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Dynamo

Nachwuchschef sorgt sich wegen Corona

Fast sechs Monate müssen auch Dynamos Talente in diesem Jahr aussetzen. Die Unterbrechungen könnten den Einstieg bei den Profis erschweren, glaubt Jan Seifert.

Dynamos Nachwuchschef Jan Seifert sorgt sich um die langfristigen Folgen der Corona-Spielpause.
Dynamos Nachwuchschef Jan Seifert sorgt sich um die langfristigen Folgen der Corona-Spielpause. ©  Christian Juppe

Dresden. Die Drittliga-Profis von Dynamo eilen derzeit von Sieg zu Sieg, bei den Nachwuchsmannschaften des Vereins sieht es ganz anders aus. Sie sind nicht etwa erfolglos und verlieren ein Spiel nach dem anderen. Sie spielen vielmehr überhaupt nicht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) sowie der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hatten entschieden, wegen der Corona-Schutzmaßnahmen den Spielbetrieb im gesamten Nachwuchs- und Amateurbereich im Dezember auszusetzen.

Dadurch fehle der Höhepunkt am Ende jeder Woche, also das zentrale Element, erklärt Dynamos Nachwuchschef Jan Seifert in einem Interview auf der Vereinshomepage. Darauf würden die Jungs mit ihren Trainern normalerweise täglich hinarbeiten, auf den Wettkampf mit den besten ihrer Liga sei alles ausgerichtet. Das fällt nun weg. Auf der anderen Seite empfindet Seifert es als "Glück und Privileg, dass wir als Leistungszentrum zumindest noch den Trainingsbetrieb aufrechterhalten dürfen".

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"Da stand der Fußball mal nicht im Mittelpunkt"

Für die Talente ist es bereits die zweite Auszeit durch Corona. Die Phase im Frühjahr bezeichnet der ehemalige Verteidiger rückblickend aber sogar als Gewinn. "Es hat den Spielern in gewisser Weise gut getan, weil sie mal richtig durchschnaufen und auf andere Gedanken kommen konnten. Der Fußball stand mal für ein paar Monate nicht im Mittelpunkt", erklärte der 52-Jährige.

Mit der erneuten Saisonunterbrechung sei die Pause jedoch "in der Summe einfach zu lang. Wenn wir alle Unterbrechungen zusammenzählen, dann kommen wir bis zum Ende des Jahres auf eine Wettkampfpause von fast sechs Monaten." Das könne sich auf die "körperliche und seelische Resistenz eines jungen Leistungssportlers auswirken, der sich eines Tages mal im umkämpften Profi-Fußball behaupten soll". Die genauen Konsequenzen könne man aber erst in ein paar Jahren analysieren.

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Konsequenzen hat die Unterbrechung auch für die Profis von Dynamo. Für das ursprünglich für den 18. November angesetzte Achtelfinalspiel im Sachsenpokal gegen Oberligist International Leipzig gibt es so vorerst weiterhin keinen neuen Ansetzungstermin.

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