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Dynamo jubelt zu früh - späte Niederlage in Heidenheim

Als sich die Dresdner mit dem Unentschieden zufriedengeben, trifft der Gastgeber - und besiegelt Dynamos zweite Pleite. Der Liveticker zum Nachlesen.

Viel mehr als ein Unentschieden ist offenbar nicht drin in Heidenheim. Umso größer ist der Jubel nach dem Ausgleich von Chris Löwe - auch wenn gerade er nicht jubelt.
Viel mehr als ein Unentschieden ist offenbar nicht drin in Heidenheim. Umso größer ist der Jubel nach dem Ausgleich von Chris Löwe - auch wenn gerade er nicht jubelt. © PICTURE POINT

Heidenheim. Dynamo hat das Schmidt-Treffen in der 2. Fußball-Bundesliga knapp und spät verloren. Die Dresdner unterlagen mit Cheftrainer Alexander Schmidt beim 1. FC Heidenheim, wo Frank Schmidt das sportliche Sagen hat, mit 1:2 (0:1). Der Siegtreffer der Gastgeber fiel kurz vor Schluss.

Hier der Liveticker zum Nachlesen:

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90. Minute + 5: Kurz darauf ist Schluss. Dynamo verliert 1:2 in Heidenheim durch einen späten Gegentreffer.

90. Minute +5: Noch mal Freistoß für Dynamo, und Kevin Broll ist mit im gegnerischen Strafraum. Doch auch dieser Standard bringt nichts ein.

90. Minute + 1: Vier Minuten werden nachgespielt. Und schon wieder ins Heidenheim im Angriff. Sieht schlecht aus für Dynamo.

90. Minute: Drei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit erzielt Heidenheim das 2:1. Robert Leipertz trifft im x-ten Anlauf. Zuvor landete der Kopfball seines Teamkollegen Stefan Schimmer am Pfosten.

88. Minute: Dynamos Torschütze Chris Löwe humpelt vom Feld und wird an der Seitenlinie behandelt. Noch einmal auswechseln kann der Trainer nicht.

86. Minute: Heidenheim erhöht Druck und Risiko, bringt Dynamos Abwehr nun im Minutentakt in höchste Bedrängnis. Doch immer ist ein Bein dazwischen, kann der Schuss abgeblockt werden.

85. Minute: Die Schlussphase hat längst begonnen, und Dynamo wechselt zum fünften und letzten Mal aus. Pascal Sohm kommt für Christoph Daferner.

79. Minute: Heidenheim drängt auf die Führung, und Dynamo hat Glück und Broll. Der Torwart bugsiert einen von Christoph Daferner abgefälschten Ball gerade noch über das Tor. Das Spiel droht jetzt endgültig zu kippen.

Sebastian Mai hat mit Heidenheims Stürmer Tim Kleindienst so seine Probleme.
Sebastian Mai hat mit Heidenheims Stürmer Tim Kleindienst so seine Probleme. © dpa/Stefan Puchner

76. Minute: Vierter Dynamo-Wechsel, der ein richtungsweisender ist: Der eher defensiv ausgerichtete Paul Will ersetzt den diesmal wenig auffällig spielenden Ransford-Yeboah Königsdörffer, der sich offensiv kaum behaupten konnte.

73. Minute: Heidenheim hat weiter die besseren Angriffsansätze, diesmal kommt Robert Leipertz zum Kopfball.

70. Minute: Antonis Aidonis kehrt mit blauem Kopfverband auf den Platz zurück, er kann weiterspielen.

68. Minute: Inzwischen ist Heidenheim wieder deutlich mehr am Drücker. An der Seitenlinie wird der eben eingewechselte Aidonis nach einem Zusammenprall mit Michael Sollbauer behandelt.

64. Minute: Dynamo wechselt zum dritten Mal aus, für Antonis Aidonis kommt für Michael Akoto ins Spiel.

59. Minute: Freistoß für Heidenheim, den der 1:0-Torschütze Tobias Mohr gefährlich aufs Tor bringt. Kevin Broll ist zur Stelle und kann abwehren.

