merken
Freischalten Dynamo

Dynamo gewinnt das Spitzenspiel

Wenn der Druck am größten zu sein scheint, schlägt Dynamo zu. 1:0 gewinnt der Tabellenführer gegen Wiesbaden - der Liveticker zum Nachlesen.

Tor für Dynamo und wieder jubelt Pascal Sohm. Der Stürmer bringt den Spitzenreiter in Führung.
Tor für Dynamo und wieder jubelt Pascal Sohm. Der Stürmer bringt den Spitzenreiter in Führung. © dpa/Robert Michael

Dresden. Es ist der dritte Anlauf für dieses Spiel der Zweitliga-Absteiger aus der Vorsaison: Dynamo Dresden gegen den SV Wehen Wiesbaden. Erst waren Corona-Fälle unter anderem bei Dynamos Trainer der Grund, dann der Wintereinbruch samt unbespielbarem Platz, so dass die ursprünglich als Abschluss der Hinrunde und für den 16. Januar angesetzte Partie mit zweimonatiger Verspätung stattfindet.

Dynamo gewinnt das Spitzenspiel und baut die Führung an der Tabellenspitze wieder aus. Hier der Liveticker zum Nachlesen.

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

90. Minute + 5: Abpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion. Dynamo bringt die frühe Führung über die Zeit, nachdem Wiesbaden einen letzten Freistoß in der Nachspielzeit nicht nutzen konnte. Broll hält den Kopfball sicher. Und kurz danach ist Schluss.

90. Minute: Dritter Wechsel bei Dynamo: Verteidiger Leroy Kwadwo kommt ins Spiel für den Türschützen Sohm.

89. Minute: Mal ein Entlastungsangriff von Dynamo, doch Meiers Schuss wird abgeblockt.

87. Minute: Zwischenruf aus Verl: Ingolstadt hat das 1:1 hinnehmen müssen, Dynamo baut die Spitzenposition aus.

86. Minute: Wiesbaden drückt und flankt, Dynamo steht und wehrt ab. Entschieden ist hier noch nichts.

84. Minute: Nächster Wechsel bei Dynamo, Niklas Kreuzer kommt für Königsdörffer.

82. Minute: Die Schlussphase läuft, und Wiesbaden erhöht noch mal Druck und Risiko.

80. Minute: Gut zehn Minuten sind es noch, nachdem in den vorangegangenen zehn Minuten wieder nichts passierte.

70. Minute: Nun der vierte Eckball für Dynamo (nachdem es in den ersten zehn Minuten gleich drei gegeben hatte) - ungefährlich. Unmittelbar danach wechselt Dynamo aus. Für Daferner, der mit seiner Flanke das 1:0 vorbereitete, kommt Luka Stor. Bedeutet: Dynamo setzt jetzt auf Konter, denn Stor gehört zu den schnellsten Spielern der Liga.

68. Minute: Freistoß für Dynamo in aussichtsreicher Position nach einem Foul an Kade, 22, 23 Meter entfernt vom Wiesbadener Tor. Mörschel schießt, doch Boss wehrt mit den Fäusten relativ problemlos ab.

63. Minute: Wiesbaden verzeichnet die erste Großchance, und was für eine. Nilsson setzt sich durch und kommt im Strafraum frei zum Schuss, doch Torwart Broll hält.

Das Spiel wird umkämpfter, hier Pascal Sohm mit Wiesbadens Kapitän Sebastian Mrowca im Kopfballduell.
Das Spiel wird umkämpfter, hier Pascal Sohm mit Wiesbadens Kapitän Sebastian Mrowca im Kopfballduell. © dpa/Robert Michael

60. Minute: Meldung aus Verl: Ingolstadt führt mit 1:0. Bleibt es so, rückt die Mannschaft um Ex-Dynamo Kutschke auf Rang zwei vor, zwei Punkte hinter Dresden. Mit weiteren zwei Punkten dahinter steht Hansa Rostock auf dem dritten Platz.

57. Minute: Dynamos Spielmacher Heinz Mörschel sieht die erste Gelbe Karte des Spiels - wenn man so will, die erste nennenswerte Aktion nach der Pause.

54. Minute: Fast zehn Minuten sind gespielt, passiert ist nichts. Beide Teams neutralisieren sich weitestgehend zwischen den Strafräumen, wobei jetzt Wiesbaden mehr Ballbesitz hat.

46. Minute: Die zweite Halbzeit hat begonnen und Sportchef Ralf Becker in der Pause die Taktik für Dynamo auf den Punkt gebracht: "Wir müssen sehr gut verteidigen und unsere Konterchancen, die wir auf jeden Fall bekommen werden, müssen wir zum zweiten Tor nutzen."

45. Minute: Und jetzt ist Halbzeit. Nach exakt 45:00 Minuten pfeift der Schiedsrichter ab. Fassen wir mal zusammen: Verdiente Führung für die Dynamos, die vor allem in den ersten 15, 20 Minuten dominierten - und auch danach das Geschehen kontrollierten.

