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Dynamo gewinnt wieder

Beim Debüt des neuen Trainers besiegt Dynamo den MSV Duisburg. Ein schwer erkämpfter, aber verdienter Sieg - der Liveticker zum Nachlesen.

Dynamos neuer Trainer Alexander Schmidt jubelt nach dem Tor zum 1:0. Für ihn der erhoffte Einstand in Dresden.
Dynamos neuer Trainer Alexander Schmidt jubelt nach dem Tor zum 1:0. Für ihn der erhoffte Einstand in Dresden. © dpa/Robert Michael

Dresden. Erst eine Kampfansage für die Konkurrenz, dann die nicht minder vehementen Forderungen an die eigene Mannschaft: Dynamos neuer Trainer Alexander Schmidt hat keinen Zweifel daran gelassen, was er in den nächsten vier Wochen in Dresden erreichen will. "Ich werde jeden Blutstropfen dafür geben, Dynamo Dresden in die 2. Liga zu führen", sagte Schmidt bei seiner Vorstellung.

Der Auftakt ist geglückt: Im Nachholspiel am Mittwochabend gewinnen die Dresdner mit 1:0 gegen den MSV Duisburg. Ist das die Kehrtwende nach zuletzt vier sieglosen Spielen ohne eigenen Treffer? Zumindest verbessert sich Dynamo auf den dritten Tabellenplatz und kann am Samstag mit einem weiteren Sieg im zweiten Nachholspiel in Lotte gegen Uerdingen die Tabellenführung übernehmen.

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Der Liveticker zum Nachlesen

90. Minute + 3: Abpfiff! Dynamo gewinnt 1:0. Ein schwer erkämpfter, aber doch verdienter Sieg. Und auf jeden Fall ein ganz wichtiger für die Aufstiegsambitionen der Dresdner.

90. Minute + 1: Die Nachspielzeit läuft. Und Dynamo hat alles im Griff.

88. Minute: Duisburg drängt jetzt auf den Ausgleich, Dynamos Defensive aber steht.

86. Minute: Schon mal ein vorsichtiger Blick auf die Tabelle, in der sich Dynamo bei einem Sieg auf Platz drei verbessern würde. Der Rückstand auf Ingolstadt und Platz zwei - nur noch ein Punkt. Und drei Zähler wären es noch bis zum Spitzenreiter Rostock. Heißt: Mit einem Sieg im nächsten Nachholspiel am Samstag gegen Uerdingen würde Dynamo wieder die Tabellenführung übernehmen.

80. Minute: Noch zehn Minuten. Und nun sind die Duisburger gefordert, die als Tabellen-13. noch um den Klassenerhalt bangen müssen.

77. Minute: Tor für Dynamo! Über Diawusie kommt der Ball zu Vlachodimos, der scharf in die Mitte passt - wo Daferner zur Stelle ist und zum 1:0 trifft. Es ist sein elftes Saisontor und ein ganz wichtiges.

76. Minute: Die Schlussviertelstunde hat begonnen, und nun wird's zum Nervenspiel für Dynamo. Das Unentschieden mitnehmen oder doch voll auf Sieg? Das ist jetzt die Frage.

68. Minute: Erneut ein Fehlpass im Spielaufbau von Torwart Broll, wieder eine Schuss-Chance für Duisburg. Der Versuch von Vermeij geht jedoch über das Tor. Da war für die Gäste viel mehr drin.

Tim Knipping gestikuliert nach einer vergebenen Chance.
Tim Knipping gestikuliert nach einer vergebenen Chance. © dpa/Robert Michael

67. Minute: Diesmal ein Eckball für Duisburg, den Kopfball danach pariert Broll problemlos. Das Spiel wogt jetzt hin und her.

61. Minute: Dritte Auswechslung bei Dynamo: Vlachodimos, unter Schmidts Vorgänger so gut wie ausgemustert, kommt für Hosiner.

60. Minute: Jetzt ein Freistoß, wieder in aussichtsreicher Position. Diesmal schießt Mai - und das weit über das Tor.

58. Minute: Nächste Eckball für Dynamo, nachdem Hosiner den eingewechselten Diawusie in Szene setzte und Duisburg aber klären konnte. Der Standard bleibt ungefährlich.

