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Wechselposse: Dynamo holt Kade zurück

Der Mittelfeldspieler stieg mit Dynamo auf, ging dann für eine halbe Million Euro zurück zu Union Berlin und ist nun wieder in Dresden. Und das längerfristig.

Erst zurück nach Berlin, nun wieder nach Dresden: Nach einem Wechselchaos wird Julius Kade auch in der kommenden Saison für Dynamo auflaufen.
Erst zurück nach Berlin, nun wieder nach Dresden: Nach einem Wechselchaos wird Julius Kade auch in der kommenden Saison für Dynamo auflaufen. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Bereits am Samstag beim Testspiel gegen Union war Julius Kade ein Thema. Er hatte sich erwärmt, kam aber als einziger Spieler nicht zum Einsatz. Offensichtlich wollte man keine Verletzung und damit den Transfer zurück nach Dresden riskieren. Nun bestätigte Dynamo, dass der 22-jährigen Mittelfeldspieler von Union Berlin verpflichtet wurde. Er unterschrieb einen ligaunabhängigen Dreijahresvertrag und wird mit der Rückennummer 30 auflaufen. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine - wie üblich - Stillschweigen, heißt es in der Mitteilung der Dresdner, was bedeutet, dass eine Ablösesumme fällig war.

Nachdem Kade bereits vergangenen Sommer von Berlin nach Dresden wechselte und gemeinsam mit Dynamo die Drittliga-Meisterschaft holte und in die zweite Liga aufstieg, zog Union im Juni eine vertraglich fixierte Rückkaufoption. 500.000 Euro überwies der Bundesligist nach Dresden, um den Mittelfeldspieler zurück nach Köpenick zu holen. Mindestens so viel Geld - vermutlich sogar mehr - dürfte jetzt auch den umgekehrten Weg geflossen sein. Die Rückholaktion von Union hatte ohnehin für Verwunderung gesorgt. In seiner ersten Saison bei den Köpenickern hatte Kade keine einzige Minute auf dem Platz gestanden und auch jetzt in dem starken und breiten Kader kaum eine Chance. Womöglich wollte der Bundesligist also nur einen kleinen Gewinn mit ihm erzielen.

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Er habe Dresden und Dynamo im zurückliegenden Jahr lieben gelernt, meint Julius Kade nach seinem Wechsel.
Er habe Dresden und Dynamo im zurückliegenden Jahr lieben gelernt, meint Julius Kade nach seinem Wechsel. © Dynamo/Steffen Kuttner

Bei Dynamo schätzt man den flexiblen Mittelfeldakteur nach einer starken Saison. „Julius ist ein sehr gut ausgebildeter Spieler, mit einem großartigen Charakter. Er hat sich in der vergangenen Saison bei uns super entwickelt und gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft sein kann“, erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Becker. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir im Interesse aller am Transfer beteiligten Parteien nun eine optimale Lösung gefunden haben. Es war sowohl unser als auch Jules ausdrücklicher Wunsch, dass er auch in den kommenden Jahren bei Dynamo spielt.“ Bereits am Mittwochnachmittag stieg der gebürtige Berliner ins Mannschaftstraining ein.

„Die Sommertransferphase nimmt für mich mit meinem doppelten Vereinswechsel einen glücklichen Ausgang“, wird Kade zitiert. „Ich bin wieder hier, wo ich unbedingt weiter Fußball spielen wollte. Ich freue mich unglaublich auf meine alten und neuen Teamkollegen.“

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Kade wurde am 20. Mai 1999 in Berlin geboren und schloss sich im Alter von acht Jahren der Jugendabteilung von Hertha BSC an, wo er alle Nachwuchsmannschaften durchlief und 2018 Deutscher A-Jugend-Meister wurde. Mit 18 Jahren kam er in der Saison 2016/17 zu seinem Bundesliga-Debüt, es sollte dort allerdings auch sein letzter Einsatz bleiben. Im Dezember 2017 stand er im letzten Gruppenspiel der Europa League für 13 Minuten gegen Östersund SK auf dem Platz. 2019 wechselte der offensive Mittelfeldspieler schließlich zu Union Berlin, von wo aus Kade jetzt zum zweiten Mal zu Dynamo wechselte.

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