40. Minute: Zurück ins Harbig-Stadion, wo das Spiel längst in ruhigen Bahnen verläuft - nach dem Vollgas-Start wenig verwunderlich. Da die Abwehr bei Wiesbadens zunehmenden Vorstößen sicher steht, ist das bislang auch kein Problem.

33. Minute: Kurzer Blick nach Verl, wo der Tabellendritte Ingolstadt zeitgleich spielt. Es steht 0:0. Verl übrigens mit Ex-Dynamo Eilers, der wie sieben weitere Spieler bei diesem Nachholspiel vom Trainer in die Anfangself rotiert wurde.

Pascal Sohm, hier gegen Wiesbadens Michel Niemeyer (l) und Jakov Medic, gehört nicht nur wegen seines Treffers zu den auffälligsten Dynamos in der ersten Hälfte.
Pascal Sohm, hier gegen Wiesbadens Michel Niemeyer (l) und Jakov Medic, gehört nicht nur wegen seines Treffers zu den auffälligsten Dynamos in der ersten Hälfte. © dpa/Robert Michael

31. Minute: Freistoß von Will, diesmal ungefährlich.

25. Minute: Die Hälfte der ersten Hälfte ist rum. Wiesbaden hat sich etwas vom Permanent-Druck befreien können, was am Grundsätzlichen nichts ändert: Dynamo kontrolliert das Geschehen, setzt jetzt aber zunehmend auf Konter. Fakt ist auch: Die Hereinnahme von Sohm, der für Hosiner in die Startelf kam, hat sich bezahlt gemacht.

21. Minute: Nächste Chance, wieder Kopfball von Sohm - diesmal zu zentral. Kein Problem für Torwart Boss.

16. Minute: Das Tor hat sich, wie es so schön heißt, tatsächlich angekündigt. Und Dynamo macht danach weiter Druck, hat Spiel und Gegner bislang komplett im Griff.

11. Minute: Die Krönung des furiosen Starts - Dynamo führt 1:0. Pascal Sohm trifft per Kopf. Vorausgegangen ist eine Bilderbuchkombination über den ganzen Platz. Torwart Broll spielt auf Innenverteidiger Ehlers, der weiterleitet auf Mittelfeldmann Will. Nach Zuspiel auf Außenbahnspieler Königsdörffer setzt dieser zum Dribbling an, zieht mit sehenswerter Finte am Gegner vorbei und passt auf Stürmer Daferner. Dessen Flanke verlängert Spielmacher Mörschel per Kopf auf Sohm, dem aus Nahdistanz problemlos die Führung gelingt.

Drei Eckbälle in den ersten zehn Minuten - auch das drückt Dynamos Überlegenheit in der Anfangsphase aus.
Drei Eckbälle in den ersten zehn Minuten - auch das drückt Dynamos Überlegenheit in der Anfangsphase aus. © dpa/Robert Michael

10. Minute: Und schon der nächste Eckball. Wieder von Will, diesmal hoch in die Mitte - abgewehrt.

8. Minute: Die Dresdner beginnen forsch und dynamisch und deutlich aggressiver als noch am Samstag gegen Saarbrücken.

6. Minute: Dynamos zweiter Eckball ist schon gefährlicher. Paul Will tritt den Standard flach Richtung Strafraumgrenze, wo Julius Kade lauert und direkt aus der Drehung schießt. Zu ungenau.

2. Minute: Großchance für Dynamo. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau Wiesbadens taucht Christoph Daferner allein vor Torwart Tim Boss auf. Der Heber über den aus seinem Tor herauseilenden Ex-Dynamo ("Es waren zwei Horrorjahre") ist richtig gut, aber nicht gut genug. Kurz vor der Torlinie köpft ihn ein Verteidiger über das Tor. Der nachfolgende Eckball bringt nichts ein.

1. Minute: Anpfiff von Schiedsrichter Steven Greif.

Was vorm Anpfiff geschah: eine Änderung in Startelf

18.50 Uhr: Dynamos Cheftrainer erklärt seine Aufstellung. Pascal Sohm sei noch mal einen Tick größer und robuster als Philipp Hosiner, deshalb die Veränderung in der Startelf. "Ich habe auch über andere Wechsel nachgedacht, doch wir hatten vier Tage zum Erholen und sind bereit", sagt Markus Kauczinski kurz vor dem Anpfiff im Interview bei Magenta Sport.

18.15 Uhr: Die Aufstellungen sind da - mit einer Veränderung bei Dynamo. Pascal Sohm, der eingewechselte Torschütze beim 1:1 vergangenen Samstag gegen Saarbrücken, rückt in die Anfangself. Für ihn muss Philipp Hosiner, neunfacher Torschütze in dieser Saison, einmal mehr zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Namentlich sieht Dynamos Startformation also wie folgt aus: Broll - Ehlers, Mai, Knipping - Will, Kade - Königsdörffer, Mörschel, Meier - Sohm, Daferner.

