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Dynamo verliert Heimspiel gegen Zwickau

Trotz einer frühen Führung unterliegen die Dresdner dem FSV mit 1:2. Doch das Ergebnis ist nicht der einzige Schock - der Liveticker zum Nachlesen.

Dynamo stolpert wie Kapitän Sebastian Mai (vorn) gegen Zwickaus Maximilian Wolfram.
Dynamo stolpert wie Kapitän Sebastian Mai (vorn) gegen Zwickaus Maximilian Wolfram. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Aus! Die Gäste aus Zwickau jubeln im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Sie haben sich von dem frühen Rückstand durch das Tor von Philipp Hosiner nicht verunsichern lassen, sondern drehten die Partie. Dynamo fiel offensiv zu wenig ein, um sich wenigstens einen Punkt zu verdienen. Es ist bereits die zweite Niederlage in dieser Saison für den Zweitliga-Absteiger, der mit solchen Leistungen den direkten Wiederaufstieg kaum schaffen kann.

So lief das Spiel - der Liveticker zum Nachlesen:

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90+1: Und nun haben sie auch noch Pech: Kapitän Sebastian Mai hat erst mit seinem Seitfallzieher aus 23 Metern kein Glück (89.) - und sein Freistoß in der Nachspielzeit klatscht an den Pfosten. 

87. Minute: Hosiner kommt im Strafraum zum Kopfball - aber FSV-Torwart Johannes Brinkies ist vor Daferner am Ball. 

83. Minute: Es muss bald etwas passieren, wenn Dynamo dieses Sachsenderby noch drehen will. Doch das scheint sowieso schon unrealistisch. Und selbst für ein Unentschieden muss ein Tor her - aber wie? Standards helfen bisher auch nicht. Stefaniaks Ecken passen nicht.

75. Minute: Dynamo ist jetzt besser, aber die klaren Chancen fehlen noch. Ein Schuss von Meier wird durch Frick geblockt (72.). Die Zwickauer lauern auf Konter - die Schwarz-Gelben müssen offensiv noch mehr riskieren und gleichzeitig defensiv achtsam bleiben.

68. Minute: Die Dresdner sind jetzt am Drücker. Kauczinski erhöht das Risiko: Für Außenverteidiger Becker kommt Angreifer Daferner. Dynamo jetzt mit zwei Spitzen. 

62. Minute: Dynamo nimmt selbst die Einladung zum Ausgleich nicht an. Jensen verunglückt der Rückpass, Hosiner hat freie Bahn, verpasst aber sowohl den Abschluss als auch das Zuspiel auf den mitgelaufenen Stefaniak. FSV-Verteidiger Stanic kann klären.

Dynamos Agyemang Diawusie (l.) versucht es, kommt aber wie hier gegen Zwickaus Manfred Starke nur selten durch.
Dynamos Agyemang Diawusie (l.) versucht es, kommt aber wie hier gegen Zwickaus Manfred Starke nur selten durch. ©  dpa/Robert Michael

55. Minute: So geht vielleicht noch was. Dynamo wirkt nach der Pause bisher präsenter. Nach Flanke von Becker hat Stefaniak die Chance - ein Kopfballungeheuer ist der 1,78 Meter große Mittelfeldspieler nicht - vorbei. Aber Vorsicht! Zwickau bleibt gefährlich. Maximilian Wolfram trifft per Ecke die Latte. 

46. Minute: Es kommt nicht Daferner, sondern Marvin Stefaniak. Er ersetzt Vlachodimos. Kann der Rückkehrer die Akzente setzen, um mit Dynamo das Spiel zu drehen? Der Wechsel wird mit Beifall quittiert.

Gleich geht es weiter: Wie reagiert der Trainer? Er könnte Christoph Daferner bringen und auf zwei Stürmer umstellen. Weihrauch kommt im Zentrum offensiv bisher nicht zum Zuge. Gut gebrauchen könnte Dynamo auch einen Mentalitätsspieler wie Marco Hartmann, doch der fehlt wegen muskulärer Probleme. "Ich bin kurz davor, ins Mannschaftstraining einzusteigen", sagt er am Mikrofon von Magenta-TV. Er berichtet, dass Löwe auf dem Weg ins Krankenhaus ist. "Ich glaube nicht, dass so etwas spurlos an der Mannschaft vorbeigeht", meint Hartmann. "Trotzdem ist das keine Erklärung dafür, dass die letzten 30 Minuten so schwach waren."

Pause: Dynamo liegt zurück und wird mit Pfiffen in die Kabine geschickt. Zwickau ist das bessere Team, hat den frühen Rückstand nicht nur gut weggesteckt, sondern danach selbst die Initiative übernommen. Die Dresdner sind hinten anfällig und vorn harmlos.

40. Minute: Dynamo tut sich weiter schwer. Ein Freistoß von Patrick Weihrauch geht weit drüber - das ist zu harmlos, Zwickau deutlich aggressiver und zielstrebiger, führt verdient.

30. Minute: Jetzt ist es passiert. Erst hat König aus Nahdistanz eine hundertprozentige Chance ausgelassen - zu hoch (27.). Doch der Zwickauer Druck wird immer stärker, Dynamo lässt den Gegenspielern zu viel Platz. Den nutzen Manfred Starke für die Eingabe - Leon Jensen kommt im Rückraum frei zum Schuss. Torwart Kevin Broll ist machtlos. Die Dresdner liegen zurück.