Heidenheims Torwart Kevin Müller streckt sich - und hat doch keine Abwehrchance. Der Schuss von Chris Löwe bringt den Ausgleich.
Heidenheims Torwart Kevin Müller streckt sich - und hat doch keine Abwehrchance. Der Schuss von Chris Löwe bringt den Ausgleich. © dpa

51. Minute: Ausgleich! Chris Löwe erzielt das 1:1 für Dynamo. Es ist ein Spiegelbild des Heidenheimer Treffers. Diesmal machen die Gastgeber den Fehler, und wieder trifft ein Linksbeiner mit dem rechten Fuß. Löwe legt sich den Ball zurecht und vollendet überlegt.

Es ist eine Art Krönung seiner starken Leistungen in den vergangenen Wochen. Seine Erklärung: hier exklusiv im Interview mit Sächsische.de.

49. Minute: Und wieder Dynamo. Der eingewechselte Vlachodimos zieht von der Außenbahn in den Strafraum, umkurvt einen Gegenspieler und schießt - aber deutlich am Tor vorbei.

48. Minute: Gleich ein Eckball für Dynamo - der wieder nichts einbringt.

46. Minute: Die zweite Halbzeit hat begonnen - und Dynamo zweimal gewechselt. Philipp Hosiner und Panagiotis Vlachodimos sind neu im Spiel, für sie sind Heinz Mörschel und Morris Schröter in der Kabine geblieben.

1. Halbzeit:

45. Minute: Kurz vor der Pause gibt es noch mal einen Freistoß für Dynamo. Chris Löwe bringt den Ball in Richtung Strafraum, der allerdings problemlos geklärt werden kann. Und dann ist Halbzeit.

Es ist immer wieder eine zähe Angelegenheit. Auch Ransford-Yeboah Königsdörffer hat sichtlich Mühe, sich durchzusetzen.
Es ist immer wieder eine zähe Angelegenheit. Auch Ransford-Yeboah Königsdörffer hat sichtlich Mühe, sich durchzusetzen. © dpa

39. Minute: Jetzt verflacht das Spiel doch etwas, das große Tempo ist erstmal raus. Dynamo tut sich schwer, Heidenheims Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen.

31. Minute: Nächster guter Spielzug der Dresdner, wieder legt Christoph Daferner vor. Diesmal scheitert Morris Schröter per Kopf. Der nachfolgende Eckball bringt nichts ein.

28. Minute: Auch die zweite aussichtsreiche Möglichkeit für Dynamo hat Julius Kade, fast aus ähnlicher Position im Strafraum wie vor zehn Minuten schiebt er den Ball nach Ablage von Christoph Daferner am Tor vorbei.

25. Minute: Dynamo müht sich sichtlich, kommt aber nicht so recht zum Zug. Heidenheim hat das Spiel weitestgehend im Griff und verlegt sich aufs Kontern.

Michael Akoto gehört in der Anfangsphase zu den auffälligsten Dynamos, immer wieder schaltet er sich in die Offensive ein.
Michael Akoto gehört in der Anfangsphase zu den auffälligsten Dynamos, immer wieder schaltet er sich in die Offensive ein. © dpa

18. Minute: Das ist die erste Chance für die Dresdner. Nach einer Kombination über Yannick Stark und Heinz Mörschel kommt Julius Kade zum Schuss - und verfehlt das Tor nur knapp.

12. Minute: Die rund 6.000 Zuschauer sehen ein temporeiches Spiel, bei dem beide Mannschaften auf Offensive setzen. Auch Dynamo kann sich immer wieder gut in Szene setzen, ohne dass es bislang klare Tormöglichkeiten gibt.

7. Minute: Dynamo lässt sich angetrieben von knapp 700 Fans nichts anmerken und drückt aufs Tempo. Michael Akoto kommt freistehend im Strafraum an den Ball, seine Eingabe kann Heidenheim in höchster Not klären.

