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Dynamo startet furios in die Saison

Zum Zweitligaauftakt zeigte Dynamo gegen Ingolstadt eine überzeugende Leistung und fertige den Mitaufsteiger ab. Der Liveticker zum Nachlesen.

Christoph Daferner jubelt nach seinem Tor zum 2:0. Dynamo gewinnt am Ende 3:0 gegen Ingolstadt.
Christoph Daferner jubelt nach seinem Tor zum 2:0. Dynamo gewinnt am Ende 3:0 gegen Ingolstadt. © dpa/Robert Michael

Dresden. Es geht wieder los: Gestern ist die neue Zweitliga-Saison gestartet. Heute hat Dynamo ins Geschehen eingegriffen und im ersten Saisonspiel den FC Ingolstadt mit 3:0 abgefertigt. Es war ein überzeugender und klarer Sieg gegen den Mitaufsteiger aus Bayern. Erstmals seit 264 Tagen durften auch wieder Zuschauer bei einem Pflichtspiel im Rudolf-Harbig-Stadion dabei sein. 7.102 Fans verfolgten den starken Dresdner Saisonauftakt. Der Liveticker zum Nachlesen:

Abpfiff: Mit einem doppelten Pfiff beendet Schiedsrichter Lasse Koslowski die Partie. Dynamo gewinnt klar und verdient mit 3:0. Das war ein sehr überzeugender Saisonstart der Dresdner. Am Sonntag in einer Woche treffen die Schwarz-Gelben auf den Liga-Mitfavoriten Hamburger SV.

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90. Minute + 1: Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit, aber die braucht eigentlich keiner mehr. Das Spiel ist entschieden. Ingolstadt hat sich mit der deutlichen Niederlage abgefunden.

86. Minute: Stefan Kutschke wird auf Ingolstädter Seite ausgewechselt. Er wird von den Dynamo-Fans ausgepfiffen. Das hat der gebürtige Dresdner und Ex-Dynamo, der mit den Schwarz-Gelben 2016 aufstieg, aber nicht verdient.

84. Minute: Die letzten sechs Minuten laufen. Beide Mannschaften haben sich mit dem Ergebnis abgefunden. Dynamo wird das Spiel klar und deutlich gewinnen. Aber noch sind ein paar Minuten zu spielen. Deswegen fordern die Dynamo-Fans: „Einer geht noch, einer geht noch rein.“

77. Minute: Und der letzte Wechsel auf Dresdner Seite: Der Doppeltorschütze Christoph Daferner darf sich den Applaus der Fans abholen. Pascal Sohm darf für ihn noch gute 13 Minuten mitmischen.

73. Minute: Dynamo wechselt noch einmal. Julius Kade verlässt nach einer guten Partie den Rasen. Paul Will, der heute überraschend auf der Bank Platz nehmen musste, bekommt noch einmal 17 Minuten Spielzeit.

71. Minute: Nach 70 gespielten Minuten gibt es noch einmal Trinkpause für beide Mannschaften. Bei Alexander Schmidt ist schon ein leichtes Lächeln im Gesicht zu erkennen.

67. Minute: Jetzt wird es deutlich! Dynamo führt 3:0. Torschütze ist der eingewechselte Heinz Mörschel. Nach einem Konter treibt Dynamos erster Dominikaner den Ball in den Strafraum, lässt Verteidiger Thomas Keller noch aussteigen und zieht dann mit links ab. Buntic hat bei dem platzierten Schuss keine Chance. Das ist ein starkes Spiel von Dynamo.

Heinz Mörschel erzielt gegen Ingolstadts Michael Heinloth das Tor zum 3:0.
Heinz Mörschel erzielt gegen Ingolstadts Michael Heinloth das Tor zum 3:0. © dpa/Robert Michael

63. Minute: Der eingewechselte Vlachodimos macht mit Dominik Franke, was er will. Wieder lässt er den Ingolstädter mit einem einfachen Übersteiger alt aussehen. Sein Schuss von der Strafraumgrenze kann Buntic im FCI-Tor aber entschärfen.

57. Minute: Alexander Schmidt wechselt zweimal. Er bringt Heinz Mörschel und Philipp Hosiner ins Spiel und nimmt dafür Luca Herrmann und Brandon Borello herunter. Beide haben ein starkes Spiel gemacht.

56. Minute: 2:0 für Dynamo und wieder ist es Christoph Daferner. Nach einer starken Einzelaktion von Vlachodimos auf der rechten Seite kann Buntic im Ingolstädter Tor dessen Schuss nur nach vorne klären und dort steht Daferner, der den Ball zum 2:0 ins Tor hämmert.

