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Dynamo gewinnt den Überraschungstest

Kurzfristig hat der Zweitligist gegen den Sechstligist SC Freital gespielt und souverän gewonnen. Den schönsten Treffer erzielt aber ein Gästespieler.

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt ließ gegen den SC Freital vor allem die zweite Reihe ran.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt ließ gegen den SC Freital vor allem die zweite Reihe ran. © dpa/Robert Michael

Dresden. Mit einer Mannschaft aus Ersatz- und Ergänzungsspielern hat Dynamo Dresden das Testspiel gegen den Sechstligist SC Freital mit 5:1 gewonnen. Jong-min Seo, Philipp Hosiner, Luka Stor, Pascal Sohm und Simon Gollnack trafen für Dynamo, Sandro Schulze für die Gäste aus Freital, die erst in zwei Wochen mit dem Sachsenpokal-Spiel gegen die SG Crostwitz in die Saison starten.

„Das Ergebnis war nicht das allerwichtigste. Natürlich müssen wir das Spiel gewinnen. Aber wir wollten vor allem den Spielern Spielpraxis geben, die nicht so viel gespielt haben“, schätzte Dynamos Cheftrainer Alexander Schmidt die Partie ein. „Von daher hat das Spiel seinen Zweck erfüllt.“

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Der Test gegen den Sechstligisten hatte Dynamo kurzfristig angesetzt und am Montag bekannt gegeben. „Ich bin ein Freund solcher Test gegen Gegner aus der Umgebung. Das ist gut für unser Image. Wir wollen damit zeigen, dass wir uns mit der Region und der Umgebung identifizieren“, sagte Schmidt.

Schmidt kritisiert Konzentrationsmängel

Bis zu 100 Zuschauer durften sich die Begegnung vor Ort anschauen und sahen ein über weite Strecken ausgeglichenes Fußballspiel. Dynamo war zwar der verdiente Sieger, doch Freital hatte einige gute Torchancen und hielt gut mit. „In verschiedenen Situationen müssen wir anders auftreten. Da waren einige Unsicherheiten und Konzentrationsmängel drin“, kritisierte Schmidt nach dem Spiel.

Dabei startet der Zweitligist sehr gut in die Partie und machte da weiter, wo er am Wochenende beim 3:0-Sieg gegen Ingolstadt aufgehört hatte. Bereits nach zwei Minuten erzielte Jong-mi Seo per Heber das 1:0, zwei Minuten später legte Philipp Hosiner per Direktabnahme nach.

Den schönsten Treffer des Tages machte aber der Freitaler Sandro Schulze. Er verwandelte in der 14. Minute einen Eckball direkt ins kurze Eck und überraschte damit Anton Mitryushki, der sich erst nach der Pause auszeichnen und eine hundertprozentige Chance der Gäste entschärfen konnte. Freital, das am 13. August gegen den Radebeuler BC das erste Spiel in der Landesliga bestreitet, kam nach dem Anschlusstreffer besser ins Spiel und zu mehr Torchancen.

Erst Ende Juni hatte sie den Aufstieg in die fünftklassige Oberliga verpasst. Die Mannschaft von Cheftrainer Knut Michael unterlag damals im Relegationsspiel im Sportpark Dresden-Weißig vor 875 Zuschauern Budissa Bautzen mit 1:2. „Freital war ein guter Gegner. Ich wusste, dass der ein oder andere Spieler schon höherklassig gespielt hat“, lobte Dynamos Trainer die Gäste anschließend.

Paul Will muss nach Foul ausgewechselt werden

Gegen Dynamo verloren sie am Ende dennoch deutlich 1:5. Luka Stor verwertete für die Dresdner in der 21. Minute eine perfekte Flanke von Hosiner und beruhigte das Spiel aus Dynamo-Sicht. Es war gleichzeitig der Halbzeitstand. In der 53. Minute erhöhte Sohm nach einer Vorlage von Seo auf 4:1.

Der Ex-Dynamo Robin Fluß hatte in der 68. Minute die Chance per Elfmeter für Freital zu verkürzen, doch er scheiterte an Mitryushkin und dem Pfosten. Der Russe hatte den Elfmeter selbst mit einem harten Foulspiel verschuldet. Sechs Minuten vor dem Ende erzielte Gollnack den 5:1-Endstand.

Die zweite Halbzeit war geprägt von vielen Positionswechseln. Schmidt setzte den ein oder anderen Spielern auf ungewohnten Positionen ein. Michael Akoto durfte im defensiven Mittelfeld ran, Antonis Aidonis spielte Rechtsverteidiger und Philipp Hosiner wurde im offensiven Mittelfeld eingesetzt. „Man sieht so im Ansatz, ob sich ein Spieler dort wohlfühlt oder eher ein Fremdkörper ist. Das hat Erkenntnisse gebracht“, meinte Schmidt.

Einen Schreckmoment gab es noch aus Dresdner Sicht. Nach einem Foulspiel musste Mittelfeldspieler Paul Will in der 31. Minute ausgewechselt werden. „Das war ein bisschen ärgerlich. Er schießt und danach kommt die Grätsche des Gegners, die ihn aber nicht berührt hat. Ich muss mich da revidieren“, sagte Schmidt. Die Auswechslung sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. „Es ist wieder alles gut“, sagte der Trainer.

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Dynamo: Mitryushkin - Gollnack, Akoto, Aidonis, Kühn - Kulke, Will (31. Diawusie), Seo - Stor, Sohm, Hosiner.

SR: Jens Klemm (Gröditz)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Seo (2.), 2:0 Hosiner (5.), 2:1 Schulze (14.), 3:1 Stor (21.), 4:1 Sohm (53.), 5:1 Gollnack (84.).

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