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Dynamo

Wie die Lage bei Dynamos Ost-Gegnern ist

Nach der kurzen Winterpause wird am Wochenende in der 3. Fußball-Liga wieder gespielt. Die Ziele der ostdeutschen Klubs sind dabei sehr unterschiedlich.

Dynamo mit Marvin Stefaniak vorneweg, und die Konkurrenz hat das nachsehen - hier der FSV Zwickau, der aber die direkte Partie in der Hinrunde gegen die Dresdner gewann. Als einziger Ostgegner.
Dynamo mit Marvin Stefaniak vorneweg, und die Konkurrenz hat das nachsehen - hier der FSV Zwickau, der aber die direkte Partie in der Hinrunde gegen die Dresdner gewann. Als einziger Ostgegner. © dpa/Robert Michael

Dresden. Was Dynamo will, ist mittlerweile auch öffentlich bekannt: den Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski hält Kurs auf die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte haben die Dresdner bereits acht Punkte Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz. "Die Gejagten sind wir immer. Wir müssen so weitermachen wie vor der Winterpause", sagt Abwehrspieler Robin Becker, der beim 2:1-Testspielsieg gegen Jablonec den Führungstreffer erzielte.

Wie aber sieht es bei den Konkurrenten aus? Ein Blick zu den anderen Ost-Klubs der 3. Liga.

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Hansa Rostock: Aufstieg ist die geheime Hoffnung

Mit 26 Punkten liegen die Rostocker als Tabellenfünfter in Lauerstellung zu den Aufstiegsplätzen. Nach einer Serie von drei Niederlagen Mitte Dezember verbaute sich das Team von Trainer Jens Härtel eine noch bessere Ausgangsposition. Für den weiteren Saisonverlauf haben sich die Rostocker bisher auf zwei Positionen verstärkt. Stürmer Lion Lauberbach wird bis zum 30. Juni von Zweitligist Holstein Kiel ausgeliehen. Für den Ex-Zwickauer hat der FC Hansa "das Zeug, höher zu spielen". Außerdem wurde Mittelfeldspieler Simon Rhein vom 1. FC Nürnberg verpflichtet. "Gemeinsam werden wir nun alles geben, um eine erfolgreiche Saison zu spielen", meinte der 22-Jährige vor der Heimpartie am Samstag gegen Unterhaching.

Hinspiel gegen Dynamo: 1:3-Niederlage am 21. November in Rostock.

Hallescher FC: Großes Bangen um Torjäger Boyd

Auch der HFC hat die vorderen Plätze noch im Blick. Als Tabellenneunter hat die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg nur drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und dabei auch noch ein Nachholspiel zu bestreiten. Um vorn anzugreifen, sucht Halle noch einen neuen Spieler für die Offensive. "Wir haben den Markt sondiert und prüfen nun, ob etwas machbar ist", sagte Schnorrenberg. Vor dem Auftakt am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden bangt der HFC um seinen Torjäger. Terrence Boyd, der schon neun Treffer erzielte, plagt sich mit Oberschenkelproblemen herum und konnte nur eingeschränkt trainieren. "Terrence will gegen Wehen spielen. Aber wir wollen ihn bei diesen Bedingungen langsam ranführen", erklärte Schnorrenberg. In Fabian Menig, der nach einer langwierigen Hüftverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert, steht dem Coach eine weitere Alternative für die Rechtsverteidiger-Position zur Verfügung.

Hinspiel gegen Dynamo: 1:3-Niederlage am 12. Dezember in Halle.

FSV Zwickau: Trainer Enochs droht die Entlassung

Für die abstiegsbedrohten Westsachsen steht am Sonntag gegen den Tabellennachbarn VfB Lübeck gleich ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Dem Vernehmen nach will der FSV-Vorstand bei einer weiteren Niederlage auch über die Zukunft von Trainer Joe Enochs beraten. Im eigenen Stadion gelang den Zwickauern in dieser Saison erst ein Sieg. "Wir haben bislang zu viele wichtige Spiele durch teils unterirdische Leistungen weggeschenkt. Die Qualität, um die Klasse zu halten, haben wir aber auf jeden Fall", sagte FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth. Angesichts von nur 14 geschossenen Toren in 14 Spielen sind die Zwickauer noch auf der Suche nach einem neuen Stürmer. "Wir werden uns nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Wenn es um Tore geht, sind jetzt alle Feldspieler gefragt. Jeder muss endlich die Gier entwickeln, den Ball über die Linie zu drücken", forderte Wachsmuth.

Hinspiel gegen Dynamo: 2:1-Sieg am 20. Oktober in Dresden.

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Ähnlich wie Zwickau hatte auch das Liga-Schlusslicht aus Magdeburg in seinen bisherigen Spielen mit Offensivproblemen zu kämpfen. Für mehr Torgefahr in der zweiten Saisonhälfte sollen die beiden Winter-Neuzugänge Saliou Sané und Baris Atik sorgen. Während Stürmer Sané von Zweitligist Würzburg bis zum Saisonende ausgeliehen ist, war der Ex-Dresdner Atik zuletzt vereinslos. "Ich war nicht der perfekte Profi die letzten Jahre. Klar, die fußballerischen Fähigkeiten sind da. Aber meine Einstellung war nicht immer okay", sagte Atik. Zum Start trifft der FCM am Samstag zu Hause auf den KFC Uerdingen. "Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden und ich freue mich, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann", äußerte Sané.

Hinspiel gegen Dynamo: 0:1-Niederlage am 10. Oktober in Dresden. (dpa)

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