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Dynamos Gegner behält den Investor

Bei Türkgücü München glätten sich offenbar die Wogen. Warum der Hauptgeldgeber seinen Ausstieg nun doch zurückzieht.

Türkgücü München ist am Montagabend der nächste Gegner von Dynamo in der 3. Liga. Vor dem Spiel hatte es dort heftige Turbulenzen gegeben.
Türkgücü München ist am Montagabend der nächste Gegner von Dynamo in der 3. Liga. Vor dem Spiel hatte es dort heftige Turbulenzen gegeben. © Fotostand

München. Überraschende Wende bei Dynamos nächstem Gegner in der 3. Fußball-Liga: Türkgücü München muss vorerst nicht weiter um die Existenz bangen. Hauptgeldgeber und Präsident Hasan Kivran will den Verein nun doch nicht wie zuletzt angekündigt verlassen. Das teilte Türkgücü jetzt mit. Der Geschäftsmann besitzt 89 Prozent der Anteile an dem Drittligisten und hatte sich eigentlich zum Jahresende 2020 zurückziehen wollen.

"Die Vereinsführung, die große Unterstützung der Fans sowie infrastrukturelle Fortschritte haben mich meine Entscheidung noch einmal überdenken lassen. Meine nach wie vor hohe Begeisterung und Leidenschaft für diesen Verein steht außer Frage", wurde der Investor in einer Mitteilung nun zitiert. Er bleibe Anteilseigner und Präsident.

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Geschäftsführer Max Kothny hatte nach eigenen Angaben seit der Neuigkeit von dem geplanten Rückzug Kivrans am 23. Dezember mit möglichen Investoren verhandelt, aber stets eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Kivran bevorzugt. Nun sei er zuversichtlich, dass der Verein in der jetzigen Form weiter bestehen kann. Dabei wurde wegen der finanziellen Probleme zwischenzeitlich sogar spekuliert, das Spiel von Dynamo am Montagabend, 19 Uhr, in München könnte ausfallen. Geschäftsführer Kothny hatte das im Gespräch mit Sächsische.de zurückgewiesen.

Für die Partie hat Türkgücü eine Geisterticket-Aktion gestartet. Das Angebot, auch virtuelle Karten an Dresdner zu verkaufen, wurde jedoch von den Dynamo-Fans boykottiert und vom Verein daraufhin gestoppt.

Nachwuchszentrum bietet neue Perspektive

Als einen wichtigen Grund, seinen Ausstieg zu überdenken, nannte Kivran auch die Aussicht auf ein Nachwuchsleistungszentrum im Südosten von München. "Ich habe immer gesagt, dass ich nicht der Verwalter, sondern der Entwickler dieses Vereins bin. Doch jetzt scheint es eine ernstzunehmende Bereitschaft der Stadt zu geben, dass wir endlich ein Gelände bekommen", sagte er bei Sport1.

Zudem konterte Kivran Aussagen von Kothny, wonach der Verein verschuldet sei. "Das stimmt nicht", sagte er: "Diese negativen Ergebnisse sind gedeckt durch gezeichnetes Eigenkapital beziehungsweise Einlagen in die Kapitalrücklage. Zwischenzeitlich verfügt die GmbH über 2,2 Millionen Euro Eigenkapital. Schade, dass manche den Unterschied zwischen Verlust und Schulden nicht zu kennen scheinen."

Bis zum 21. Januar muss der Verein eine Liquiditätslücke schließen und beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen, dass er die 3. Liga in den nächsten Monaten wirtschaftlich stemmen kann. "Das wird in den nächsten Tagen geschehen“, betonte Kivran. (dpa, sid)

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Die Partie bei Türkgücü München beginnt am Montag um 19 Uhr im Stadion an der Grünwalder Straße in München, Sächsische.de berichtet wie immer aktuell hier im Liveticker.

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