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Mit Broll und Glück: Dynamo holt Punkt

Der SC Verl vergibt reihenweise Riesenchancen und hält dadurch Dresden an der Tabellenspitze. Ausgerechnet Justin Eilers vergibt das 1:0 - der Liveticker.

Panagiotis Vlachodimos wird im letzten Moment gestoppt. Wie ihm geht es der ganzen Dynamo-Mannschaft. Chancen erspielt sich fast nur Verl.
Panagiotis Vlachodimos wird im letzten Moment gestoppt. Wie ihm geht es der ganzen Dynamo-Mannschaft. Chancen erspielt sich fast nur Verl. © PICTURE POINT

Paderborn/Dresden. Es bleibt kuschelig eng an der Spitze der 3. Liga. Dynamo holt mit Riesenglück und dank mehrerer Paraden von Kevin Broll einen Punkt gegen den SC Verl. Auch im Spitzenspiel trennen sich Hansa Rostock und der FC Ingolstadt unentschieden. Dagegen gewinnt der TSV 1860 München mit 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern und rückt bis auf zwei Punkte an Dynamo heran. Der Liveticker zum Nachlesen:

90. + 1 - Abpfiff: Das Spiel ist aus. Dynamo verliert nicht und bleibt Spitzenreiter. Das sind die beiden guten Nachrichten des Abends. Es sind auch die einzigen.

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90. Minute: Die womöglich letzte Chance des Spiels - natürlich wieder für Verl. Lars Ritzka dribbelt in den Strafraum und schießt knapp am Pfosten vorbei.

87. Minute: Kurz vor dem Schluss kommt Marvin Stefaniak für Panagiotis Vlachodimos.

85. Minute: Es passiert nicht mehr viel. Dynamo riskiert kaum noch etwas, hat offenbar Angst, das Spiel noch zu verlieren. Aber womöglich ist es auch eine Kraftfrage.

80. Minute: Bleibt es beim 0:0, und gewinnt Hansa nicht Ingolstadt, bleibt Dynamo auch Spitzenreiter. Doch es wird immer enger an der Spitze.

75. Minute: Nur mal so - beim Hinspiel stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 3:1...

66. Minute: Ein alter Bekannter taucht im Dynamo-Strafraum auf. Nach einer feinen Kombination hat Mal Corboz Zeit, den Ball anzunehmen, doch sein Schuss geht übers Tor. Glück für den Spitzenreiter - zum wievielten Mal eigentlich?

62. Minute: Nächster Wechsel bei den Dresdnern: Philipp Hosiner, der sich kaum in Szene setzen konnte, geht vom Platz. Heinz Mörschel kommt. Vielleicht schießt er ja ein Jokertor. Wichtig wäre es, denn auf den anderen Plätzen führen Rostock gegen Ingolstadt und 1860 München gegen Ingolstadt.

60. Minute: Dynamo steht nun defensiv besser, lässt nicht mehr so viele Chancen zu. Chancen gibt es dadurch auf beiden Seiten kaum.

53. Minute: Mit dem neuen Personal läuft es zunächst etwas besser. Doch dann hat Verl die nächste Chance. Philipp Sander verzieht aus halbrechter Position jedoch deutlich.

46. Minute: Es geht weiter - und das bei den Dresdnern mit neuem Personal. Chris Löwe und Agyemang Diawusie blieben in der Kabine, für sie spielen nun Niklas Kreuzer und Luka Stor.

Dynamo-Torhüter ist in der ersten Hälfte mit Abstand der beste Dresdner,.
Dynamo-Torhüter ist in der ersten Hälfte mit Abstand der beste Dresdner,. © Foto: Picture Point/Sven Sonntag

Pause: Was Dynamo optimistisch machen könnte: Beim Hinspiel dominierte auch Verl, doch kurz vor der Pause schoss völlig überraschend Dresden das 1:0. Am Ende gewannen die Schwarz-Gelben 4:1. Das Problem dabei: Alle Torschützen vom Dezember, Julius Kade (2), Patrick Weihrauch und Ransford-Yeboah Königsdörffer, stehen heute nicht auf dem Platz.

