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Dynamo: Es gibt schon ein "schlüssiges Konzept"

Der Stadtrat knüpft Zahlungen an Dynamo an eine Forderung. Das ist wie eine Geldverweigerung. Ein Kommentar.

Es gibt bereits ein Konzept, wie mit Randalierern umzugehen ist. Gute Worte und schöne Absichten helfen da kaum.
Es gibt bereits ein Konzept, wie mit Randalierern umzugehen ist. Gute Worte und schöne Absichten helfen da kaum. © xcitepress

Dresden. Sie haben es nicht zum ersten Mal getan und es wird leider auch nicht das letzte Mal gewesen zu sein. Um das vorauszusehen, muss man kein Prophet sein. Denn es geht ihnen um nichts anderes, als die sogenannte dritte Halbzeit, die Zeit vor oder nach einem Punktspiel von Dynamo Dresden. Sie sind Hooligans und keine Fußballfans. Prügelknaben und -männer, denen das Davor und Danach viel wichtiger ist als ein Fußballspiel und dessen Ergebnis.

Die Randalierer und Schläger, für die der Stadtrat jetzt Klartext verlangt, interessieren sich nicht für Tore und Punkte. Weitere finanzielle Unterstützung für Dynamo Dresden von einem "schlüssigen Konzept" für den Umgang mit solchen Menschen abhängig zu machen, kann man gleichsetzen mit der Verweigerung der Zahlungen. Denn kein noch so gutes Konzept des Clubs wird sie zur Räson bringen.

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Auch Stadionverbote helfen nichts. Einerseits werden Spiele der 2. Bundesliga in der Regel ohnehin irgendwo im Fernsehen gezeigt. Andererseits würde das ja voraussetzen, dass es ihnen um Sieg oder Niederlage auf dem Rasen geht.

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Geht es aber nicht. Es geht ihnen um Attacke, Angriffe, schwerste Verletzungen nehmen sie dabei in Kauf. Wer ihnen gegenübersteht, ist ihnen egal, Respekt auch vor der Polizei ein Fremdwort. Das einzige schlüssige Konzept gegen solche Menschen haben die Beamten selbst und die Justiz: Die Täter stellen, festnehmen, anklagen und verurteilen. Das sollte auch der Dresdner Stadtrat wissen und Dynamo - wenn wirklich nötig - dort finanziell unterstützen, wo Konzepte und Ideen des Vereins greifen, bevor aus potenziellen Fußballfans hirnlose Hooligans werden.

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