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Ex-Dynamo Kutschke: Mein Handy wird voll sein

Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke erklärt im Interview, wie wichtig der Sieg gegen Dynamo war und warum er sich auf Feiertage in Dresden freut.

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Mit vollem Einsatz kämpfte Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke - wie hier gegen Michael Akoto (vorn). Im Hintergrund Michael Sollbauer.
Mit vollem Einsatz kämpfte Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke - wie hier gegen Michael Akoto (vorn). Im Hintergrund Michael Sollbauer. © dpa/Matthias Balk

Ingolstadt. Als Torschütze lässt sich Stefan Kutschke zwar feiern, doch in den Statistiken taucht sein Name beim 3:0-Sieg gegen seinen Ex-Verein nicht auf. Der Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 wird als Eigentor von Kevin Ehlers gewertet. Kutschke hatte den Dynamo-Verteidiger angeköpft, erst dadurch flog der Ball ins Netz. Auf einen überschwänglichen Jubel hatte der gebürtige Dresdner ohnehin verzichtet - wie immer, wenn er gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, für den er zuletzt 2016/17 aktiv war, getroffen hat. Im Interview nach dem Abpfiff spricht der 33-Jährige über die Bedeutung des Erfolges, den neuen Trainer und die Feiertage in Dresden.

Was gab den Ausschlag zum Sieg?

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Tore schießen wie Ronaldo, dribbeln wie Messi oder unüberwindbar sein wie Neuer - Welcher Nachwuchskicker träumt nicht, ein erfolgreicher Fußballprofi zu werden?

Der Grundstein war ein klarer Plan, den wir eine Woche genau so verfolgt haben. Dresden ist in Form und wir wussten, was auf uns zukommt. Wir mussten eine große Aggressivität und Zielstrebigkeit auf den Platz bekommen - und haben es geschafft, uns dafür zu belohnen.

Welchen Anteil am Erfolg hat der neue Trainer Rüdiger Rehm?

Der Trainer ist genauso positiv verrückt wie wir und hat uns ein Stück weit neues Leben eingehaucht. Wir hatten vor dem Spiel gegen Hannover nur zwei Tage mit ihm, jetzt war es eine ganze Woche. Wir haben vieles von dem umgesetzt, was er uns an die Hand gegeben hat.

Wie groß sind die Chancen nach dem Sieg jetzt, die Klasse noch zu halten?

Wir brauchen ein großes Miteinander für diese Aufgabe von Spielern, Fans, Mitarbeitern. Klar ist aber auch: Es ist noch ein langer Weg für uns, und wir haben noch genügend Baustellen. Wir brauchen eine erfolgreiche Rückrunde, die haben wir heute mit dem Sieg gestartet. Keiner war bisher an seinem Leistungslimit. Da werden wir im neuen Jahr ansetzen.

Wie verbringen Sie jetzt die Feiertage?

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Das Schöne ist, dass ich ab Montag wieder in der Heimat bin. Jeder weiß, wo ich herkomme, und ich freue mich darauf, wieder unter Ossis zu sein. Mein Handy wird jetzt wieder voll mit vorwurfsvollen Nachrichten sein. Aber es ging heute nur um die drei Punkte. Dynamo konnte die Niederlage besser verkraften als wir.​

Notiert: Daniel Klein

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