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Kein Dynamo-Erfolg: Bartels gewinnt Wahl

Schon vor dem Pokal-Coup mit Holstein Kiel gegen den FC Bayern wird ein Treffer des Stürmers zum "Tor des Monats" gekürt. Ein Dresdner geht dabei leer aus.

Fin Bartels erzielt das zwischenzeitliche 1:1 für Holstein Kiel gegen den FC Bayern, macht mit seinem Elfmeter den Pokal-Sensation perfekt - und hat mit einem anderen Tor die ARD-Zuschauer begeistert.
Fin Bartels erzielt das zwischenzeitliche 1:1 für Holstein Kiel gegen den FC Bayern, macht mit seinem Elfmeter den Pokal-Sensation perfekt - und hat mit einem anderen Tor die ARD-Zuschauer begeistert. © dpa/Christian Charisius

Dresden/Kiel. Man muss auch gönnen können. Es standen fünf spektakuläre Tore zur Auswahl für das Tor des Monats Dezember, darunter der Seitfallzieher von Dynamos Mittelfeldspieler Julius Kade beim 4:1-Sieg der Dresdner gegen den SC Verl. "Das war auf jeden Fall eines der schönsten Tore, die ich in meiner noch jungen Karriere erzielt habe", sagte der 21-Jährige danach - und bestätigte damit quasi die Auswahl der ARD-Sportschau-Redaktion.

Bei der Abstimmung lag jedoch ein anderer ganz vorn in der Gunst der Zuschauer - und das mit 50,36 Prozent ziemlich deutlich. Fin Bartels von Holstein Kiel landete mit seinem akrobatischen 1:0-Siegtreffer im Zweitliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg deutlich auf Platz eins. Sein Treffer vereinte Seit- und Rückfallzieher. "Wenn es gut läuft, dann ist so ein Ding mal drin. An anderen Tagen verletze ich mich nur am Rücken", scherzte Bartels nach der Partie.

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Auf den Plätzen zwei und drei folgten Quentin Fouley (TuS Rot-Weiss Koblenz) und Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen).

Für den 33 Jahre alten Bartels war diese Nachricht sozusagen das Sahnehäubchen am Tag nach der Sensation im DFB-Pokal. Bartels hatte am späten Mittwochabend im Elfmeterschießen den Sieg von Kiel gegen den FC Bayern perfekt gemacht. Zudem hatte er mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 entscheidend dazu beigetragen, dass der Außenseiter den Bundesliga-Spitzenreiter ägern konnte.

Nach dem Einzug ins Achtelfinale gegen Darmstadt 98 feierten die Holstein-Fans mit einem Autokorso und Hupkonzert. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer kündigte an, am Rathaus "zu Ehren der Pokalhelden" Holstein-Kiel-Flaggen zu hissen. "Natürlich ist immer Glück dabei, das hatten wir am Ende. Aber das haben wir uns auch verdient", sagte Bartels. Sein Trainer Ole Werner war sich sicher: "Es ist ein Erlebnis, an das wir uns alle, die dem Verein und der Stadt Kiel verbunden sind, noch lange denken werden."

Bartels ist der Fixpunkt beim Zweitliga-Dritten

Für Bartels läuft es derzeit. Im vergangenen Sommer war er nach seinen fußballerischen Wanderjahren im norddeutschen Raummit Stationen bei Hansa Rostock, dem FC St. Pauli und Werder Bremen zu dem Klub zurückgekehrt, den er 2007 als Regionalligist verlassen hatte. Es habe sich ein "Kreis geschlossen", wie er einmal sagte.

Welch außergewöhnlich feiner Fußballer er noch ist, bewies er gegen die Münchner eindrucksvoll. "Ihn zu sehen, war für mich immer ein Genuss", hatte ihn Bayern-Trainer Hansi Flick schon vor dem Spiel gelobt. Bartels - dessen Markenzeichen schon früh der grau melierte Haarschopf wurde - ist in der Offensive des Zweitliga-Dritten der Fixpunkt.

"Jetzt können wir erst einmal ein, zwei Bierchen trinken und uns freuen", sagte er nach dem Pokal-Coup. "Dann geht es aber leider schon wieder weiter am Wochenende." Der Zweitliga-Alltag steht am Sonntag mit der Partie beim Karlsruher SC an. Nach der Niederlage gegen den VfL Osnabrück und dem Remis beim FC St. Pauli müssen die Kieler endlich den ersten Punktspielsieg im neuen Jahr holen, um im Aufstiegskampf nicht abgehängt zu werden.

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