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Dynamo verliert in der letzten Minute

Ein Spiel mit wenigen Chancen endet turbulent. In der Nachspielzeit verwandelt Mannheim einen Elfmeter. Zwei Dresdner sehen Rot - der Liveticker zum Nachlesen.

Der zweite Platzverweis: Diesmal sieht Kevin Ehlers nach einem Handspiel kurz vor der Torlinie Rot. Beide Hinausstellungen gehen in Ordnung. Der folgende Elfmeter entscheidet das Spiel.
Der zweite Platzverweis: Diesmal sieht Kevin Ehlers nach einem Handspiel kurz vor der Torlinie Rot. Beide Hinausstellungen gehen in Ordnung. Der folgende Elfmeter entscheidet das Spiel. © Eibner-Pressefoto

Abpfiff: Ein ganz bitterer Abend für Dynamo - nicht nur wegen des späten Gegentores. Mit Sebastian Mai und Kevin Ehlers sehen zwei Verteidiger Rot und dezimieren die ohnehin schon von Verletzungen gebeutelte Abwehr weiter. Unverdient war die Niederlage jedoch nicht.

90. + 5. Minute: Riesen-Aufregung ganz am Ende. Erst trifft Gillian Timothy Jurcher nur die Latte, einen Nachschussversuch blockt Kevin Ehlers kurz vor der Torlinie mit beiden Händen. Der Schiedsrichter zeigt dem 20-Jährigen Rot wegen der Verhinderung einer Großchance und entscheidet auf Handelfmeter. Den verwandelt Rafael Garcia sicher zum 1:0.

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90. Minute: Nur noch zwei Minuten Nachspielzeit bis zum Abpfiff. Noch hält Dynamos Defensive.

83. Minute: Mörschel hat beste Erinnerungen an Mannheim - und die liegen noch nicht so lange zurück. Vor anderthalb Wochen spielte er mit Uerdingen gegen Waldhof und schoss ein Tor.

78. Minute: Dynamo wechselt doppelt, holt mit Christoph Daferner und Philipp Hosiner beide Stürmer vom Platz. Für sie kommen Agyemang Diawusie und Winter-Neuzugang Heinz Mörschel.

Der erste Platzverweis: Schiedsrichter Lukas Benen zeigt Sebastian Mai (verdeckt) nach einer Tätlichkeit Rot.
Der erste Platzverweis: Schiedsrichter Lukas Benen zeigt Sebastian Mai (verdeckt) nach einer Tätlichkeit Rot. © Eibner-Pressefoto

74. Minute: Die Dresdner stehen jetzt natürlich defensiver, verstecken sich aber trotzdem nicht. Ransford-Yeboah Königsdörffer übernimmt den defensiven Part von Mai. Für den war es übrigens der fünfte Platzverweis in seiner Karriere.

65. Minute: Nun hat dieses Spiel doch noch seinen Aufreger. Nach einem Pfiff stellt sich der Mannheimer Dominik Martinovic vor den Ball, um einen schnellen Freistoß der Dresdner zu verhindern. Sebastian Mai zieht trotzdem voll durch, trifft aber nur die Beine des Stürmers. Der sieht Gelb, Dynamos Kapitän schickt Schiri Benen mit Rot in die Kabine. An der Entscheidung gibt es nichts zu rütteln, ein völlig unnötiger Platzverweis, Mai hat schlicht die Nerven verloren.

60. Minute: Kurz nach dem Mai-Kopfball hat auch Waldhof die erste Mini-Chance nach der Pause. Danach aber nähert sich die Partie dem Muster der ersten Hälfte an. Die Kauczinski-Vertreter versuchen es mit einem Wechsel: Pascal Sohm kommt für Marvin Stefaniak.

50. Minute: Der Wiederbeginn macht ein bisschen Hoffnung. Dynamo-Kapitän Sebastian Mai köpft nach einer Ecke neben das Tor. Immerhin.

46. Minute: Dynamos Sportchef war in der Pause noch mal bei den TV-Kollegen - und nicht sonderlich gut gelaunt: "Das Beste für uns ist das Ergebnis. Wir hatten kaum eine Chance, der Gegner war aggressiver. Allerdings haben wir auch wenig zugelassen."

Das Tempo fehlt dem Spiel nicht, aber die Höhepunkte. Von Toren ganz zu schweigen. Die Dresdner scheitern vor allem an den vielen Fehlern beim Spielaufbau, was natürlich auch am Gegner liegt, der konsequent und bissig stört. Mannheim kombiniert sich ganz ansehnlich übers Spielfeld, doch im Strafraum fehlt die Durchschlagskraft.

Halbzeit: Mit 0:0 geht es für beide Mannschaften in die Kabine. Ein logisches Ergebnis aufgrund der Chancenarmut. Kurz vor der Pause kommt Rafael Garcia noch mal zum Abschluss. Nach einem Einwurf zieht er aus 20 Meter ab, verfehlt aber das Tor. Dennoch ist Dynamo-Keeper und Ex-Mannheimer Kevin Broll wütend auf seine Vorderleute, hämmert den Ball gegen die Werbebande.

37. Minute: Tatsächlich der erste Schuss aufs Waldhof-Tor. Doch der 30-Meter-Versuch von Marvin Stefaniak landet sicher in den Armen von Timo Königsmann.

