merken
PLUS Dynamo

Dynamo-Routinier Stark: "Nerven behalten"

Nach dem 0:0 gegen Rostock sagt Yannick Stark, woran es lag und warum er trotzdem positiv denkt. Außerdem gibt es hier die besten Szenen im Video.

Yannick Stark ist nach Verletzung bei Dynamo wieder am Ball und mit seiner Erfahrung für den Endspurt im Kampf um den Aufstieg besonders wichtig.
Yannick Stark ist nach Verletzung bei Dynamo wieder am Ball und mit seiner Erfahrung für den Endspurt im Kampf um den Aufstieg besonders wichtig. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Fast genau zwei Monate musste Yannick Stark auf seinen 21. Startelf-Einsatz in dieser Saison warten. Zuletzt stand Dynamos Mittelfeldspieler im emotionalen Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg von Beginn an auf dem Platz, ehe ihn eine Schulterverletzung ausbremste. Nach zwei Kurzeinsätzen gegen den SV Meppen und 1860 München setzte Markus Kauczinski erst gegen Hansa Rostock wieder von Beginn an auf den Routinier.

„Yannick hat ein bisschen Zeit gebraucht. Er war ja Stammspieler, hat immer gespielt. Durch seine Verletzung ist er aber etwas zurückgeworfen worden. Man hat ihm in manchen Situationen angemerkt, dass er noch zurückzieht“, erklärte Dynamos Trainer die längere "Schonzeit".

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

Im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Rostock, das 0:0 endete, räumt Stark aber jeden Zweifel aus. Der 30-Jährige scheut keinen Zweikampf und versucht, mit seinem Einsatz und seiner Körpersprache voranzugehen. Acht Spieltage vor Schluss ist die Erfahrung des Mittelfeldspielers aus bisher 186 Zweit- und 56 Drittliga-Partien umso mehr gefragt. Im Interview erklärt der Vize-Kapitän, warum das torlose Remis gegen den direkten Verfolger positiv ist und worauf es im Saison-Endspurt ankommt.

Yannick Stark, wie bewerten Sie das 0:0 im Spitzenspiel gegen Hansa Rostock?

Es war ein Spiel auf Augenhöhe, schwer umkämpft. Beide Mannschaften haben kaum etwas zugelassen. Trotzdem haben wir einige Halbchancen gehabt, als wir nachsetzen und frei zum Schuss kommen. Eine hätten wir nutzen können, dann gewinnen wir auch das Spiel.

Wie überraschend ist es, dass es im Spiel der beiden besten Defensiven am Ende 0:0 steht?

Wahrscheinlich nicht sehr. Trotzdem waren Chancen da. In der ersten Halbzeit hatten wir einige dicke Dinger, die wir nicht abschließen. Kann passieren. In der zweiten Halbzeit hatte Hansa auch ein paar aus dem Gewühl heraus. Basti (Sebastian Mai/Anm. d. Red.) klärt einmal in letzter Sekunde, einer streift knapp vorbei. Am Ende geht so ein 0:0 in Ordnung.

Sie sprechen die Chancen in der ersten Halbzeit an. Woran liegt es, dass Dynamo das zweite Spiel hintereinander kein Tor erzielt? Fehlt derzeit die Entschlossenheit?

Ich glaube nicht, dass es an der Entschlossenheit liegt. Die Jungs vorne sind heiß und wollen unbedingt das Tor machen. Sie arbeiten viel. Die Kritik will ich nicht gelten lassen. Andere könnten ja auch Tore schießen, ich hatte selbst zwei Schusschancen. Mit etwas mehr Glück oder besserer Tagesform gehen die Dinger rein. Heute hat es nicht sein sollen, mir ist aber nicht angst und bange. Ich bin mir schon relativ sicher, dass wir gegen Unterhaching nächste Woche wieder ein Tor schießen werden.

Sie haben nach fast zwei Monaten ihr Comeback in der Startformation gefeiert. Wie hat es sich angefühlt?

Es war sehr schön, auch als ich Ende der Woche schon mitgeteilt bekommen hatte, dass ich wieder in der Startelf stehe. Gerade bei dem Spiel heute gibt es nichts Schöneres. Es hätte mich gefreut, wenn wir es mit einem Sieg gekrönt hätten. Ich bin aber froh, dass ich wieder dabei bin und 90 Minuten durchhalten konnte.