5. Minute: Und der nächste Vorstoß der Heidenheimer bringt die Führung. Tobias Mohr trifft von der Strafraumgrenze zum 1:0 - zugegeben, ein sehr sehenswerter Treffer. Vorausgegangen ist dem jedoch ein eklatanter Fehlpass von Sebastian Mai im Spielaufbau.

Erst spielt er den Fehlpass und dann hat Sebastian Mai keine Chance, den Schuss von Tobias Mohr abzublocken.
Erst spielt er den Fehlpass und dann hat Sebastian Mai keine Chance, den Schuss von Tobias Mohr abzublocken. © dpa

2. Minute: Gleich die Großchance für Heidenheim. Zunächst trifft Denis Thomalla die Querlatte, und Sekunden später scheitert Maurice Malone an Dynamos Torwart Kevin Broll, der mit Glanzparade dessen Schuss abwehrt.

13.30 Uhr: Die Mannschaften stehen bereit, und jetzt hat Schiedsrichter Martin Thomsen die Partie angepfiffen.

13.10 Uhr: Bei den Gastgebern fehlt Ex-Dynamo Dzenis Burnic, der von Januar 2019 bis Sommer 2020 in Dresden spielte. Er fällt mit einem Muskelfaserriss aus.

Diesmal als Zuschauer dabei: Ex-Dynamo Dzenis Burnic, hier im Gespräch mit dem Stadionsprecher kurz vorm Anpfiff, fällt mit einem Muskelfaserriss aus.
Diesmal als Zuschauer dabei: Ex-Dynamo Dzenis Burnic, hier im Gespräch mit dem Stadionsprecher kurz vorm Anpfiff, fällt mit einem Muskelfaserriss aus. © sächsische.de

13.00 Uhr: Hier ist die Aufstellung, für die sich Dynamos Schmidt entschieden hat: Broll - Akoto, Mai, Sollbauer, Löwe - Schröter, Stark, Kade - Mörschel - Königsdörffer, Daferner.

Damit steht fest, was sich mehr als andeutete: Kapitän Sebastian Mai gibt sein Startelf-Debüt in der zweiten Liga. Zuletzt überraschte der Trainer allerdings mit Aussagen, die den Verdacht nahelegen, dass Mai eine Notlösung in der Anfangsformation ist.

© sächsische.de

Verzichten muss Dynamo diesmal einmal mehr auf die verletzen oder angeschlagenen Luca Herrmann, Brandon Borrello, Patrick Weihrauch, Kevin Ehlers , Tim Knipping und Patrick Wiegers sowie auf den rotgesperrten Robin Becker.

12.30 Uhr: Frank Schmidt sitzt in Heidenheim seit fast 14 Jahren fest auf dem Trainerstuhl, Alexander Schmidt ist erst seit Ende April in Dresden, exakt sind es 139 Tage.

Würde Dresdens Schmidt ähnlich lange bei Dynamo bleiben, wäre er 2034 hier noch der verantwortliche Übungsleiter - und dann 66 Jahre alt. Das klingt reichlich utopisch. Prinzipiell vorstellen könnte sich Schmidt das allerdings schon. "Ich war 15 Jahre als Spieler beim FC Augsburg und zwölf Jahre in verschiedenen Funktionen bei 1860 München", vergleicht er. Doch die Rahmenbedingungen sind in Heidenheim deutlich andere.

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Dort wartet die Mannschaft noch immer auf den ersten Heimsieg der noch jungen Saison. Was in Dresden für große Diskussionen sorgen würde, ist an der Brenz kein Thema. Was dem Team von Frank Schmidt noch fehlt, ist die Durchschlagskraft im Angriff. Erst drei Tore sind eine magere Ausbeute, allerdings kassierte Heidenheim auch erst drei Gegentreffer. "Wir sollten nicht in Rückstand geraten, denn sie sind sehr diszipliniert", warnte der 52-Jährige. Vor allem Stürmer Tim Kleindienst dürfe man nicht "zum Leben erwecken".

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