53. Minute: Und jetzt schon Dynamos nächster Wechsel: Kreuzer kommt für Will.

52. Minute: Gute Schuss-Chance für Will - abgeblockt.

51. Minute: Das Bemühen kann man den Dresdnern nicht absprechen, doch nach vorne fehlt letztlich die letzte Konsequenz und Genauigkeit.

46. Minute: Dynamo startet in die zweite Halbzeit mit einem Wechsel. Für den engagierten, aber glücklosen Stor kommt Diawusie ins Spiel.

2. Halbzeit

45. Minute + 1: Und jetzt pfeift der Schiedsrichter die erste Hälfte ab.

Luka Stor läuft Duisburgs Maximilian Sauer davon. Dynamos Slowene spielt sehr engagiert, vergibt aber die größte Chance in der ersten Halbzeit - und muss zur Pause raus.
Luka Stor läuft Duisburgs Maximilian Sauer davon. Dynamos Slowene spielt sehr engagiert, vergibt aber die größte Chance in der ersten Halbzeit - und muss zur Pause raus. © dpa/Robert Michael

45. Minute: Gleich ist Halbzeit - und beide Teams mit der Nullnummer gut bedient. Jeder hatte hier schon mindestens eine hochkarätige Möglichkeit. Dynamo hat etwas mehr vom Spiel, Duisburgs Angriffe sind dagegen seltener, aber meist gefährlich.

39. Minute: Duisburg stoppt einen Dynamo-Angriff mit einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze. Das heißt: Freistoß in Top-Position. Löwe schießt - und scheitert an der Mauer der Gäste.

31. Minute: Mit einer Glanzparade rettet Dynamos Torwart das 0:0. Von Mais Schulter fliegt der Ball erstaunlich scharf aufs Tor, doch Broll taucht ab und klärt die Situation.

30. Minute: Gelbe Karte für Dynamos Kapitän Mai, der gerade erst eine Gelbsperre absitzen musste und nach fünf Verwarnungen zuletzt gegen Halle fehlte.

25. Minute: Dynamos ist jetzt wieder aktiver und prompt präsenter im Duisburger Strafraum.

24. Minute: Und dann ist der Ball im Tor - doch Knippings Kopfballtreffer nach Wills Eckball lässt der Schiedsrichter nicht gelten. Er pfeift ab und entscheidet auf Foulspiel von Ehlers an seinem Gegenspieler. Maximal eine Kann-Entscheidung, kein Muss.

19. Minute: Das ist DIE Chance für Dynamo. Nach Ballgewinn von Stark spielt Will auf Daferner, der Hosiner einsetzt. Dessen flache Eingabe erreicht Stor - der aber freistehend fünf Meter vor dem Tor an Duisburgs Torwart Weinkauf scheitert. Der Abpraller landet bei einem Duisburger und wieder rettet danach Weinkauf. Und auch der nächste Abpraller findet nicht den Weg ins Tor, diesmal scheitert Kade.

Philipp Hosiner, der diesmal nicht im Angriff, sondern hinter den zwei Spitzen Daferner und Stor spielt, gegen Duisburgs Vincent Gembalies.
Philipp Hosiner, der diesmal nicht im Angriff, sondern hinter den zwei Spitzen Daferner und Stor spielt, gegen Duisburgs Vincent Gembalies. © dpa/Robert Michael

14. Minute: Die Duisburger finden zunehmend besser ins Spiel, Dynamos stürmischer Auftakt ist erst mal dahin.

12. Minute: Fehlpass von Torwart Broll beim Spielaufbau, und dann geht es ganz schnell. Doch der Schuss von Bouhaddouz landet am Pfosten - Glück für Dynamo.

6. Minute: Schon nach den ersten Minuten ist ein deutlicher Unterschied zu den beiden vorangegangen Partien zu erkennen. Dynamo setzt voll auf Offensive, präsentiert sich frischer, engagierter und entschlossener im Spiel nach vorn als zuletzt beim 0:2 in Unterhaching und der 0:3-Pleite gegen Halle.

2. Minute: Erster Blick auf Dynamos taktische Formation. Es ist so wie angenommen: Vor Broll im Tor lässt der neue Trainer mit Viererkette spielen (Ehlers, Mai, Knipping, Löwe), davor drei Mann im Mittelfeld (Kade, Stark, Will). Dazu bietet Schmidt eine Doppelspitze auf mit Daferner und Stor. Und Hosiner, eigentlich auch etatmäßiger Stürmer, agiert etwas zurückgezogen als eine Art Spielmacher hinter den beiden Angreifern.