Pause: Die erste Halbzeit ist rum. Das es noch 0:0 steht, ist aus Dresdner Sicht die erfreulichste Nachricht. Der Spitzenreiter wirkt verunsichert, es fehlen die Ideen in der Offensive. Und in der Defensive klaffen immer wieder große Löcher, es fehlt die Zuordnung.

42. Minute: Doppelchance für? Natürlich Verl! Erst schließt Mal Corboz ab, den von Tim Knipping abgefälschten Schuss lenkt Kevin Broll gerade noch über die Latte. Bei der folgenden Ecke schießt Dynamo-Verteidiger Kevin Ehlers fast ein Eigentor. Wieder ist Broll zur Stelle. Wenn der Torhüter der beste Mann ist, sagt das viel.

35. Minute: Der zweite Abschluss für Dresden: Agyemang Diawusie setzt sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe nimmt Christoph Daferner direkt, doch der Ball geht knapp am Pfosten vorbei.

32. Minute: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt hat reagiert und seine Viererkette umgebaut: Chris Löwe rückt auf die rechte Seite, Leroy Kwadwo auf die linke. Dafür rückt Agyemang Diawusie ins Mittelfeld vor, auf seine angestammte Position.

27. Minute: Christoph Daferner grätscht seinen Gegenspieler weg und sieht völlig zurecht die gelbe Karte. Es ist seine fünfte, der Stürmer fehlt damit am Samstag gegen Viktoria Köln.

25. Minute: Erster Abschluss für Schwarz-Gelb. Doch der Fernschuss von Yannick Stark ist kein Problem für Verls Torhüter Robin Brüseke.

18. Minute: Die nächste Chance für den Aufsteiger - und was für eine! Justin Eilers kommt aus fünf Metern völlig frei zum Kopfball, trifft aber den ausgestreckten Arm von Kevin Broll. Von dort geht der Ball an die Latte. Das ist normalerweise das 1:0.

7. Minute: Nun hat auch Justin Eilers seinen ersten Abschluss. Sein Versuch ist aber sehr mittig platziert, Kevin Broll hat keine Mühe.

3. Minute: Verl beginnt wie beim Hinspiel in Dresden - mit viel Ballbesitz und feinen Kombinationen. Nicht mal eine Minute ist gespielt, als Mal Corboz zum ersten Mal Dynamo-Keeper Kevin Broll prüft.

Auf Krücken gestützt geht Dynamo-Kapitän Sebastian Mai an der Bank vorbei.
Auf Krücken gestützt geht Dynamo-Kapitän Sebastian Mai an der Bank vorbei. © Foto: Picture Point/Sven Sonntag

19.03 Uhr - Anpfiff: Mit drei Minuten Verspätung geht es los. Das Spiel läuft. Sebastian Mai nimmt mit Krücken auf der Tribüne Platz. Das sieht nicht gut aus.

18.55 Uhr: Kurz vor dem Anpfiff wird Ralf Becker bei Magenta Sport nach der Zukunft von Trainer Alexander Schmidt gefragt, doch Dynamos Sportdirektor lässt sich nicht locken. "Darüber sprechen nach dem Ende der Saison", sagt er. Schmidt sagt zumindest, dass er sich sehr gut vorstellen könne, länger in Dresden zu bleiben.

18.50 Uhr: Zu den Verlern, die in die Startelf rotieren, gehört auch Justin Eilers. Für den Offensivspieler wird es gegen seinen Ex-Verein ein ganz besonderes Spiel.

18.44 Uhr: Der Gegner rotiert im Gegensatz zu Dynamo ordentlich. Gleich sechs Spieler stehen neu in der Startelf von Guerino Capretti. Der pikanteste Wechsel: Stammkeeper Robin Brüseke ersetzt wieder Till Brinkmann, der bei den letzten beiden Partien im Verler Kasten stand.

18.37 Uhr: Schiedsrichter der Partie ist Martin Speckner aus Schloßberg (Bayern). Der 25-Jährige hat in dieser Saison schon ein Spiel mit Dynamo-Beteiligung geleitet - und das ist kein gutes Omen: Speckner pfiff die 0:3-Niederlage beim FC Bayern München II.