Christoph Daferner und Panagiotis Vlachodimos jubeln über die 2:0-Führung der Dresdner.
Christoph Daferner und Panagiotis Vlachodimos jubeln über die 2:0-Führung der Dresdner. © dpa/Robert Michael

51. Minute: Jetzt hat auch Dynamo seine erste Chance in Halbzeit zwei. Vlachodimos setzte sich auf der rechten Seite durch und flankt in die Mitte, dort wird der Ball von einem Abwehrspieler abgefälscht und geht beinah ins Tor. Buntic kann das 2:0 für Dynamo gerade noch verhindern.

50. Minute: Ingolstadt kommt besser aus der Kabine und Ex-Dynamo Stefan Kutschke hat die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Beister kommt er mit dem Kopf an den Ball. Sein Kopfball geht knapp über das Tor. An guten Tagen hat er den schon mal gemacht - Glück für Dynamo.

Christoph Daferner verliert gegen Ingolstadts Maximilian Neuberger das Kopfballduell.
Christoph Daferner verliert gegen Ingolstadts Maximilian Neuberger das Kopfballduell. © dpa/Robert Michael

46. Minute: Das Spiel läuft wieder. Auch Ingolstadt hat einmal gewechselt. Maximillian Beister kommt für Jalen Hawkins ins Spiel.

Pause: Alexander Schmidt wird zur Halbzeit einmal wechsel. Ransford-Yeboah Königsdörffer verlässt das Spielfeld. Für ihn wird Panagiotis Vlachodimos in die Partie kommen.

Halbzeit: Dynamo führt verdient zur Pause

Pause: Schiedsrichter Lasse Koslowski pfeift zur Halbzeitpause. Dynamo führt 1:0 und das ist sehr verdient. Die Dresdner waren die deutlich bessere Mannschaft, waren bis zur 41. Minute aber zu ungenau im Angriffsdrittel. Dann erlöste Christoph Daferner seine Mannschaft und die 7.000 Dynamo-Fans im Stadion.

45. Minute + 1: Die Nachspielzeit ist mittlerweile angebrochen. Zwei Minuten werden nachgespielt. Dynamo kontrolliert Ball und Gegner.

Christoph Daferner jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Morris Schröter und dem Rest der Mannschaft.
Christoph Daferner jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Morris Schröter und dem Rest der Mannschaft. © dpa-Zentralbild

41. Minute: Und da ist das erste Tor! Dynamo führt 1:0 durch Christoph Daferner. Nach einer punktgenauen Flanke auf den zweiten Pfosten von Morris Schröter ist der Torjäger mit dem linken Fuß zur Stelle und muss den Ball nur über die Linie drücken. Diese Führung ist sehr verdient.

Dynamos Christoph Daferner (l) erzielt gegen Ingolstadts Torwart Fabijan Buntic (r) und Maximilian Neuberger das Tor zum 1:0.
Dynamos Christoph Daferner (l) erzielt gegen Ingolstadts Torwart Fabijan Buntic (r) und Maximilian Neuberger das Tor zum 1:0. © dpa-Zentralbild

40. Minute: Besonders aktiv im Dresdner Offensivspiel sind Luca Herrmann und Julius Kade. Die beiden Neuzugänge harmonieren gut miteinander und leiten immer wieder gefährliche Angriffe ein.

38. Minute: Dynamo bleibt am Drücker und drängt auf die Führung. Tim Knipping und Ransford-Yeboah Königsdörffer haben nach einem Eckball die nächste Gelegenheit. Doch es bleibt beim 0:0.

35. Minute: Pfosten! Zehn Minuten vor der Pause hat Dynamo die bisher beste Chance des Spiels. Der Australier Brandon Borello kommt am linken Strafraumeck an den Ball und versucht den Ball mit der Innenseite auf die lange Ecke zu zirkeln, trifft aber nur das Gehäuse.

Michael Sollbauer gewinnt gegen Ingolstadts Dennis Eckert den Kampf um den Ball. Er hält Dynamos Defensive bisher souverän zusammen.
Michael Sollbauer gewinnt gegen Ingolstadts Dennis Eckert den Kampf um den Ball. Er hält Dynamos Defensive bisher souverän zusammen. © dpa/Robert Michael

29. Minute: Und wie aus dem Nichts erzielt Ingolstadt beinah die Führung. Dennis Eckert Ayensa zieht aus der Drehung von der Strafraumgrenze ab, trifft den Ball gut. Nur wenige Zentimeter geht sein Schuss neben das Tor. Da wäre Kevin Broll chancenlos gewesen.