Sie sind keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Wie geht es der Schulter?

Die Schulter ist wieder voll belastbar. Es hat seine Zeit gebraucht, aber das Testspiel gegen Jena und die 90 Minuten heute haben mir gut getan. Es wird von Woche zu Woche besser.

Die Höhepunkte der Partie zum Nachsehen:

MagentaSport zeigt alle Spiele der 3. Liga live und in der Konferenz.

Was ist der Punkt im Spitzenspiel gegen den Zweiten Hansa Rostock wert?

Das wird man am Ende sehen. Jetzt bleiben wir weiterhin oben und die Nummer Eins, sind nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Vor der Länderspielpause hatten wir ein ähnlich enges Spiel in München, das haben wir verloren. Heute haben wir den Punkt hier behalten. Natürlich hätten wir gern gewonnen, das wäre auch möglich gewesen. Aber so nehmen wir den Punkt mit und werden am Ende sehen, was er wert ist.

Dynamo führt mit 59 Punkten die Tabelle an, Rostock und Ingolstadt sind einen bzw. zwei Zähler dahinter. Enger kann es für den neutralen Zuschauer nicht zugehen. Wie wichtig ist daher, die Tabellenführung verteidigt zu haben?

Es ist schon wichtig, weil wir es weiter in der eigenen Hand haben und nicht auf andere angewiesen sind. Klar ist es eng und wir würden uns mehr Abstand wünschen. Aber es ist nun einmal so. Die anderen Mannschaften haben auch Qualität. 1860 München (Vierter mit 51 Punkten/Anm. d. Red.) schiebt nach. Man muss auf der Hut sein, das Schöne aber ist: Wir müssen auf niemanden hoffen und können einzig auf uns gucken. Es liegt in unserer Hand und wir wollen es bis zum Ende durchziehen.

Sie sind sehr erfahren, haben viele Spiele in der 2. Bundesliga und 3. Liga absolviert. Worauf kommt es im Saisonfinale an?

Nerven behalten. Unsere Leistung stimmt, wir haben uns stabilisiert und bekommen wenig Gegentore. Das ist schon mal ein Maßstab, an dem wir uns orientieren können. Die kleinen Highlights vorne kommen wieder. Da bin ich mir ganz sicher. Wir sind uns unserer Stärke bewusst, stehen nicht umsonst nach 30 Spieltagen da oben. Das ist auch eine Auszeichnung. Jetzt werden wir die letzten acht Spiele durchziehen und am Ende auch oben stehen. Wichtig ist, dass unsere Leistung stimmt.

Weiterführende Artikel

Dynamo: Torwart Wiegers fällt lange aus

Dynamo: Torwart Wiegers fällt lange aus

Der 30-Jährige verletzte sich im Training schwer am rechten Knie und muss operiert werden. Vorher sendet er eine klare Botschaft an die Mannschaft.

Deshalb hat Dynamo keinen Grund zur Panik

Deshalb hat Dynamo keinen Grund zur Panik

Die Dresdner bleiben nach dem 0:0 gegen Rostock der Tabellenführer. Fünf Gründe, die jetzt erst recht für Dynamo sprechen – eine Analyse.

Dynamo: hinten stark, vorn mangelhaft

Dynamo: hinten stark, vorn mangelhaft

Der Tabellenführer der 3. Liga verteidigt im Spitzenspiel gegen Rostock das 0:0, bleibt offensiv aber einiges schuldig. Die Spieler in der Einzelkritik.

Dynamo: Was das 0:0 im Top-Spiel bedeutet

Dynamo: Was das 0:0 im Top-Spiel bedeutet

Mit dem Unentschieden gegen Hansa Rostock verteidigen die Dresdner die Tabellenspitze. Der Trainer ist zufrieden - unter einer Bedingung. Die erste Analyse.

Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann und Dynamo-TV gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

Das Spitzenspiel gibt es hier im Liveticker noch einmal zum Nachlesen.

Alles Wichtige und Wissenswerte rund um Dynamo - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB, und immer mit Gewinnspiel. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Mehr zum Thema Dynamo