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Dynamos Vorteil im Aufstiegskampf: "Wir können zu Null spielen"

Dresden gewinnt das Duell unter Freunden gegen Zwickau mit 1:0. Dynamos Vize-Kapitän Stefan Kutschke spricht nach dem Abpfiff über das besondere Spiel und sein Verletzungspech.

Von Timotheus Eimert & Niels Heudtlaß
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Im Spiel gegen Zwickau verletzt sich Dynamos Stürmer Stefan Kutschke am Fuß. Seine Maske trägt er nur wenige Minuten.
Im Spiel gegen Zwickau verletzt sich Dynamos Stürmer Stefan Kutschke am Fuß. Seine Maske trägt er nur wenige Minuten. © Jan Huebner

Stefan Kutschke, vor dem Tor sah Dynamo gegen Zwickau nicht immer glücklich aus. Wie bewerten Sie das Sachsenduell?

Das ist das Manko, das wir schon gegen Wehen Wiesbaden hatten. Aus den klaren Chancen, die wir hatten, haben wir zu wenige Tore gemacht. Das Spiel gegen Wiesbaden kann 4:1, 5:1 ausgehen, wenn wir ehrlich sind. Heute genauso. Wir hatten viele Chancen. Das war das Manko, warum wir Zwickau so lange im Spiel gehalten haben. So spielt die Gefahr mit, dass du sie nochmal einlädst. Sie haben bis in die Nachspielzeit daran geglaubt, noch den Ausgleichstreffer zu machen. Das Gute ist, dass wir zu Null spielen können. Das haben wir gezeigt. Wir wissen aber auch: Andere Mannschaften haben hier Unentschieden gespielt oder verloren.

Sie haben sich im Spiel verletzt?

Ich habe im Spiel ein bisschen gelitten. Bei einem Zweikampf mit Susac (Adam Sušac, Anm. d. Red.) war an meinem linken Fuß etwas offen, das sollte genäht werden, aber da bin ich kein Freund von, deshalb wurde es in der Pause geklebt. Es war so weit offen, dass sie nicht sicher waren, ob es hält.

Stefan Kutschke: "Mir tut es leid um Zwickau"

Ihre Schutzmaske, die Sie nach dem Nasenbeinbruch tragen müssen, haben Sie wenigen Minuten weggeschmissen. Warum?

Ich hatte mich geärgert nach einer Kopfballchance. Dann hing die Maske etwas schief, weil die Schwellung auch mehr und mehr zurückgeht. Sie war mir etwas zu locker. Das müssen wir die Woche über anpassen. Es ging zum Glück auch ohne, aber das ist ja nicht Sinn und Zweck.

Wie haben Sie die Atmosphäre beim Duell unter Freunden wahrgenommen?

Es ist ein bisschen seltsam. Mir tut es leid um Zwickau. Was hier in den letzten Jahren mit den Mitteln gemacht wurde, darf man nicht vergessen. Wir müssen eine Mannschaft aus der Region verabschieden, die zu uns einen starken Bezug hat und nun den Gang in die Regionalliga antreten muss. Dass das genau an diesem Spieltag passiert, ist das Unschöne an der ganzen Sache. Man hat gemerkt, dass im Spiel 90 Minuten keiner darauf Rücksicht genommen hat.

Stefan Kutschke: "Die Kartenverteilung war komisch"

Die Zwickauer Fans haben euch nach dem Spiel gefeiert. Das ist nicht selbstverständlich.

Das gibt es nur hier so. Dass wir zur Zwickauer Kurve gehen, hat etwas mit Respekt zu tun. Wenn du absteigst, ist das nie etwas Schönes. Das hat gezeigt, dass Zusammenhalt da ist. Es ist schön, dass die Jungs uns den Aufstieg wünschen, aber wir haben noch zwei Spiele zu spielen.

Wie bitter ist es, dass Niklas Hauptmann nach seiner zehnten Gelben Karte im nächsten Spiel nicht dabei sein kann?

Das habe ich noch gar nicht gewusst. Es ist umso bitterer – vor allem, wie es zustande kommt. Die Kartenverteilung war komisch. Aber das können wir nicht beeinflussen. Wir haben in dieser Saison schon viel aufgefangen, auch das werden wir schaffen.

Notiert von Niels Heudtlaß und Timotheus Eimert.