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Dynamo im Pokal: Erst Lok, dann Bayern?

In dieser Woche sollte es zwei Auslosungen geben. Die um den DFB-Pokal muss verschoben werden. Doch am Dienstag warten brisante Gegner auf die Dresdner.

Vor elf Jahren schlug die zweite Mannschaft von Dynamo im Finale in Leipzig den VFC Plauen. Torhüter Benny Kirsten präsentiert stolz den Pokal.
Vor elf Jahren schlug die zweite Mannschaft von Dynamo im Finale in Leipzig den VFC Plauen. Torhüter Benny Kirsten präsentiert stolz den Pokal. © Lutz Hentschel

Dresden. Den einen Pokalgegner erfährt Dynamo am Dienstag kurz nach 16 Uhr, der andere sollte eigentlich am Sonntag ausgelost werden. Das verhindert jedoch ein noch immer nicht geklärter Rechtsstreit. Beim Sachsenpokal ist die Sache einfacher, obwohl auch da Corona den Ablauf ein wenig durcheinandergebracht hat. Die Partie zwischen dem Radefelder SV und dem Bischofswerdaer FV musste verschoben werden, deshalb stehen erst 15 der 16 Achtelfinalisten fest. 

Gelost wird trotzdem am Dienstag in der Leipziger Sportschule „Egidius Braun“. Mit dabei ist dann auch Dynamo, der Drittligist hatte wie der FSV Zwickau in den ersten drei Runden ein Freilos, steigt erst jetzt in den Wettbewerb ein. 

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Für die Schwarz-Gelben ist es eine Rückkehr nach längerer Abstinenz. Das letzte Landespokalspiel bestritten die Dresdner im März 2016, als sie am Ostersonntag im eigenen Stadion im Halbfinale gegen Erzgebirge Aue mit 0:3 unterlagen. Aus dem damaligen Kader sind mit Marco Hartmann, Patrick Wiegers und Rückkehrer Marvin Stefaniak nur noch drei Spieler immer noch oder wieder dabei. 

Den letzten Titel in diesem Wettbewerb holte Dynamo  2009,  der VFC Plauen wurde im Finale mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen - allerdings von der zweiten Mannschaft um Torhüter Benny Kirsten, die es damals noch gab. 2015 meldete der Verein die U23 dann ab. 

Heimrecht könnte Dynamo im Achtelfinale, das am Buß- und Bettag (18. November) ausgespielt wird, nur haben, wenn als Gegner der FSV Zwickau zugelost wird. Erstligist RB Leipzig und Zweitligist Aue treten nicht an, alle anderen Mannschaften sind unterklassig. Die Paarung würde dann gedreht. Attraktiv könnten die Duelle trotzdem werden, mit Chemie und Lok Leipzig, dem Chemnitzer FC sowie Bischofswerda sind noch Vereine aus gemeinsamen Zeiten in der DDR-Oberliga in der Lostrommel. Auch Stadtderbys gegen den Dresdner SC oder die SG Weißig sind möglich.    

Dynamo hat kurz vor Weihnachten Heimrecht

In der zweiten Runde des DFB-Pokals wartet auf jeden Fall ein Erst- oder Zweitligist auf die Schwarz-Gelben, die sich durch einen überraschenden 4:1-Sieg gegen den Hamburger SV dafür qualifiziert hatten. Auch der Termin steht bereits fest, die Partie am 22. oder 23. Dezember wird auf jeden Fall das letzte Spiel des Jahres. Doch der Gegner lässt auf sich warten. Nachdem der FC Bayern die wegen der Champions-League-Strapazen auf Donnerstag verlegte Partie gegen den 1. FC Düren nachgeholt hat, sollte eigentlich am Sonntag gelost werden. 

Noch steht aber nicht fest, ob der 1. FC Schweinfurt 05 oder Türkgücü München beim zweiten noch ausstehenden Erstrundenspiel gegen Schalke 04 antreten darf. Die Regionalliga Bayern hatte die Saison nicht ab- sondern nur unterbrochen, als Teilnehmer für den DFB-Pokal wurde der Zweitplatzierte Schweinfurt bestimmt, Spitzenreiter Türkgücü als Aufsteiger in die 3. Liga. Gegen das Pokal-Aus am grünen Tisch ist Türkgücü vor Gericht gezogen, ein Urteil steht noch aus.  

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