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Dynamos Kapitän: "Ganz geiles Gefühl gerade"

Verdient ist der Aufstieg, sagt Yannick Stark. Im Interview spricht er über Druck, Zusammenhalt und den Trainer. Dazu: die Höhepunkte vom Aufstiegsspiel im Video.

Yannick Stark ist kein Biertrinker, aber wenn man schon mal aufsteigt... Dynamos Kapitän freut sich auf die zweite Liga - und will Trainer Alexander Schmidt (rechts) am liebsten mitnehmen.
Yannick Stark ist kein Biertrinker, aber wenn man schon mal aufsteigt... Dynamos Kapitän freut sich auf die zweite Liga - und will Trainer Alexander Schmidt (rechts) am liebsten mitnehmen. © Jan Huebner

Dresden. Klitschnass steht Yannick Stark vor den Kameras und lässt sich mit einem breiten Grinsen im Gesicht interviewen. Dass Dynamos 30 Jahre alter Mittelfeldspieler alles andere als trocken ausschaut, liegt aber nicht an den Temperaturen im Rudolf-Harbig-Stadion oder den zuvor 90 gespielten Minuten gegen Türkgücü München. Grund ist der hemmungslose Jubel von Spielern und Betreuern direkt nach dem Schlusspfiff.

Mit dem 4:0-Heimsieg gegen Türkgücü München hat Dynamo die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Fast bis auf die Pressetribüne ist zu hören, wie kiloweise Ballast von den Spielern abgefallen ist. Das gibt auch Stark zu, der im Interview außerdem über die Drittliga-Meisterschaft und die kommende Zweitliga-Saison spricht.

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Yannick Stark, Sie sind komplett nass. Wieviel Bier haben Sie abbekommen?

Das waren schon ein paar. Aber heute ist alles erlaubt. Die können alle drei Eimer Bier über mir leeren.

Wie geht es Ihnen so direkt nach dem Abpfiff?

Ganz geiles Gefühl gerade. Vor allem nach dem letzten Tief, was wir hatten und es noch einmal eng wurde. Riesen Kompliment an alle, wie wir zusammengestanden und unser Ziel nicht aus den Augen verloren haben. Letztlich sind wir verdient aufgestiegen.

War die Anspannung vor dem Spiel ein wenig größer als sonst?

Man hat vor dem Spiel schon gemerkt, dass es ein anderes Kribbeln da ist. Das war dem besonderen Spiel geschuldet. Wir profitieren dann von einem Fehler von Türkgücü, den wir mit Dafi (Christoph Daferner/Anm. d. Red.) eiskalt ausnutzen. Spätestens dann waren wir im Spiel drin. Es war auch in der Höhe verdient, hätte sogar noch höher ausfallen können. Der Sieg war einfach enorm wichtig. Wir sind alle saufroh.

Die Höhepunkte von Dynamos Aufstiegsspiel im Video:

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Wieviel Druck ist damit jetzt abgefallen?

Es fällt etwas Druck ab, aber es überwiegt die Freude. Wir haben das ganze Jahr darauf hingearbeitet. Schön, dass wir es im eigenen Stadion perfekt gemacht haben. Das war unser Ziel und es fühlt sich gerade sehr gut an. Leider ohne Fans.

Das heißt, kommenden Samstag kann Dynamo völlig befreit gegen Wehen Wiesbaden auch die Meisterschaft noch eintüten?

Wir wollen auch in Wiesbaden gewinnen. Unser Minimalziel haben wir erreicht, werden ausgiebig feiern. Das haben wir uns verdient. Aber klar wollen wir den Pokal holen. Den haben noch nicht so viel in den Händen gehalten. Wäre schön, wenn wir die Drittliga-Meisterschaft auch noch gewinnen.

Was macht diese Mannschaft so einzigartig?

Der Zusammenhalt. Wir waren ein neu zusammengewürfelter Haufen, haben uns sehr schnell gefunden. Wir haben Rückschläge weggesteckt, schlechte Phasen, Verletzungspech, Covid … Wir haben nichts ausgelassen diese Saison. Umso höher ist der Erfolg zu bewerten.

Wie groß ist die Lust auf die 2. Bundesliga?

Unendlich. Man spekuliert ja bereits von der geilsten 2. Liga, die es seit langem gab. Und man weiß ja noch nicht, wer alles von oben runterkommt oder wer drinbleibt. Aber es riecht ganz stark nach einer richtig geilen 2. Liga. Dynamo Dresden gehört da auch dazu.

Und den Trainer nehmen Sie mit?

Liegt nicht in meiner Verantwortung, aber ich hätte nichts dagegen.

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Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann und MagentaSport gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

Dynamos Aufstiegsspiel und die Eskalation danach: hier der Tag im Liveticker.

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