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Wie Dynamos Trainer auf die Niederlage reagiert

Markus Kauczinski erklärt, warum das 2:1 für Saarbrücken verdient ist und was sein Team jetzt besser machen muss. Die sechs Punkte seiner Analyse.

Dynamos Trainer Markus Kauczinski ist nach der Niederlage in Saarbrücken enttäuscht von seiner Mannschaft - und er sagt auch, warum das so ist.
Dynamos Trainer Markus Kauczinski ist nach der Niederlage in Saarbrücken enttäuscht von seiner Mannschaft - und er sagt auch, warum das so ist. © Jan Huebner

Saarbrücken. Markus Kauczinski wirkt konsterniert. Dynamos Trainer gibt sich keine Mühe, die Niederlage irgendwie schönzureden, auch wenn er zu dem Gegentor in der Nachspielzeit sagt: "Das tut höllisch weh." Die Dresdner verlieren beim 1. FC Saarbrücken mit 1:2, aber unglücklich ist diese Niederlage nicht. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines Spieles, in dem sich nur eine Mannschaft als Spitzenteam der 3. Liga beweist - und das ist der Aufsteiger.

Der  50 Jahre alte Chefcoach hat danach im Interview mit Magenta-Sport und in der virtuellen Pressekonferenz nach Erklärungen gesucht. Die SZ fasst die Antworten von Kauczinski zusammen. Der Trainer sagt über ...

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... die späten Gegentore:

"Ich habe schon alles im Fußball erlebt und weiß, dass ein spätes Tor fallen kann. Es tut weh, dass man dann gar nicht mehr reagieren kann. Erst einmal hat Saarbrücken das gut gemacht und eiskalt ausgenutzt, das erkennen wir an. Beim Tor vor der Halbzeit war erst die Übernahme zwischen dem Außenverteidiger (Kevin Ehlers/d. Red.). In dem Moment der Flanke wissen wir, dass Shiponski (Torschütze zum 1:1 per Kopf/d. Red) in den Raum geht, da müssen wir im Zentrum aufmerksamer sein. Das zweite Tor macht Saarbrücken mit einem schnellen Angriff, bei dem wir wieder insgesamt nicht gut verteidigt haben. Es hat vielleicht der letzte Moment der Wachheit gefehlt. Zu dem Zeitpunkt lag das Tor nicht in der Luft. Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel zwar nicht unbedingt im Griff haben, aber auch keinem Dauerdruck ausgesetzt sind."

... die Leistung der Mannschaft:

"Wir haben ordentlich begonnen, sogar geführt. Aber wir hatten Phasen, in denen wir das Spiel aus der Hand geben und Saarbrücken stark drückt, vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir total den Zugriff verloren. Insgesamt waren wir im Spiel mit eigenem Ballbesitz zu schwach, haben immer wieder nach hinten gespielt, zu lange gebraucht, um gefährlich zu werden. Es gab Möglichkeiten, unsere Stärken auszuspielen, das haben wir nicht getan.  Deswegen hat Saarbrücken den Sieg verdient."

... zur Roten Karte für Co-Trainer Heiko Scholz:

"Die war nicht nötig. Er hat sich beschwert, aber in keiner Weise beleidigend. Es ging um die Situation davor, in der wir uns ungerecht behandelt gefühlt haben. Er war sicher laut, aber nicht unsachlich. Deshalb war es für mich überzogen, eine Ermahnung hätte auch gereicht."

... zum Ausfall von Julius Kade:

(Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt zweimal in der Startelf gestanden und gute Kritiken erhalten, fehlte in Saarbrücken überraschend im Kader)

"Zu dem Stand bei verletzten, angeschlagenen oder kranken Spielern werde ich nichts sagen, weil sich das bei uns auch mit Infizierten (Es gibt rund um das Team insgesamt drei Corona-Fälle/d. Red.) mischt. Die betroffenen Spieler können sich selbst dazu äußern, wenn sie möchten. Wir geben dazu keine Auskunft."

... das, was dringend besser werden muss:

"Es gab zu viele Momente, in denen wir schneller entscheiden, schneller im Kopf sein müssen, zum Ball gehen müssen. Viele Situationen, in denen wir zurückgespielt haben, obwohl wir Möglichkeiten nach vorne hatten. Das müssen wir uns schon vorwerfen, und das ist immer mal wieder in den Spielen so gewesen, dass wir zu kompliziert und zu oft nach hinten gespielt haben. Wir müssen das Spiel schneller und einfacher nach vorne gestalten. In den nächsten Spielen müssen wir mit dem Ball mutiger auftreten. Wir haben uns heute nicht gut bewegt im Mittelfeld. Insgesamt war es nicht gut genug hier einen Punkt mitzunehmen."

... die Situation vor den nächsten Spielen:

(am nächsten Sonntag zu Hause gegen 1860 München, am Samstag danach bei Hansa Rostock)

"Es ist jedes Spiel wichtig, um nach oben zu kommen. Irgendwann gibt es sicher den Punkt, an dem sich Mannschaften absetzen. Aber es ist jedes Spiel wichtig, auch die nächsten gegen Mannschaften, die oben stehen. Wir müssen zu Punkten kommen."

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(Die Fragen wurden vom TV-Sender Magenta-Sport sowie für die virtuelle Pressekonferenz schriftlich per WhatsApp von den Journalisten gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit keine Möglichkeit für Interviews mit Trainern und Spielern.)

Den Liveticker vom Spiel zum Nachlesen finden Sie hier.

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