18.31 Uhr: Gegenüber dem 2:0-Sieg am Samstag gegen den KFC Uerdingen rücken Leroy Kwadwo und Chris Löwe in die Startelf. Auf der Ersatzbank rückt Justin Löwe nach.

18.17 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung da - und es gibt noch eine schlechte Nachricht: Neben Mai fällt zudem Julius Kade aus. Der Mittelfeldspieler ist angeschlagen und wird vorsichtshalber geschont. So könnte Dynamo auflaufen:

Broll - Diawusie, Ehlers, Knipping, C. Löwe - Will, Stark - Kwadwo, Hosiner, Vlachodimos - Daferner.

Diese Spieler stehen heute im Kader.
Diese Spieler stehen heute im Kader. © Foto: SZ/Tino Meyer

18.00 Uhr: Die Aufstellungen sind zwar noch nicht da, doch eine Personalie ist bereits durchgesickert: Bei Dynamo muss der Kapitän passen. Sebastian Mai hat sich am linken Knie verletzt. Eine genaue Diagnose soll in den nächsten tagen folgen.

Dynamo-Trainer interessiert die Tabelle nicht

Die Tabellenkonstellation interessiert Dynamos Trainer überhaupt nicht. Und auch dass die Verfolger direkt aufeinandertreffen und der Vorsprung bei einem eigenen Sieg definitiv größer wird, kümmert ihn nicht. "Das ist mir alles egal, denn wir haben es in der eigenen Hand. Irgendwann schauen wir mal auf die Tabelle, jetzt aber nicht", sagt Alexander Schmidt. Sein Fokus sei allein auf Verl ausgerichtet, er denke immer nur an das nächste Spiel. "Das will ich auch vorleben", betont er - und verweigert deshalb eine Antwort auf die Frage, wieviel Punkte zum Aufstieg am Ende nötig sein werden.

Es geht also allein um Verl - für Dynamo zugleich ein Wiedersehen mit Justin Eilers. Dynamos Aufstiegsheld aus dem Jahr 2016, immer noch überaus beliebt in Dresden, spielt seit dieser Saison beim Aufsteiger - und kommt immer besser in Fahrt. Vor knapp vier Wochen traf der Torjäger in drei Spielen hintereinander. Und am 30. Spieltag erlebte Eilers, der seit seinem Abgang 2016 von Dynamo immer wieder verletzt war, erstmals seit langer Zeit ein Spiel vom An- bis zum Abpfiff auf dem Platz.

Paderborn, wo Dynamo heute Abend gegen den SC Verl spielt, ist traditionell eine katholisch geprägte Stadt. Vor dem Stadion wird an den Hl. Franziskus erinnert.
Paderborn, wo Dynamo heute Abend gegen den SC Verl spielt, ist traditionell eine katholisch geprägte Stadt. Vor dem Stadion wird an den Hl. Franziskus erinnert. © Foto: SZ/Tino Meyer

"Es war das erste Spiel seit vier Jahren, in dem ich über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand", sagte der mittlerweile 32-Jährige danach, betonte ein Stück weit stolz auf sich selbst zu sein, und meinte: "Ich spüre, dass mein Körper von Woche zu Woche besser in Form kommt, besser funktioniert. Das tut dem Selbstvertrauen gut. Dann belohnt man sich auch mit Toren." Könnte glattweg als kleine Kampfansage durchgehen.

Mit Tabellenplatz sieben hat Verl bislang eine starke Saison gespielt, vor allem die Offensive des Aufsteigers gehört zu den Besten der Liga. 63 Tore hat die Mannschaft bereits erzielt, neun mehr als Dresden. "Das wird ein harter Brocken, doch ich habe ein gutes Gefühl", sagt Dynamos Trainer. Verl sei eine gefährliche Mannschaft, die aber auch ihre Schwäche hat. "Wir sind vorbereitet", kündigt Schmidt an.

Personell ist die Lage unverändert: Bis auf die Langzeitverletzten Hartmann, Wiegers, Becker, Weihrauch und Großer sowie die nach ihrer Corona-Quarantäne noch nicht ganz fitten Sohm und Königsdörffer stehen alle Spieler zur Verfügung.

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