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Ex-Dynamo Hauptmann startet nächstes Comeback

Niklas Hauptmann wechselte bereits 2018 von Dynamo zum 1. FC Köln, ist dort aber bislang nicht richtig angekommen. Nach einer Krankheit hat er nun im Test gespielt.

Einen seiner Kurzeinsätze für den 1. FC Köln hatte Niklas Hauptmann im April 2019 beim 0:3 gegen Dynamo mit Patrick Möschl (r.) in Dresden.
Einen seiner Kurzeinsätze für den 1. FC Köln hatte Niklas Hauptmann im April 2019 beim 0:3 gegen Dynamo mit Patrick Möschl (r.) in Dresden. © Lutz Hentschel

Köln. Es ist ein erster Schritt zurück, wobei Niklas Hauptmann beim 1. FC Köln noch gar nicht wirklich angekommen ist. Im Sommer 2018 war der hochbegabte Mittelfeldspieler für 3,4 Millionen Euro von Dynamo Dresden zu dem Verein gewechselt, für den bereits sein Vater als Kapitän gespielt hatte. Doch wegen Verletzungen und Krankheiten kam der jetzt 25 Jahre alte Hauptmann seitdem nur zu zwölf Einsätzen für den FC, meist nur für wenige Minuten wie in der Saison 2018/19 in den Zweitliga-Spielen gegen die Schwarz-Gelben.

Beim 8:1 in Köln bereitete er sogar noch einen Treffer vor, beim 0:3 in Dresden wurde er sechs Minuten vor Schluss eingewechselt. Obwohl er beim FC bereits im Januar 2020 als "aussortiert" galt, war eine Rückkehr zu Dynamo damals kein Thema. In der vorigen Saison war Hauptmann an Holstein Kiel ausgeliehen, wo er regelmäßig in der zweiten Liga sowie im DFB-Pokal spielte. Zu einem Stammplatz reichte es jedoch nicht.

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Zurück in Köln wurde er vom neuen Chefcoach Steffen Baumgart zunächst nicht für das Trainingslager in der Vorbereitung nominiert, sollte sich bei der U21-Mannschaft fit halten. Kurz darauf meldete sich Hauptmann krankheitsbedingt ab. Eine Diagnose gab der Verein nicht bekannt. Mit dem Coronavirus soll er sich jedoch nicht erneut infiziert haben, nachdem Hauptmann im Frühsommer 2020 positiv auf Covid-19 getestet worden war.

Bewertung durch den Trainer war "nicht fair"

Der Chef der Profi-Abteilung, Thomas Kessler, räumte jedoch ein, dass die Einschätzung des Trainers "aufgrund seiner Erkrankung und der körperlichen Verfassung, in der er war, einfach nicht fair" gewesen sei. Deshalb wurde Hauptmann nach seiner Genesung im September langsam wieder an das Training mit der Mannschaft herangeführt. Am vorigen Freitag gab er nun ein Comeback. Der Linksfuß wurde beim 1:0-Sieg gegen den Drittligisten Viktoria Köln eingewechselt und erhielt gut 20 Minuten Spielpraxis. Wie Kölner Medien berichten, hatte er dabei eine gute Chance, sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde aber geblockt.

Baumgart war zufrieden mit dem ersten Auftritt von Hauptmann nach langer Zeit. In der Woche zuvor habe er sehr gut trainiert, das erste Mal mit der Mannschaft. "Es waren viele Aktionen dabei, wo wir gesagt haben, dass er das Spiel machen kann. Das ist wichtig für ihn, Training und Wettkampf sind schon ein Unterschied. Das fand ich einfach insgesamt gut", erklärte der Trainer.

Für Hauptmann ist es nun am wichtigsten, dass er gesund und verletzungsfrei bleibt. Denn von einer Knie-Operation 2019 über eine Lungenentzündung 2020 bis zu Corona und der Krankheit zuletzt hat er in Köln schon einiges durchgemacht. Sein Vertrag beim FC läuft noch bis Ende Juni 2023.

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Niklas Hauptmann ist zu Beginn dieser Saison verletzt und erlebt dann seine erste Schwächephase – doch aus der geht er nun sogar gestärkt hervor.

Niklas Hauptmann wurde in Köln geboren, als sein Vater Ralf beim FC spielte. "Natürlich existiert seit jeher eine Verbindung zu diesem Verein", hatte er seinen Wechsel vor nunmehr dreieinhalb Jahren begründet. Nachdem die Familie in die Heimat zurückgekehrt war, begann er beim Stadtnachbarn SC Borea und kam 2008 zu Dynamo. Bei der SGD gab er am 23. April 2016 sein Profi-Debüt und kam auf 54 Zweitliga-Einsätze sowie je zwei Partien in der 3. Liga und im DFB-Pokal.

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