25. Minute: Die Gäste sind besser im Spiel und keineswegs defensiv ausgerichtet. Sie haben durch Ronny König eine weitere Chance, aber dessen Schuss geht knapp vorbei (18.). Dynamo muss den Kampf annehmen, Zwickau ist bissiger.

Bitter für Dynamo: Chris Löwe muss von Sanitätern auf einer Trage vom Platz getragen werden. Der Linksverteidiger ist wohl schwerer verletzt.
Bitter für Dynamo: Chris Löwe muss von Sanitätern auf einer Trage vom Platz getragen werden. Der Linksverteidiger ist wohl schwerer verletzt. ©  dpa/Robert Michael

12. Minute: Nächster Schock für Dynamo. Chris Löwe muss ausgewechselt werden, ist vermutlich schwerer verletzt. Zwickaus Julius Reinhardt hat den 31-Jährigen buchstäblich abgeräumt. Löwe wird auf einer Trage vom Platz gebracht, für ihn spielt nun Jonathan Meier.

4. Minute: Das gibt es doch nicht. Zwickau gleicht postwendend aus. Nach einer Ecke ist Marco Schickora vor Dynamos Robin Becker am Ball und spitzelt diesen ins kurze Eck. Ausgleich. Die Partie beginnt quasi noch mal.

Erst jubelt Philipp Hosiner (M.) mit Panagiotis Vlachodimos über das Tor zum 1:0, dann gibt es den Schock: Chris Löwe (l.) muss verletzt mit einer Trage vom Platz getragen werden
Erst jubelt Philipp Hosiner (M.) mit Panagiotis Vlachodimos über das Tor zum 1:0, dann gibt es den Schock: Chris Löwe (l.) muss verletzt mit einer Trage vom Platz getragen werden ©  dpa/Robert Michael

2. Minute: Blitzstart für Dynamo. Und es ist wieder Philipp Hosiner. Nach einer schnellen Kombination über Agyemang Diawusie erhält der den Ball von Panagiotis Vlachodimos und hat keine Mühe, aus Nahdistanz zu vollenden. Dynamo führt mit 1:0.

Anstoß: Schiedsrichter dieses Sachsenderbys ist ein Sachse: Alexander Sather, 33 Jahre, aus Grimma. Von Geisterspielen hält er wenig, hat er im Gespräch mit Sächsische.de gesagt - heute sind im im Rudolf-Harbig-Stadion 999 Zuschauer zugelassen.

Das sagte Dynamos Trainer Markus Kauczinski bei Magenta-TV vor dem Spiel: "Zwickau ist eine kampfstarke Mannschaft, sehr robust, sehr kompakt. Das wird ein Kampfspiel auf Augenhöhe. Wir hoffen, dass wir im Spiel nach vorne mutig sind und unsere Chancen nutzen."

Kauczinski lässt trotz der englischen Woche kaum "rotieren", verändert die Startelf im Vergleich zum 1:0-Sieg beim VfB Lübeck am Samstag lediglich auf zwei Positionen. Wie bereits bei der Pressekonferenz am Montag angedeutet, kehrt Robin Becker nach seiner Zwangspause wegen eines Muskelfaserrisses zurück, für ihn muss Max Kulke zunächst draußen bleiben. Ebenfalls von Anfang an dabei ist Panagiotis Vlachodimos, der für Ransford-Yeboah Königsdörffer spielt. "Die beiden jungen Spieler waren ein bisschen müde, ihnen hat die Frische gefehlt", begründet der Chefcoach seine personellen Wechsel. Kulke und Königsdörffer sind erst 19 Jahre alt.

Es fehlen weiterhin Luka Stor (Bänderriss), Justin Löwe (Schulter-OP), Marco Hartmann (muskuläre Probleme und Pascal Sohm (Sprunggelenksverletzung).

Dynamo beginnt also mit: Broll - Becker, Mai, Knipping, C. Löwe - Will, Stark - Weihrauch - Diawusie, Hosiner, Königsdörffer.

Zwickau ist gut in die neue Saison gestartet, hat bereits sieben Punkte geholt. Allerdings gab es am Samstag einen Dämpfer mit dem 1:2 im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen. Dabei sah Maurice Hehne nach einem vermeidbaren Foul bereits in der vierten Minute die Rote Karte. "Wir müssen solche Spiele ziehen und daraus lernen", meinte Trainer Joe Enochs danach.

Dynamo geht dagegen nach dem 1:0-Sieg beim VfB Lübeck mit einem Erfolgserlebnis in das Ost-Duell. "Den Schwung nehmen wir mit", sagte Paul Will nach der Partie - mahnte jedoch zugleich: "Zwickau wird auch nicht einfacher. Aber wir haben eine kleine Siegesserie gestartet. Deswegen gehen wir motiviert, voller Freude und mit einem Tick mehr Selbstvertrauen da rein."

In der DDR-Oberliga waren Dynamo und Zwickau Dauer-Rivalen. Insgesamt gab es 50 Duelle, von denen die Schwarz-Gelben 29 gewannen und neun verloren. Nach der Wende traf man sich seltener, die letzte Partie am 9. März 2002 in der viertklassigen Amateuroberliga gewann Dynamo in Zwickau klar mit 4:0 und stieg am Ende der Saison unter Trainer Christoph Franke in die Regionalliga auf.

Dynamos neue Mannschaft: alle Spieler und Trainer im Kurzporträt.

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