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Türkgücü-Geldgeber kontert Dynamo-Kritik

SGD-Sportgeschäftsführer Ralf Becker hatte inverstorgeführten Vereinen "unfairen Wettbewerb" vorgeworfen. Den Ball spielt Hasan Kivran zurück an die Elbe.

Hasan Kivran, der Investor von Türkgücü München, sieht eher Zweitliga-Absteiger wie Dynamo als Grund für das gestiegene Etatniveau in der 3. Liga,
Hasan Kivran, der Investor von Türkgücü München, sieht eher Zweitliga-Absteiger wie Dynamo als Grund für das gestiegene Etatniveau in der 3. Liga, © Jan Huebner

München. Diese Kritik will Hasan Kivran nicht auf sich sitzen lassen. Nachdem der Sport-Geschäftsführer von Dynamo Dresden, Ralf Becker, Anfang vergangener Woche in einem Interview mit dem Kicker Kritik an Investorengeführten Klubs geübt hatte, holt der Geldgeber des Ligarivalen Türkgücü München zum Gegenschlag aus.

Becker hatte erklärt, die Teams wie der Tabellenachte der 3. Liga oder der KFC Uerdingen würden ihre Spieler mit sehr hohen Gehältern locken. „Es gibt einfach Konstrukte, die wahnsinnig viel Geld ausgeben, den Markt verrückt machen. Und am Ende ist es dann doch immer so, dass der eine oder andere die Lust verliert. Das ist eine Sache, die finde ich sehr schädlich", so der 50-Jährige im Kicker.

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Anfang dieser Woche erklärte Kivran seine Sicht der Dinge: "Die Gehälter steigen jedes Jahr mit dem Niveau der Liga und dem Wettbewerb durch die Auf- und Absteiger", sagte der Türkgücü-Boss gegenüber Sport1 und wies die Schuld für die steigenden Etats unter anderem dem Zweitliga-Absteiger von der Elbe zu: "Bei einer ähnlichen Kadergröße wie wir sie haben, aber dem doppelten Gesamtetat für die Mannschaft, kauft Dynamo Dresden mit seinen Gehältern die Liga kaputt und setzt extreme Maßstäbe für Drittliga-Topspieler."

Türkgücü in der Etat-Tabelle in der zweiten Hälfte

Dennoch wolle er "nicht von einem unfairem Wettbewerb sprechen", so Kivran, der den Liganeuling Türkgücü mit seinem Etat "in der unteren Tabellenhälfte" der 3. Liga verortet.

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Der 54 Jahre alte Unternehmer erklärte aber auch, dass sich sein Verein "auf Dauer immer breiter und unabhängiger aufstellen" werde, bat aber um Geduld: "Alles braucht seine Zeit, auch wir können nicht zaubern." Allerdings habe er die Profimannschaft bereits 2019 in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert und habe bereits einen weiteren Investor ins Boot geholt, "weitere werden demnächst folgen". Dadurch würden Risiken, aber auch Chancen auf mehrere Schultern verteilt, was Abhängigkeiten verringern würde, so Kivran. (SZ)

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