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Dynamo-Stadion bekommt neuen Rasen

Noch vor dem Jahreswechsel wird die Spielfläche ausgetauscht. Darauf haben sich Verein und Stadionbetreiber geeinigt - und für die Kosten eine Lösung gefunden.

Von Sven Geisler
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Bei Dynamos Heimspiel gegen 1860 München war der Platz in einem schlechten Zustand, nun soll der Rasen noch in diesem Jahr gewechselt werden.
Bei Dynamos Heimspiel gegen 1860 München war der Platz in einem schlechten Zustand, nun soll der Rasen noch in diesem Jahr gewechselt werden. © Jan Huebner

Dresden. Der Rasen als ein Ärgernis: Nach Dynamos Heimspiel gegen 1860 München hatte sich Trainer Markus Kauczinski über den schlechten Zustand des Platzes beschwert - und das trotz des 2:1-Erfolges. Unmittelbar danach vereinbarten Verein und die Projektgesellschaft als Betreiber der Spielstätte einen Termin für ein Krisengespräch am vorigen Donnerstag. Jetzt gibt es das Ergebnis - und eine Lösung.

Der Rasen wird noch in diesem Jahr ausgetauscht, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montagnachmittag. Demnach soll die rund 8.000 Quadratmeter große Spielfläche am Dienstag, dem 8. Dezember, abgetragen und anschließend durch einen neuen Rasen ersetzt werden. Bereits eine Woche später bestreiten die Schwarz-Gelben dann gegen den SC Verl die nächste Partie im Rudolf-Harbig-Stadion.

"Der sportliche Erfolg von Dynamo Dresden liegt auch uns als Betreiber des Stadions selbstverständlich sehr am Herzen", erklärt Stadion-Manager Ronald Tscherning. "Daher ist es uns wichtig, möglichst optimale Bedingungen für den wichtigsten Mieter des Stadions zu schaffen.“ Er spricht von einer gemeinsamen Lösung, was sich vermutlich auf die Finanzierung des Rasenwechsels bezieht. Der kostet etwa 120.000 Euro.

In der Mitteilung wird darauf nicht direkt Bezug genommen, Dynamos Interimsgeschäftsführer Enrico Kabus betont jedoch: " Wir sind daher dankbar, dass wir im Sinne der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit unseres Profi-Teams ein gemeinsames Finanzierungsmodell gefunden haben, mit dem beide Partner gut leben können." Die Stadionbetreiber seien von der Corona-Krise mindestens genauso stark getroffen worden wie die Fußballvereine, da seit Monaten keine Veranstaltungen mehr stattfinden können. "Das bringt enorme Einnahmeverluste für alle Seiten mit sich, die man in die Bewertung aller aktuellen Prozesse einfließen lassen muss“, erklärt Kabus.

400 Rollen eines strapazierfähigen Sportrasens

Insgesamt werden etwa 400 Rollen des speziellen und besonders strapazierfähigen Sportrasens, bestehend aus Rispen- und Weidelgrassorten, durch die Experten der renommierten Firma Peiffer aus Willich in Nordrhein-Westfalen innerhalb von zwei bis drei Tagen im Dynamo-Stadion verlegt. Das neue Grün stammt aus der Nähe von Schwerin und wird in knapp 20 Lkw-Lieferungen nach Dresden transportiert.

„Die Rasenpflege im Rudolf-Harbig-Stadion ist vor allem in dieser Jahreszeit und den damit zusammenhängenden Witterungsverhältnissen keine triviale Angelegenheit", sagt Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker. Der Zustand des Platzes habe sich nun aus verschiedenen Gründen derart verschlechtert, dass ein Rasenaustausch alternativlos sei. "Wir sind dankbar dafür, dass wir zusammen mit dem Stadionbetreiber unkompliziert und partnerschaftlich diese Lösung gefunden haben, um unserer Mannschaft zeitnah wieder bestmögliche Rasenbedingungen bei den Heimspielen in der 3. Liga bieten zu können.“

Zuvor treten die Schwarz-Gelben noch an diesem Mittwoch, 19 Uhr, gegen die SpVgg Unterhaching sowie am Samstag, dem 5. Dezember, 14 Uhr, gegen den KFC Uerdingen zu Hause an. Außer der Partie gegen Verl würde dann auch das DFB-Pokalspiel gegen Darmstadt 98 am 22. Dezember, 20.45 Uhr, auf dem neuen Rasen ausgetragen.

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