1. Minute: Das Spiel läuft.

1. Halbzeit

18.45 Uhr: Dynamos Sportchef Ralf Becker erklärt vorm Anpfiff noch mal den Trainerwechsel: "Alex kennt die Liga, unsere Mannschaft, die Gegner. Deshalb glaube ich, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben." Und Beckers Erwartungen fürs Duisburg-Spiel: "Die Spieler wissen schon, dass die letzten Spiele nicht gut waren. Aber auf die Mannschaft lasse ich nichts kommen. Ich habe ein gutes Gefühl." Schmidt betont: "Es ist Kopfsache, und da haben wir angesetzt."

18.10 Uhr: Die mit Spannung erwartete Aufstellung ist da. Für folgende Formation hat sich Schmidt bei seinem Debüt entschieden: Broll - Ehlers, Mai, Knipping, Chris Löwe - Kade, Stark, Will - Stor, Hosiner, Daferner. Ob es taktisch tatsächlich so aussieht, wird erst mit Anpfiff klar sein. Schmidt betonte bei der Pressekonferenz am Vortag, alles sei möglich.

Die Aufstellungen - ohne Überraschungen auf Dynamo-Seite.
Die Aufstellungen - ohne Überraschungen auf Dynamo-Seite. © Jens Maßlich

Auf der Wechselbank nehmen Platz: Kiefer, Kreuzer, Kühn, Justin Löwe, Vlachodimos, Diawusie, Stefaniak. Angesichts der anhaltenden personellen Probleme ist das die erwartete, ja fast die einzig mögliche Aufstellung. Die drei zuletzt wegen Muskelfaserrissen fehlenden Kwadwo, Meier und Mörschel haben zumindest schon wieder trainiert, für sie kommt ein Einsatz aber offenbar noch zu früh. Zumal Dynamo am Samstag gegen Uerdingen schon wieder gefordert ist.

18.00 Uhr: Nach der 0:3-Niederlage gegen Halle am vergangenen Samstag ist Dynamo auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen und hat sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hansa Rostock sowie vier auf den Zweiten Ingolstadt, aber auch zwei Spiele weniger absolviert.

Schmidt ist optimistisch und redet das Team stark

Für die verbleibenden sechs Partien und den Aufstiegskampf sieht Schmidt die Mannschaft, die er als die nominell stärkste in der Liga bezeichnet, immer noch sehr gut gewappnet. "Ich treffe nicht auf ein Team, das schlecht trainiert ist. Die Mannschaft ist intakt, aber die 3. Liga ist eng. Zwischen Erfolg und Misserfolg liegt in dieser Liga ein Blatt Papier", sagt der 52-jährige Augsburger, der am Montag die Nachfolge des am Sonntagvormittag entlassenen Markus Kauczinski angetreten hat.

Alles hört auf sein Kommando: Alexander Schmidt ist Dynamos neuer Cheftrainer und das Heimspiel gegen den MSV Duisburg sein Debüt.
Alles hört auf sein Kommando: Alexander Schmidt ist Dynamos neuer Cheftrainer und das Heimspiel gegen den MSV Duisburg sein Debüt. © dpa/Robert Michael

Vor dem ersten von zwei Nachholspielen gegen den Tabellen-13. Duisburg, der noch latent um den Klassenerhalt bangen muss, will der Schmidt seine Mannschaft deshalb auch nicht mit zu viel Neuerungen überfrachten. Er fordert lediglich die Grundtugenden ein, von denen zuletzt tatsächlich wenig zu sehen war. "Es ist bekannt, wie man in der 3. Liga bestehen kann: Einsatz, Kampf, Leidenschaft, Herz, Zweikampfführung, Kompaktheit", erklärte Schmidt.

Personell und taktisch, betonte er außerdem, sei alles möglich. Sicher ist nur, dass die Langzeitverletzten Hartmann, Weihrauch, Becker, Wiegers und Großer nicht zur Verfügung stehen sowie die beiden Corona-Fälle Königsdörffer und Sohm. Dafür kehrt Mai nach Gelbsperre zurück, und die drei zuletzt wegen Muskelfaserrissen fehlenden Kwadwo, Meier und Mörschel haben am Montag zumindest schon wieder trainiert.

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