33. Minute: Ein sehr intensives Spiel - aber vor allem zwischen den Strafräumen. In den Boxen wird es selten brenzlig.

Mannheim Torwart Timo Königsmann hat in der ersten Halbzeit wenig zu tun.
Mannheim Torwart Timo Königsmann hat in der ersten Halbzeit wenig zu tun. © Foto: Jan Huebner

24. Minute: Die Waldhöfer haben mehr vom Spiel - und nun auch die erste richtige Möglichkeit. Mittelstürmer Dominik Martinovic bekommt aber nur die äußerste Fußspitze an den Ball, das reicht nicht, um ihn unter Kontrolle zu bringen.

16. Minute: Mannheims Torhüter Timo Königsmann muss zum ersten mal eingreifen. Doch einen 40-Meter-Freistoß von Marvin Stefaniak pflückt er mühelos aus der Luft.

10. Minute: Erster Wechsel, ein ganz früher also. Doch es trifft nur den Ball. Offensichtlich war da die Luft raus...

8. Minute: Erster Abschluss, doch der Schuss des Mannheimers Anton-Leander Donkor geht weit vorbei.

5. Minute: Wie gegen Kaiserslautern stören die Dresdner früh, wollen Mannheim so zu Fehlern zwingen. Die Gastgeber versuchen, sich mit langen Bällen zu befreien.

Anstoß: Dynamo spielt taktisch wie beim 4:3-Sieg gegen Kaiserslautern, also mit einer Dreier-Abwehrkette, Kwadwo ordnet sich auf der rechten Seite ein. Julius kade ersetzt im defensiven Mittelfeld den gesperrten Yannick Stark.

18.55 Uhr: In wenigen Minuten geht es los. Schiedsrichter der Partie ist Lukas Benen aus Nordhorn. Der 27-Jährige pfeift zum ersten Mal ein Dynamo-Spiel.

18.50 Uhr: Sportchef Ralf Becker äußert sich bei Magenta TV - natürlich vor allem zu Kauczinski, der weiterhin in Dresden in einem Krankenhaus behandelt wird. "Die Nachricht war für uns erst einmal ein Schock. Aber es war - auch mit der Corona-Infektion als Vorgeschichte - wichtig, dass er sich erst mal auf den Kopf hat stellen lassen. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, und wir hoffen, dass er bald wieder fit ist."

18.48 Uhr: Heiko Scholz sitzt heute an der Seitenlinie, natürlich nur als Stellvertreter des erkrankten Cheftrainers Markus Kauczinski, wird ihn auch bei der Pressekonferenz vertreten. Seinen einzigen Einsatz als Interimstrainer bei Dynamo hatte er vor gut einem Jahr. Im Dezember 2019 gab es ein 1:1 gegen Sandhausen.

18.35 Uhr: Natürlich ist die Partie im Carl-Benz-Stadion in Mannheim ein Auswärtsspiel. Doch so ein bisschen heimisch kann sich der Spitzenreiter aus Dresden trotzdem fühlen.


18.24 Uhr: Taktisch könnte Dynamos Startelf so aussehen: Broll - Mai, Ehlers, Kwadwo, Königsdörffer, Kade, Will, Meier - Stefaniak - Daferner, Hosiner.

18.08 Uhr: Die Aufstellung ist da. Mit Leroy Kwadwo steht tatsächlich ein Winter-Neuzugang in der Startelf. Der Ex-Würzburger ersetzt den gesperrten Tim Knipping in der Abwehrkette.

Eine andere wichtige Nachricht: Am heutigen Abend werden im Raum Mannheim keine Niederschläge vorhergesagt, die Temperaturen bleiben kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Der Partie droht witterungsbedingt also keine kurzfristige Absage, selbst ein Räumkommando, wie am Samstag vorm 4:3-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Harbig-Stadion im Einsatz, muss wohl nicht ausrücken.

Unter ganz besonderen Vorzeichen steht das Duell der ehemaligen Bundesligisten trotzdem: Dynamo-Trainer Markus Kauczinski konnte nicht anreisen, wird seit Montagvormittag in einem Dresdner Krankenhaus behandelt. Es gehe ihm soweit gut, zitierte der Verein den 50-Jährigen in einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag. Demnach haben die Ärzte sein Unwohlsein sehr ernst genommen und ihn einmal komplett durchgecheckt.

Um die Mannschaft kümmern sich seit der Ankunft in Mannheim am Montagnachmittag die beiden Assistenztrainer Heiko Scholz und Ferydoon Zandi. Sie werden ab 19 Uhr auch am Spielfeldrand stehen. Über die mögliche Aufstellung hatte Kauczinski noch gesprochen, kurz bevor er über Übelkeit und Unwohlsein klagte. Verzichten muss Dynamo neben den Langzeitverletzten Marco Hartmann, Chris Löwe, Patrick Weihrauch und Robin Becker auch auf die beiden gelbgesperrten Yannick Stark und Tim Knipping.

Der Gegner hat im Jahr 2021 zwar erst ein Spiel gewonnen, aber auch noch keines verloren. Trainer Patrick Glöckner, im Vorjahr noch beim Chemnitzer FC, wertet die Mini-Serie als klaren Aufwärtstrend des Tabellen-Zehnten. Auch Kauczinski warnt vor dem Gegner: "Sie sind taktisch flexibel, haben in letzter Zeit verschiedene Systeme gespielt, sind aber immer heiß und sehr aggressiv. Uns erwartet ein umkämpftes Spiel.“

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