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Dynamo rechnet zum Start mit 10.000 Fans

In der zweiten Liga wollen die Dresdner wieder vor Zuschauern spielen. Warum der Aufsteiger trotzdem darauf verzichtet, Jahreskarten anzubieten.

Komplett leer wird das Rudolf-Harbig-Stadion in der neuen Saison bei Dynamos Heimspielen sicher nicht sein. Doch auf einen Jahreskartenverkauf verzichtet der Verein trotzdem - vorerst.
Komplett leer wird das Rudolf-Harbig-Stadion in der neuen Saison bei Dynamos Heimspielen sicher nicht sein. Doch auf einen Jahreskartenverkauf verzichtet der Verein trotzdem - vorerst. © dpa

Dresden. Ob bei der Fußball-EM, den Handballern des HC Elbflorenz, den Footballern der Dresden Monarchs - überall dürfen wieder Zuschauer in die Stadien und Hallen. Das weckt auch bei den Dynamo-Anhängern die Hoffnung, nach der Sommerpause ins Rudolf-Harbig-Stadion zu dürfen. Wie viele der gut 32.000 Plätze zum Saisonstart Ende Juli besetzt werden dürfen, kann jetzt aber noch niemand sagen.

Dynamo ist laut Geschäftsführer Jürgen Wehlend vorbereitet. "Wir gehen von einem Stufenkonzept aus. Danach könnten wir am Anfang der Saison mit unserem bestehenden Hygienekonzept mit 10.000 Zuschauern starten und die Kapazität dann sukzessive hochfahren. Das ist zurzeit unsere Prognose", so Wehlend. Das war auch Teil eines Modellprojektes. "Wir planen aber immer mit mehreren Szenarien."

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Die Unsicherheit ist trotz sinkender Inzidenz weiter groß. Deshalb verkauft der Zweitligist auch keine Jahreskarten - zumindest vorerst. "Die sollte man nur dann anbieten, wenn man das auch gesichert kann", findet Wehlend. "Alles andere wäre nicht seriös. Deshalb werden wir nur Tageskarten verkaufen - bis gesichert ist, dass wir das Stadion mit der vollen oder einer hinreichenden Kapazität befüllen können. Vielleicht ist in der Winterpause der Verkauf von Halbjahreskarten möglich."

Wirklich faire Lösungen nicht realisierbar

Seit dem Zweitliga-Aufstieg 2016 hatte der Verein immer das selbstgesetzte Dauerkartenlimit von 18.000 Tickets verkauft. Allein für den K-Block gibt es nun 6.000 Jahreskartenanrechte, die Blöcke D, J, und L/M wären zu 96 Prozent belegt. Bei den bestehenden Hygienekonzepten mit Mindestabständen und leeren Plätzen sind diese Kontingente jedoch nicht umsetzbar.

„Wir haben diverse Optionen wie Umsetzungen und Auslosungen für unsere Jahreskarteninhaber der Saison 2019/20 geprüft. Letztlich mussten wir aber einsehen, dass wirklich faire Lösungen nicht realisierbar wären. Mit dem Erwerb einer Dauerkarte geht nun einmal der rechtliche Anspruch und die berechtigte Erwartung einher, wirklich alle Dynamo-Heimspiele besuchen zu können. Da dies absehbar nicht möglich ist, wäre eine Enttäuschung faktisch vorprogrammiert", so Wehlend.

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Für das erste Heimspiel mit Zuschauern wird es laut Dynamo ein ähnliches Procedere geben wie bei der Partie gegen den SV Waldhof Mannheim Ende September vergangenen Jahres, als 10.035 Zuschauer im Harbig-Stadion waren. Damals gab es ein priorisiertes Vorkaufsrecht für Mitglieder und Jahreskarteninhaber der Saison 2019/20.

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