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Dynamo: Wer kommt, wer geht, wer bleibt?

Nach dem Aufstieg kann Dynamo Dresden den Kader für die Zweitliga-Saison planen. Es gibt Wackelkandidaten - und schon einen Kandidaten als Neuzugang.

Dynamos Aufstiegsmannschaft wird in dieser Zusammensetzung nächste Saison nicht in der 2. Liga spielen. Ein großer Umbruch steht aber auch nicht bevor.
Dynamos Aufstiegsmannschaft wird in dieser Zusammensetzung nächste Saison nicht in der 2. Liga spielen. Ein großer Umbruch steht aber auch nicht bevor. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Der Aufstieg ist geschafft, nur eine Frage noch ungeklärt – ob Dynamo am Samstag auch Drittliga-Meister wird. Die Personalplanungen für die neue Saison laufen längst, nun können auch Entscheidungen getroffen werden. Die wichtigste wäre, ob Cheftrainer Alexander Schmidt bleibt. Er selbst würde gerne, Sport-Geschäftsführer Ralf Becker kündigte im Interview mit Sächsische.de Gespräche mit ihm an. Am Donnerstag kommen beide zur Pressekonferenz vor dem Drittliga-Finale gegen Wehen Wiesbaden. Gut möglich, dass da die Verlängerung bereits verkündet wird. Doch wie sieht es beim Kader aus? Hier ein Überblick:

Wer soll bleiben?

Die Liste ist lang, umfasst 18 Namen: Kevin Broll, Patrick Wiegers, Kevin Ehlers, Tim Knipping, Sebastian Mai, Chris Löwe, Robin Becker, Yannick Stark, Paul Will, Julius Kade, Patrick Weihrauch, Heinz Mörschel, Panagiotis Vlachodimos, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Agyemang Diawusie, Christoph Daferner, Philipp Hosiner und Pascal Sohm. Ob tatsächlich alle in Dresden bleiben, die einen Vertrag haben, ist jedoch unklar. So dürften gerade die noch jungen Ehlers (20 Jahre), dessen Marktwert von einer Million Euro der höchste im Dynamo-Kader ist, und Königsdörffer (19) das Interesse anderer Vereine gewecket haben.

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Etwas speziell ist die Situation beim erst im Winter verpflichteten Leroy Kwadwo. Dessen auslaufender Vertrag erhält eine Option auf Verlängerung. Die erste Bedingung, der Aufstieg, wurde erfüllt. Die zweite, zwölf Einsätze über mehr als 45 Minuten, nicht. Der Abwehrspieler kommt bisher auf sieben. Womöglich verlängert Dynamo aber trotzdem mit ihm.

Wer sind die Wackelkandidaten?

Der prominenteste ist Marco Hartmann. Der dauerverletzte Ex-Kapitän, der in dieser Saison nur acht Mal auf dem Platz stand, hatte mehrfach erklärt, dass er vor der geplanten Weltreise mit seiner Familie noch eine Saison dranhängen möchte. „Wir schätzen ihn sehr und werden uns vernünftig austauschen“, sagte Becker zum 33-Jährigen. Zuletzt hatte ihn Schmidt als Verantwortlichen für Standards ins Training eingebunden. Falls Hartmann noch einen Einjahres-Vertrag bekommen sollte, dann einen stark leistungsbezogenen. Offen ist zudem, ob Rückkehrer Niklas Kreuzer bleiben darf oder bereits nach einer Alternative gesucht wird.

Luka Stor hatte zwar bis 2023 bei Dynamo unterschrieben, durchsetzen konnte sich der Stürmer in den vergangenen zwei Jahren jedoch nicht, war zwischenzeitlich bereits ausgeliehen. Hinzu kommt, dass der Slowene als einziger Profi Verständigungsprobleme hat. Gut möglich also, dass Dynamo ihn zu einer Auflösung des Vertrages bewegen will. Der Kontrakt von Stefan Kiefer, hinter Broll und Wiegers die Nummer drei im Tor, läuft aus. Der Verein wird das Talent aber sicher weiter an sich binden wollen.

Wer verlässt Dynamo?

Die Leihspieler Jonathan Meier (Mainz) und Marvin Stefaniak (Wolfsburg) gehen „Stand jetzt zu ihren Vereinen zurück“, so Becker. Die Entscheidung liege bei den Bundesligisten. Die müssten vor einer weiteren Leihe jedoch beide zunächst die Verträge mit den Spielern verlängern. Oder es wird bei einem Wechsel eine Ablöse fällig. Im Fall Stefaniak stellt sich jedoch die Frage: Will Dynamo ihn überhaupt halten?

Anders ist die Lage bei Maximilian Großer, Justin Löwe und Max Kulke. Das Trio kam in dieser Saison kaum zum Einsatz, bei Großer und Löwe laufen zudem die Verträge aus. Alle drei haben in der 2. Bundesliga wenig Chancen, Spielpraxis zu bekommen. Sinnvoll wäre daher ein Wechsel oder eine Ausleihe.

Wo wird der Kader verstärkt?

„Ein paar Spieler werden dazukommen“, kündigte Becker an. Nach dem Kreuzbandriss von Wiegers dürfte Dynamo eine erfahrene Nummer zwei suchen, die bleibt, bis Wiegers wieder fit ist. Mit Kiefer einen 19-Jährigen auf die Bank zu setzen, wäre die Alternative. Und die ist riskant.

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Zudem wird der Kader wohl auf den Außenbahnen verstärkt – vor allem offensiv. Ein Neuzugang könnte laut Bild-Zeitung Mael Corboz vom SC Verl sein. Der US-Amerikaner war beim 0:0 kürzlich gegen Dynamo der auffälligste Spieler auf dem Platz. Aber: Sein Vertrag läuft noch bis zwei Jahre.

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