26. Minute: Dynamo ist die deutlich bessere Mannschaft. Die Schwarz-Gelben kontrollieren das Spiel, stehen hinten sicher, lassen gegen den Ex-Dynamo Kutschke nichts zu. Was bisher fehlt, ist ein Tor. Nach vorne sind die Dresdner noch etwas zu überhastet.

23. Minute: Schiedsrichter Lasse Koslowski unterbricht das Spiel kurz für eine Trickpause. Alexander Schmidt nutzt die Pause auch für taktische Anweisungen an seine Spieler.

Dynamos Chris Löwe gewinnt gegen den Ex-Dynamo und jetzigen Ingolstädter Stefan Kutschke den Ball.
Dynamos Chris Löwe gewinnt gegen den Ex-Dynamo und jetzigen Ingolstädter Stefan Kutschke den Ball. © dpa/Robert Michael

21. Minute: Dynamo hat den ersten Eckball der Partie. Luca Herrman wird den Ball in die Mitte bringen. Ingolstadt kann die Flanke aber klären.

18. Minute: Ransford-Yeboah hat die bisher beste Chance des Spiels. Er zieht kurz vor dem Strafraum mit rechts ab. Der Ball geht aufs linke untere Eck. Fabijan Buntic im Ingolstädter Tor muss sich ziemlich strecken und kann den Ball gerade noch entschärfen.

15. Minute: Ingolstadt kommt etwas besser ins Spiel und hat mehr und mehr Ballbesitz. Dynamo versucht defensiv erst einmal gut zu stehen und dann schnell umzuschalten, doch noch kommen die langen Bälle zu ungenau.

9. Minute: Aus der zweiten Reihe probiert es Christoph Daferner. Doch sein Schuss aus 20 Metern geht deutlich über das Tor. Das ist zu ungefährlich.

Die Dynamo-Fans singen ihre Hymne und unterstützen ihre Mannschaft in den Anfangsminuten.
Die Dynamo-Fans singen ihre Hymne und unterstützen ihre Mannschaft in den Anfangsminuten. © dpa/Robert Michael

6. Minute: Die Dresdner beginnen sehr druckvoll und versuchen schnell vor das Ingolstädter Tor zu gelangen. Doch noch fehlen die Abschlüsse. Auch Ingolstadt hatte bisher noch keine Gelegenheiten.

5. Minute: Dynamo formiert sich taktisch vorerst in einem 4-3-3-System. Schröter, Sollbauer, Knipping und Löwe bilden die Viererkette. Herrmann, Stark, Kade das Mittelfeld und Königsdörffer, Daferner, Borello den Angriff.

1. Minute: Schiedsrichter Lasse Koslowski aus Berlinhat die Partie angepfiffen. Dynamo spielt in den gewohnten schwarz-gelben Trikots, Ingolstadt ganz in Weiß.

Anstoß: Dynamo mit fünf Neuzugängen in der Startelf

13.28 Uhr: Vor dem Anpfiff gibt es eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Mannschaften stehen dazu um den Mittelkreis. Beide werden auch mit Trauerflor.

Die Spieler beider Mannschaften stehen während einer Schweigeminute für die Opfer der Hochwasserkatastrophe am Mittelkreis.
Die Spieler beider Mannschaften stehen während einer Schweigeminute für die Opfer der Hochwasserkatastrophe am Mittelkreis. © dpa/Robert Michael

13.25 Uhr: Auf der gegnerischen Seite feiert heute der gebürtige Dresdner und Ex-Dynamo Stefan Kutschke sein 100 Zweitliga-Spiel. Er wird die Ingolstädter heute als Kapitän aufs Feld führen.

Dynamos Trainer Alexander Schmidt kommt in das Stadion und schaut vor dem Anpfiff noch etwas skeptisch.
Dynamos Trainer Alexander Schmidt kommt in das Stadion und schaut vor dem Anpfiff noch etwas skeptisch. © dpa/Robert Michael

13.20 Uhr: Zehn Minuten sind es noch bis zum Anpfiff. Die Spieler gehen nach der Erwärmung noch einmal in die Kabine. Mittlerweile ertönt die Dynamo-Hymne „Wir sind der 12. Mann“.

13.10 Uhr: Vor dem Anpfiff konnten sich die Zuschauer am Hygienemuseum in einem Bus gegen das Coronavirus impfen. Die Stadt startete mit Unterstützung des DRK Kreisverbands die Aktion, die für eine höhere Impfbereitschaft sorgen soll. "Die Impfung zu den Menschen bringen" ist das Ziel und zugleich das Motto der Initiative.

