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Transfer geplatzt: Traoré wechselt nicht zu Dynamo

Die Verhandlungen mit dem Ex-Gladbacher hatten sich lange hingezogen. Nun wurden sie beendet. Suchen die Dresdner jetzt weiter nach einer Verstärkung?

Von Daniel Klein
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Muss sich weiter einen neuen Verein suchen: Ibrahima Traoré. Dynamo verpflichtet den Ex-Gladbacher nicht.
Muss sich weiter einen neuen Verein suchen: Ibrahima Traoré. Dynamo verpflichtet den Ex-Gladbacher nicht. © Jan Huebner

Dresden. Die sich hinschleppenden Verhandlungen waren kein gutes Zeichen. Seit gut einer Woche wurde über den Wechsel von Ibrahima Traoré zu Dynamo mehr als nur gesprochen, nachdem der bisherige Bundesliga-Profi von Borussia Mönchengladbach vier Tage lang zum Probetraining in Dresden war.

Nach Informationen von Sächsische.de steht nun fest: Dynamo wird Traoré nicht verpflichten. Die finanziellen Vorstellungen der beiden Seiten lagen offensichtlich zu weit auseinander. Dynamo-Trainer Alexander Schmidt hatte in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass er ihn rein aus sportlicher Perspektive gerne im Kader haben würde. Er betonte aber auch, dass es in allen Bereichen passen müsse. „Wir dürfen unser Gehaltsgefüge nicht total sprengen“, warnte Schmidt. „Da müssen wir bestimmte Maßstäbe einhalten.“

Mit 33 Jahren ist Traoré in einem – für Fußball-Profis – fortgeschrittenen Alter, andererseits hat er die vergangenen 14 Jahre in der Bundesliga verbracht. Da gewöhnt man sich an ein gewisses Gehaltsniveau. Womöglich gab es aber auch unterschiedliche Auffassungen zur Vertragslaufzeit.

In den vergangenen beiden Spieljahren brachte er es gerade einmal auf zwei Startelf-Einsätze für Borussia Mönchengladbach, davor war er immer wieder verletzt: Sprunggelenk, Adduktoren, Leisten-OP, Muskelfaser- und Sehnenriss – irgendwas war immer. In den sieben Jahren in Gladbach kam er auf 555 Verletzungstage, das letzte Mal Stammspieler war er in der Saison 2015/16. „In meiner besten Zeit war ich leider oft verletzt“, erklärte Traoré kürzlich in einem Interview mit der Rheinischen Post.

Nach 175 Spielen in der Bundesliga und dem Aus in Mönchengladbach sah er seine Zukunft eigentlich nicht mehr in Deutschland. „Vielleicht ist es gut, noch mal was anderes zu machen“, erklärte er. Daraus wurde offensichtlich nichts.

Dass ich Dynamo nach den geplatzten Verhandlungen mit Traoré weiter auf dem Markt umschaut, ist unwahrscheinlich. "Wenn, dann brauche ich ihn jetzt sofort und nicht in drei oder vier Wochen“, hatte Schmidt angesprochen auf die sich hinziehenden Gespräche mit Traoré erklärt. Er sollte die Lücke schließen, die durch die Verletzungen von Brandon Borrello (Fußbruch) und dem Kreuzbandriss von Panagiotis Vlachodimos entstanden war.