allen Heimspielen im Stadion platziert werden. Darüber hinaus geht es schwerpunktmäßig um die Vermarktung von Hospitality-Paketen im VIP-Bereich des Rudolf-Harbig-Stadions. Des Weiteren betreuen wir die bestehenden Sponsoren, stärken den Netzwerkgedanken untereinander und sorgen so für eine hohe Dienstleistungsqualität für unsere Partner.

Sie standen 2013 sogar einmal im Zweitligakader der Dresdner. Haben Sie den Tag noch in Erinnerung?

Ich erinnere mich gern an den Tag und dieses Erlebnis zurück, denn es war nicht nur ein toller Auswärtssieg mit vielen Dynamo-Fans, sondern auch mein größter sportlicher Erfolg, bei einem Spiel der 2. Bundesliga dabei sein zu dürfen. Ich bin selbst Dresdner, habe bei Dynamo alle Nachwuchsteams durchlaufen und konnte an diesem Tag im Profikader stehen. Sportlich, aber auch emotional war dies für mich ein sehr besonderer Tag.

Wann war das?

Am 13. November 2013. Wir spielten in der Allianz-Arena gegen den TSV 1860 München und gewannen vor knapp 24.000 Zuschauern mit 3:1.

Wie schwierig ist es, Sport und Beruf immer unter einen Hut zu bekommen?

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Das aktive Sporttreiben ist der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag. Das Mannschaftsgefüge und der Teamcharakter sind mir sehr wichtig. Diese Komponenten führen auch dazu, dass man den Kopf frei bekommt und Kraft für den Berufsalltag sammelt. Ich bin sehr dankbar, dass ich beides miteinander kombinieren kann, aber natürlich haben die beruflichen Verpflichtungen Priorität.

Das Gespräch führte Jürgen Schwarz.

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