Ein Dynamo-Fan lässt sich zum Auftakt der gemeinsamen Impfaktion der Landeshauptstadt und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Start der neuen Saison für Dynamo Dresden gegen das Coronavirus impfen.
Ein Dynamo-Fan lässt sich zum Auftakt der gemeinsamen Impfaktion der Landeshauptstadt und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Start der neuen Saison für Dynamo Dresden gegen das Coronavirus impfen. © dpa/Robert Michael

12.55 Uhr: Die Fans sind wieder zurück und beklagen gleich mal ihren Unmut über die begrenzte Auslastung des Stadions. Auf einem Plakat, welches am K-Block angebracht ist, schrieben sie: „Gemeinsam steigen wir ab und auf, ohne Einfluss auf den Inzidenzverlauf. Jetzt wird seit Wochen unter 10. Trotzdem darf kaum einer ins Stadion gehen.“

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation dürfen nur rund 50 Prozent ins Stadion, Dynamo selbst hat im Vorfeld mit einer 30-prozentigen Auslastung gerechnet. Das entspricht rund 10.000 Zuschauern. Heute im Stadion dabei sein werden aber nur rund 7.000 Fans.

Auf einem Plakat, welches am K-Block angebracht ist, steht: „Gemeinsam steigen wir ab und auf, ohne Einfluss auf den Inzidenzverlauf. Jetzt wird seit Wochen unter 10. Trotzdem darf kaum einer ins Stadion gehen.“
Auf einem Plakat, welches am K-Block angebracht ist, steht: „Gemeinsam steigen wir ab und auf, ohne Einfluss auf den Inzidenzverlauf. Jetzt wird seit Wochen unter 10. Trotzdem darf kaum einer ins Stadion gehen.“ © sächsische.de

12.40 Uhr: Auf der Bank haben zunächst Platz genommen: Anton Mitryushkin, Michael Akoto, Panagiotis Vlachodimos, Heinz Mörschel, Pascal Sohm, Philipp Hosiner, Antonis Aidonis, Paul Will und Luka Stor.

Die ersten Fans sind bereits im Rudolf-Harbig-Stadion. 13.30 Uhr wird die Partie gegen Ingolstadt angepfiffen.
Die ersten Fans sind bereits im Rudolf-Harbig-Stadion. 13.30 Uhr wird die Partie gegen Ingolstadt angepfiffen. © sächsische.de

12.34 Uhr: Die Aufstellungen sind da. Überraschend lässt Alexander Schmidt Paul Will zunächst auf der Bank. In der Vorbereitung half der Mittelfeldspieler als Innenverteidiger aus und machte seine Sache eigentlich gut. Der Trainer probiert nun etwas anderes. So steht der gar nicht mehr so neue Neuzugang Julius Kade nach seiner Wechselposse in der Startelf.

So startetet Alexander Schmidt: Broll - Sollbauer, Knipping, Löwe - Schröter, Stark, Herrmann, Kade - Borello - Daferner, Königsdörffer.

Alexander Schmidt beginnt etwas überraschend ohne Paul Will. Der Mittelfeldspieler sitzt zunächst auf der Bank.
Alexander Schmidt beginnt etwas überraschend ohne Paul Will. Der Mittelfeldspieler sitzt zunächst auf der Bank. © sächsische.de

11.30 Uhr: Wir waren vor dem heutigen Saisonstart mit Dynamos mittlerweile nicht mehr ganz so neuem Trainer zu einer Radtour verabredet. Selbst beschreibt sich Alexander Schmidt als aktiver, sportlicher Typ – und möchte damit ein Stück weit auch Vorbild sein für die Spieler. Doch außerhalb Bayerns kennt ihn kaum einer, was ihn gar nicht stört. Aber wen ihn ein Spieler deswegen unterschätzt, macht einen Fehler. Das Porträt des Aufstiegstrainers.

11.00 Uhr: Die ersten Fans warten bereits vor dem Rudolf-Harbig-Stadion auf Einlass. Die Zweitligapartie zwischen Dynamo und Ingolstadt wird aber erst in zweieinhalb Stunden angepfiffen. Schiedsrichter der heutigen Partie wird Lasse Koslowski aus Berlin sein.

