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Dynamos Stadion ist das beliebteste im Osten

Das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion trotzt Corona. In einem bundesweiten Vergleich klettert es auf einen Spitzenplatz. Dynamo sieht die Gründe in der aktiven Fanarbeit.

Bei ihrem Besuch im Rudolf-Harbig-Stadion fühlen sich Fans von Dynamo Dresden offensichtlich wohl. Das Stadion belegt in einem Ranking den zweiten Platz.
Bei ihrem Besuch im Rudolf-Harbig-Stadion fühlen sich Fans von Dynamo Dresden offensichtlich wohl. Das Stadion belegt in einem Ranking den zweiten Platz. © Robert Michael/dpa

Dresden. Das Rudolf-Harbig-Stadion belegt in einem großen bundesweiten Vergleich eine Top-Platzierung. Nach Auswertung von mehr als 340.000 online abgegebener Rezensionen zu 66 Stadien deutscher Männer- und Frauen-Profiteams steht Dynamos Fußballtempel am Ende auf Platz zwei. Nur der Signal Iduna Park, die Heimspielstätte von Borussia Dortmund, schneidet noch etwas besser ab.

Das aufwendige Ranking gibt es nach 2019 jetzt zum zweiten Mal, die Analyse wird vom Vergleichsportal "testberichte.de" durchgeführt. Dresden hat sich im Vergleich zur Bewertung vor zwei Jahren verbessert. Was Dynamo-Fans vielleicht freuen dürfte, das Stadion von Union Berlin an der Alten Försterei ist auf Rang drei verdrängt worden. In dieser Bewertung ist Dynamo nun also konform dem eigenen Leitbild folgend "die Nummer Eins im Osten".

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Schlüssel für gute Stimmung: Dynamo hört den Fans zu

Beim genauen Lesen des Vergleichsberichts fällt allerdings eine Formulierung auf. Darin heißt es, dass das Rudolf-Harbig-Stadion unter anderem durch seine "bequemen Sitzplätze" punkten würde. Bei einem Stadion, das man eher mit dem 9.000 Stehplätze zählenden K-Block verbindet, ist das einigermaßen verwunderlich. Mit einem Augenzwinkern fragt Sächsische.de bei Dynamo nach, wie man sich das erklären könne.

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"Ob sitzend oder stehend – mich freut, dass die Menschen auf allen Tribünen gerne und mit großer Freude zu ins Stadion kommen", antwortet Geschäftsführer Jürgen Wehlend - und freut sich gleichzeitig vermutlich darüber, dass der Stadionbesuch derzeit überhaupt wieder möglich ist. Unterdessen zeigt das Ranking nämlich auch, dass sich Dynamo während der Corona-Zeit trotz erheblicher Zutrittsbeschränkungen auf seine Fans verlassen konnte. In dem Vergleichsbericht heißt es: "Pluspunkte sammelt das 'Wohnzimmer' von Dynamo Dresden vor allem mit seiner guten Stimmung selbst bei nicht ausverkauftem Haus."

Wehlend sieht die Ursachen für die offensichtlich große Zufriedenheit der eigenen Stadionbesucher als Ergebnis aktiver Fanarbeit. Da sind einerseits die "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Heimspiel für Heimspiel mit viel Liebe die Grundlage für eine solch starke Bewertung legen." Andererseits sei es einer der Ansätze des Vereins, den eigenen Anhängern zuzuhören. Permanent würde es deshalb eigene Umfragen und persönliche Gespräche mit Fans geben, damit diese gemeinsam bestmöglich Dynamo "fühlen" könnten.

Keine 2G-Regel, aber aktive Bewerbung von Impfangeboten

Am allerbesten dürfte aus Fan- und Vereinssicht aber sicher ein volles Stadion sein. Wann das wieder möglich ist, weiß keiner genau. Corona dürfte sich aber auch im kommenden Herbst und Winter auf die Zuschauerzahlen auswirken. Dynamo will sich beim Zutritt zum Stadion auch künftig weiter an die Vorgaben von Bund, Land und Stadt halten. "Aktuell bedeutet dies, dass wir sowohl geimpfte, genesene und getestete Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion willkommen heißen", so Wehlend. Heißt im Umkehrschluss, dass eine freiwillige Beschränkung auf nur Genesene und Geimpfte, wie es etwa der Bundesligist 1. FC Köln macht, in Dresden nicht angestrebt wird.

Allerdings will der Verein weiter aktiv freiwillige Impfangebote bewerben und unterstützen. "Als größter Verein der Region möchten wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung weiterhin gerecht werden“, erklärt Wehlend. Zuletzt hatte es bei den Heimspielen gegen Ingolstadt und Hannover Impfaktionen am Stadion gegeben.

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Dass bei der nächsten Vergleichsrunde des Portals "testberichte.de" auch das Impferlebnis mit bewertet wird, bewahrheitet sich hoffentlich nicht. Das Ranking soll in den kommenden Jahren wiederholt werden. Jürgen Wehlend will seinen Kollegen in Dortmund bei nächster Gelegenheit vorsichtshalber aber Bescheid sagen: "Die Rolle des Herausforderers nehmen wir gerne an."

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