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Offiziell: Dynamo verpflichtet Zweitliga-Stürmer Schäffler

Manuel Schäffler wechselt von Zweitligist Nürnberg nach Dresden. Damit der 33-Jährige ein Problem löst, zahlt Dynamo sogar eine Ablöse.

Von Timotheus Eimert
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Er fühlt sich offenbar schon wohl in Dresden: Manuel Schäffler kommt aus Nürnberg zu Dynamo und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024.
Er fühlt sich offenbar schon wohl in Dresden: Manuel Schäffler kommt aus Nürnberg zu Dynamo und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. © SG Dynamo Dresden/Dennis Hetzschold

Dresden. Dynamo ist auf der Suche nach einem neuen Stürmer fündig geworden. Am Donnerstag hat der Fußball-Drittligist Manuel Schäffler vom 1. FC Nürnberg verpflichtet. „Wir sind sehr glücklich, dass sich Manuel Schäffler – trotz verschiedener Angebote aus der 2. Bundesliga, der 3. Liga und dem Ausland – für die SG Dynamo Dresden entschieden hat“, erklärte Sportchef Ralf Becker.

Wie Dynamo mitteilt, vereinbarten beide Vereine Stillschweigen über die Ablösemodalitäten. Da der 33-Jährige noch einen gültigen Vertrag in Nürnberg hatte, muss Dynamo eine Ablösesumme zahlen. Dem Vernehmen soll sich diese im unteren sechsstelligen Bereich befinden. Die Rede ist von 150.000 Euro. Unter anderem im Falle eines Dresdners Aufstieg könnte sich die Ablöse noch erhöhen. Dynamo reinvestiert damit einen erheblichen Teil der rund eine Million Euro, die der Verein vor drei Wochen aus dem Verkauf von Christoph Daferner an Nürnberg kassiert hat.

In Dresden erhält Schäffler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024 und wird mit der Rückennummer 33 auflaufen. Schäffler wird erstmals am Donnerstagnachmittag mit seinen neuen Mannschaftskollegen trainieren. „In den vergangenen drei Zweitliga-Spielzeiten hat Manuel im Durchschnitt stets mehr als zehn Tore erzielt“, wird Becker in der Mitteilung zitiert.

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Schäffler könnte sich mit Kutschke im Sturm abwechseln

Schäffler soll in Dresden ein Problem lösen, das es bereits in der Abstiegssaison gab und in den vergangenen Wochen erneut sichtbar wurde. Abgesehen vom 21:0 gegen Neuntligist Zuger SV gelangen in den sechs weiteren Testspielen gegen Auerbach (3:1), Heidenheim (0:1), St. Truiden (0:0), Borussia Dortmund (0:2), Teplice (1:0) und Neugersdorf (3:1) lediglich sieben Treffer.

Dynamo fehlte nach dem Abgang von Christoph Daferner zum 1. FC Nürnberg ein Torjäger. Zwar ist mit Stefan Kutschke ein potenzieller Knipser frühzeitig verpflichtet worden. Der 33-Jährige wird in einer langen Saison aber nicht alle Spiele absolvieren können. Derzeit befindet sich Kutschke wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne. Schäffler, ebenfalls 33 Jahre alt, könnte sich mit ihm abwechseln – und einen Konkurrenzkampf entfachen.

„Auf die Zeit bei der SG Dynamo Dresden habe ich richtig Bock – umso glücklicher bin ich, dass der Wechsel nun endlich über die Bühne gegangen ist. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich sehr überzeugt“, erklärt Schäffler. „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, damit dieser große Traditionsverein mit seinen leidenschaftlichen Fans schnellstmöglich in die 2. Bundesliga zurückkehren kann.“

Schäffler soll 500.000 Euro pro Jahr verdient haben

Schäffler bringt die Erfahrung von 201 Zweit- und 187 Drittliga-Spielen mit nach Dresden. In der Saison 2017/18 wurde er als Spieler des SV Wehen Wiesbaden mit 22 Toren Torschützenkönig der 3. Liga. In Nürnberg fand er zuletzt keine Berücksichtigung. In der vergangenen Saison erzielte er vier Tore in 28 Pflichtspielen, hatte dabei oft nur die Reservistenrolle inne. Nürnberg verpflichtete in der Sommerpause zudem neben Daferner zwei weitere neue Stürmer. Für Schäffler, der in Nürnberg rund 500.000 Euro pro Jahr verdient haben soll, war da kein Platz mehr.

Schäffler wurde am 6. Februar 1989 im bayerischen Fürstenfeldbruck geboren. Er erlernte das Fußballspielen zunächst beim Amateurverein TSV Moorenweis, ehe er in den Nachwuchsbereich des TSV 1860 München wechselte. Dort schaffte er den Sprung zum Fußballprofi und lief insgesamt 60-mal (fünf Tore, zwei Vorlagen) für die Münchner auf.

Anschließend folgten Stationen in der 2. Bundesliga und der 3. Liga beim MSV Duisburg (25 Spiele mit fünf Toren und zwei Vorlagen), beim FC Ingolstadt (42 Spiele mit sieben Toren und drei Vorlagen), bei Holstein Kiel (96 Spiele mit 20 Toren und neun Vorlagen), beim SV Wehen Wiesbaden (150 Spiele mit 80 Toren und 24 Vorlagen) und beim 1. FC Nürnberg (52 Spiele mit 14 Toren und sechs Vorlagen).