Das wurde vor dem Spiel geschrieben:

Tim Knipping spürt "eine sehr spezielle Verantwortung", wie er sagt. Die Mitspieler haben ihn zum Vizekapitän bei Dynamo Dresden gewählt. Er wird die Mannschaft am heutigen Samstag, 13.30 Uhr, zum Saisonstart gegen den FC Ingolstadt anführen. Sebastian Mai, der Chef, fehlt wegen eines Muskelfaserrisses genauso wie Kevin Ehlers und Agyemang Diawusie. "Ich werde alles geben und versuchen, um die Jungs auch emotional mitzunehmen", sagt Knipping.

Allerdings versteht er die Frage nicht, ob es schwieriger sei, sich gegen einen Mitaufsteiger zu motivieren als etwa für die Spiele gegen die Bundesliga-Absteiger Schalke 04 und Werder Bremen. Seine klare Antwort: "Definitiv nicht. Es ist genauso interessant, weil es auch da um drei Punkte geht."

Mit 72 Einsätzen für Sandhausen und Regensburg in der zweiten Liga ist der 28-Jahre alte Verteidiger zu den erfahrensten Profis in Dynamos Kader. Deshalb weiß er nur zu gut, worauf es für den Aufsteiger ankommt - und zwar in jeder Partie: die Grundtugenden. Giftiger und galliger sein. "Viele Spiele werden sich darüber entscheiden, wer intensiver spielt." Bei der Europameisterschaft habe man wieder gesehen, dass nicht unbedingt die Mannschaft gewinnt, die auf dem Papier die höhere Qualität hat, sondern jene, die mehr Herzblut reingeworfen haben. Wie Dänemark.

Heimvorteil ist endlich wieder einer

Alexander Schmidt setzt noch auf einen weiteren Trumpf, den Heimvorteil, der nach den Geisterspielen endlich wieder einer sein kann. "Mit den Fans im Rücken sind wir sehr, sehr, sehr motiviert und wollen das Ding ziehen", sagt der Trainer. Bis zu 9.600 Zuschauer wären erlaubt, aber wegen der durch Corona bedingten Auflagen wie Abstände zwischen den Plätzen können nur gut 7.000 im Rudolf-Harbig-Stadion live dabei sein.

Immer locker bleiben. Dynamos Chefcoach Alexander Schmidt macht es beim Fototermin mit zwei Nachwuchsspielern an der Gläsernen Manufaktur vor.
Immer locker bleiben. Dynamos Chefcoach Alexander Schmidt macht es beim Fototermin mit zwei Nachwuchsspielern an der Gläsernen Manufaktur vor. ©  dpa/Robert Michael

Die Stimmung dürfte trotzdem eine besondere sein wie etwa beim 4:1-Sieg im DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV im September 2020. "Die Jungs marschieren von der ersten bis zur letzten Minute - davon bin ich felsenfest überzeugt", meint der Chefcoach - er mahnt allerdings auch: "Man muss aufpassen, dass man nicht überdreht. Es gilt, die nötige Balance zu finden, denn eine zu hohe Drehzahl führt zum Motorschaden."

Wieder einmal gegen Ex-Dynamo Kutschke

Dabei erwartet er mit Ingolstadt eine Mannschaft, die unter dem neuen Trainer Roberto Pätzold noch aggressiver agiere. "Natürlich vom Personal her wissen wir: Kutschke und Co." Der Dresdner und Ex-Dynamo Stefan Kutschke geht in seine fünfte Saison in Ingolstadt, hatte als Kapitän in der vorigen Saison mit 13 Treffern in der 3. Liga einen entscheidenden Anteil am Wiederaufstieg, den die "Schanzer" in der Relegation gegen den VfL Osnabrück perfekt gemacht haben.

In Dresden hatte Ingolstadt mit 0:4 verloren. Das Video von diesem Spiel will Schmidt, der damals noch kein Dynamo-Trainer war, trotzdem nicht vorher zeigen, sagt aber: "Es war nicht so, dass das Spiel von der ersten Minute an so klar für Dynamo lief. Das war schon ein hartes Stück Arbeit." Genau das ist auch diesmal zu erwarten.

Personal: Dynamo fehlen Sebastian Mai, Kevin Ehlers, Agyemang Diawusie und Patrick Weihrauch (alle nach Muskelfaserriss) sowie die Langzeitverletzten Robin Becker, der ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, und Patrick Wiegers (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss).

Voraussichtliche Startelf: Broll - Sollbauer, Will, Knipping - Stark, Herrmann - Borrello, Mörschel, C. Löwe - Königsdörffer, Daferner.

Unser Themenpaket zum Start in der zweiten Liga:

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