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Dynamos Knipping: Wollen den Spieß umdrehen

Nach dem Sieg in Meppen steht für den Spitzenreiter die nächste schwere Aufgabe an - der Verteidiger erinnert deshalb daran, was in Saarbrücken passiert ist.

Vollen Einsatz zeigt Dynamo-Verteidiger Tim Knipping (l.) immer, hier im Spiel gegen Bayern II mit Torwart Lukas Schneller. Aber auch in Meppen musste er einiges einstecken.
Vollen Einsatz zeigt Dynamo-Verteidiger Tim Knipping (l.) immer, hier im Spiel gegen Bayern II mit Torwart Lukas Schneller. Aber auch in Meppen musste er einiges einstecken. ©  dpa/Robert Michael

Meppen. Nach einem 4:0-Sieg spürt man die Schmerzen nicht mehr, selbst wenn die Busfahrt lang wird. Gut 600 Kilometer sind es von Meppen bis Dresden, die Dynamos Team am Samstagabend zurücklegen muss. Tim Knipping verdirbt diese Tour jedoch nicht die Laune, der Verteidiger ist kurz nach dem Abpfiff und vor der Abfahrt zu Scherzen aufgelegt. Dabei musste er einiges einstecken, ging nach einem heftigen Bodycheck und einer Grätsche zweimal zu Boden. Im Interview spricht der 28-Jährige über seinen schmerzenden Rücken, die Konkurrenz im Aufstiegskampf der 3. Liga und eine offene Rechnung.

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Tim Knipping, Sie eilen mit Dynamo von Sieg zu Sieg. Wie sehr können Sie das derzeit genießen?

Es macht auf jeden Fall Spaß. Wenn man die Spiele gewinnt, sind diese Auswärtsfahrten umso schöner. Wir fahren jetzt sieben oder acht Stunden nach Hause. Mit einem Sieg vergisst man den ein oder anderen Schmerz. Aber die Fahrt ist lang, ich bin auch nicht mehr der Jüngste. Wahrscheinlich werde ich den Rücken danach merken.

Wie bewerten Sie die Mannschaftsleistung beim 4:0-Sieg gegen Meppen?

Leicht war es keinesfalls. Das Spiel war enger, als es das Ergebnis am Ende aussagt. 4:0 ist deutlich, wir sind aber auch das eine oder andere Mal hinterhergelaufen. Letztlich war es dennoch wieder einmal mehr eine sehr souveräne Leistung von uns. Uns war bewusst, was uns hier erwartet, und dass Meppen versuchen will, hinten rauszuspielen. Daher war klar: Wenn wir aggressiv dazwischen gehen, werden wir unsere Chancen bekommen. Das ist uns am Anfang gut gelungen. Die Führung hat uns in die Karten gespielt. Wenn man sieht, wie wir aktuell verteidigen, dann ist es einfach schwer, gegen uns ist ein Tor zu schießen.

Dynamo ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Wie oft schauen Sie derzeit auf die Konkurrenz?

Ich gucke nicht auf die Ergebnisse der anderen. Viele können uns noch stoppen. In den nächsten Wochen kommen vier Mannschaften von den Top-Sechs der Tabelle auf uns zu. Es sind noch zwölf Spiele und noch viele Punkte zu holen. Die vorige Saison sollte Warnung genug sein. Wer da am Ende Meister geworden und aufgestiegen ist, das waren Mannschaften, mit denen man gar nicht gerechnet hat.

(Anm. d. Red: Duisburg war am 27. Spieltag mit 47 Punkten Spitzenreiter, stieg am Ende aber nicht auf - auch Mannheim und Unterhaching mit 44 Zählern dahinter schafften es nicht. Meister wurde Bayern II, durfte aber nicht aufsteigen, das schafften Eintracht Braunschweig und die Würzburger Kickers direkt, der FC Ingolstadt scheiterte unglücklich in der Relegation am 1. FC Nürnberg.)

Aber wenn wir alle Spiele gewinnen, kann uns keiner mehr aufhalten. Jetzt können wir uns kurz einen Tag freuen, dann bereiten wir uns auf Saarbrücken vor, da haben wir noch eine Rechnung offen.

Das Hinspiel in Saarbrücken ging mit 1:2 verloren. Dynamo sollte somit gewarnt sein…

Das Spiel gehen wir so an, wie jedes andere auch. Wir wollen das gewinnen, wissen aber, was im Hinspiel war und wie die sich nach ihrem Siegtreffer in der Nachspielzeit gefreut haben. Das war sehr bitter mitzuerleben, deswegen wollen wir den Spieß umdrehen.

Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Lennart Westphal, von Dynamo-TV und von Magenta-TV gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

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