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Dynamo steht zur Wahl für Tor des Jahres

Patrick Schmidt erzielte im März 2020 per Fallrückzieher den Siegtreffer gegen Aue. Inzwischen spielt er wieder für Heidenheim - und hofft auf die Dynamo-Fans.

Patrick Schmidt klatscht nach dem Sieg im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue mit Dynamo-Fans ab - das Rudolf-Harbig-Stadion war bei dem Spiel zum bislang letzten Mal voll besetzt.
Patrick Schmidt klatscht nach dem Sieg im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue mit Dynamo-Fans ab - das Rudolf-Harbig-Stadion war bei dem Spiel zum bislang letzten Mal voll besetzt. © Lutz Hentschel

Dresden. Die vorige Saison endete für Dynamo im Corona-Chaos und mit dem Abstieg aus der zweiten Liga, doch für einen Ex-Dresdner könnte es nachträglich noch einen Titel geben. Patrick Schmidt gehört zu den Kandidaten für das "Tor des Jahres" 2020. Mit einem Fallrückzieher hatte er den Treffer zum 2:1-Sieg für die Schwarz-Gelben im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue erzielt, der von den Zuschauern der ARD-Sportschau im März mit 34,94 Prozent der Stimmen zum "Tor des Monats" gewählt wurde.

"Der Treffer war das schönste Tor, das ich in meiner bisherigen Karriere erzielt habe. Und das ausgerechnet bei diesem besonders emotionalen Spiel für alle Menschen, deren Herz für Dynamo Dresden schlägt", wird Schmidt in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. Der 27 Jahre alte Stürmer war für die Rückrunde vom 1. FC Heidenheim ausgeliehen worden und hatte insgesamt sechs Tore für Dynamo erzielt.

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Trotz des Abstieges hatte er einen Verbleib nicht ausgeschlossen, letztlich entschieden sich Trainer Markus Kauczinski und der neue Sportgeschäftsführer Ralf Becker aber für einen nahezu kompletten Umbruch. Schmidt steht weiter in Heidenheim unter Vertrag, kommt aber nach gutem Start mit einem Tor gegen Eintracht Braunschweig am ersten Spieltag nur selten zum Einsatz.

Mit dem Moment seines Treffers für Dynamo gegen Aue seien viele positive Erinnerungen verbunden, meint er, "denn es war zudem auch für mich die letzte Partie vor so vielen Zuschauern, bevor die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie leider bis heute alles verändert haben". Am 8. März 2020 waren 30.753 Fans dabei und das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zum bisher letzten Mal ausverkauft.

Da kann sich Aues Torwart Martin Männel (l.) noch so lang machen, an diesen Ball kommt er nicht heran. Patrick Schmidt (2. v. r.) trifft mit einem spektakulären Fallrückzieher zum 2:1 für Dynamo.
Da kann sich Aues Torwart Martin Männel (l.) noch so lang machen, an diesen Ball kommt er nicht heran. Patrick Schmidt (2. v. r.) trifft mit einem spektakulären Fallrückzieher zum 2:1 für Dynamo. ©  dpa/Robert Michael

Schmidt war der bis insgesamt sechste Torschütze des Monats für Dynamo. Zuvor wurden bereits Uwe Rösler, Thomas Rath, Klemen Lavric, Pascal Testroet und Justin Eilers ausgezeichnet. Zuletzt war Julius Kade im Dezember nominiert, allerdings gab es diesmal keinen Erfolg für Dynamo, sondern für Fin Bartels von Holstein Kiel. Dagegen wurde der Treffer von Lavric 2004 sogar zum Tor des Jahres gewählt. Auch der Slowene traf damals beim Auswärtsspiel gegen Rot-Weiß Erfurt in der zweiten Liga ebenfalls per Fallrückzieher. Vielleicht ein gutes Omen.

"Das Tor bedeutet mir sehr viel"

Bis Sonntag, den 24. Januar, 24 Uhr, kann auf Sportschau.de abgestimmt werden. Der Sieger der Publikumswahl wird am Samstag, den 30. Januar, in der ARD-Sportschau bekanntgegeben. Schmidt hofft natürlich, dass die Dynamo-Fans fleißig für ihn abstimmen, denn: "Das Tor bedeutet mir sehr viel und ist eines, das ich nie vergessen werde – ebenso wie meine Zeit in Dresden." Wie die Mannschaft trotz des Abstiegs gefeiert worden ist, habe ihn berührt und sprachlos gemacht, sagte Schmidt in einem Interview mit Sächsische.de.

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Die Anhänger können mit dem Votum ein wenig die Zeit überbrücken bis zum nächsten Dynamo-Spiel. Die für diesen Samstag geplante Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden wurde offiziell abgesagt, nachdem Trainer Markus Kauczinski und eine weitere Person aus dem Mannschaftskreis positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Das gesamte Team ist für fünf Tage in häuslicher Isolierung und darf unter Auflagen nur in Kleinstgruppen trainieren. Das nächste Mal getestet wird am Sonntag, wer dann ein negatives Ergebnis bekommt, darf ins Mannschaftstraining zurückkehren. Für Kauczinski und die weitere Person endet die Quarantäne am 22. Januar - am nächsten Tag steht das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zum Start in die Rückrunde an, am Donnerstag gab der DFB weitere Termine bekannt. (SZ/-ler)

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