Zur Konstellation vor dem Spiel: Ein Spitzenspiel ist es auch diesmal, daran hat sich nichts verändert. Der Tabellenführer Dynamo trifft auf den Liga-Sechsten aus der hessischen Landeshauptstadt. Weil mittlerweile aber elf Punkte zwischen beiden Teams liegen, dürfte auch die Rollenverteilung klar sein. Dynamo ist Favorit. "Wir haben immer diesen Druck gewinnen zu wollen und vielleicht sogar gewinnen zu müssen. Das wissen wir, und das müssen wir abkönnen", sagt Cheftrainer Markus Kauczinski, doch er betont auch: "Das haben wir alle angenommen. Wir haben vom ersten Tag an das Gefühl, schon ein Unentschieden ist zu wenig."

Eine Veränderung im Vergleich zur Partie am Samstag gegen Saarbrücken gibt es bei Dynamo: Pascal Sohm rückt anstelle von Philipp Hosiner in die Anfangself.
Eine Veränderung im Vergleich zur Partie am Samstag gegen Saarbrücken gibt es bei Dynamo: Pascal Sohm rückt anstelle von Philipp Hosiner in die Anfangself. © sächsische.de

Heute würde ein weiteres Unentschieden nach dem 1:1 im vorangegangenen Spitzenspiel gegen Saarbrücken zumindest reichen, um die Tabellenführung zu verteidigen. Derzeit liegen die Dresdner mit 55 Punkten vorn, gefolgt von Hansa Rostock mit einem Zähler weniger, aber einem absolvierten Spiel mehr. Zeitgleich heute Abend bestreitet der Dritte FC Ingolstadt sein Nachholspiel beim Siebenten SC Verl. Gewinnen die Bayern, kommen sie auf 56 Punkte. Würde Dynamo also verlieren, wäre man die Tabellenführung erstmals seit Anfang Dezember wieder los.

Im Mittelpunkt diesmal, abgesehen von der Tabellenlage, sind auch die Torhüter. Mit Tim Boss steht bei Wehen Wiesbaden ein Ex-Dynamo im Tor, der in Dresden überhaupt nicht zum Zug kam und im Vorfeld des Wiedersehens von zwei Horrorjahren sprach. Zuerst konnte sich Boss nicht gegen Markus Schubert durchsetzen, der inzwischen bei Bundesligist Eintracht Frankfurt auf der Bank sitzt, im Vorjahr erhielt dann Kevin Broll den Vorzug.

Dynamos Torwarttrio in der Saison 2018/19: Patrick Wiegers, Tim Boss und Kevin Broll (von links). Heute Abend sehen sie sich wieder.
Dynamos Torwarttrio in der Saison 2018/19: Patrick Wiegers, Tim Boss und Kevin Broll (von links). Heute Abend sehen sie sich wieder. © Lutz Hentschel

Broll ist immer noch Dynamos Nummer eins - und Patrick Wiegers seit Jahren nun schon die starke, loyale Nummer zwei dahinter. Eine Führungskraft, die trotz der Ersatzrolle auch immer noch dem Mannschaftsrat angehört - und in Dresden sein privates Glück gefunden hat. Dabei hatte Wiegers seine aktive Zeit in Dresden fast schon abgehakt, war als Nummer drei hinter Schubert und Boss bzw. Broll und Boss eingeplant. Doch es kam anders. Heute Abend sieht sich das Trio nun also wieder.

Dynamos Tagesablauf bis zum Anpfiff ist klar geregelt. Um 11 Uhr hat Kauczinski im Trainingszentrum das obligatorische Anschwitzen angesetzt, eine kleine Trainingseinheit zum Einstimmen des Tages. Danach isst die Mannschaft zusammen Mittag, ehe die Spieler den Nachmittag zu Hause verbringen. 16 Uhr trifft man sich wieder zum Spieltagsessen, Spazierengehen und der letzten Besprechung. "Und dann geht es auch los", sagt Kauczinski.

Weiterführende Artikel

Bei Dynamo nur Ersatzmann - und doch eine Führungskraft

Bei Dynamo nur Ersatzmann - und doch eine Führungskraft

Patrick Wiegers hat bei den Dresdnern schon lange nicht mehr im Tor gestanden. Trotzdem ist er ein Stimmungsmacher im besten Sinne - und kein Maskottchen.

Dynamos dritter Anlauf gegen Wiesbaden

Dynamos dritter Anlauf gegen Wiesbaden

Erst Corona, dann der Wintereinbruch: Schon zweimal musste das Spiel abgesagt werden. Wie der Trainer die Mannschaft diesmal vorbereitet.

Das Problem mit dem Rasen im Dynamo-Stadion

Das Problem mit dem Rasen im Dynamo-Stadion

Der Rasen wurde erst im Dezember getauscht, erscheint aber schon wieder in schlechtem Zustand. Der Stadion-Manager nennt Gründe und sagt, wie es besser wird.

Alles Wichtige und Wissenswerte rund um Dynamo - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB, und immer mit Gewinnspiel. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Dynamos Mannschaft: alle Spieler und Trainer im Kurzporträt.

Gegner, Regeln, Sender: Das ist wichtig für Dynamo in der 3. Liga.

Mehr zum Thema Dynamo