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Warum Dynamos Kapitän trotzdem zufrieden ist

Sebastian Mai spricht nach dem 1:1 gegen Saarbrücken von einer reifen Leistung, nur das Ergebnis nervt ihn. Seine Sicht auf das Spitzenspiel erklärt er im Interview.

Sebastian Mai ärgert sich im Spiel gegen Saarbrücken über eine Entscheidung des Schiedsrichters. Mit der Leistung seiner Mannschaft ist Dynamos Kapitän anschließend dagegen zufrieden.
Sebastian Mai ärgert sich im Spiel gegen Saarbrücken über eine Entscheidung des Schiedsrichters. Mit der Leistung seiner Mannschaft ist Dynamos Kapitän anschließend dagegen zufrieden. © dpa/Robert Michael

Dresden. Die Revanche für die Niederlage im Hinspiel, das Dynamo mit 1:2 verloren hatte, ist nicht geglückt. Auch im eigenen Stadion kann der Tabellenführer der 3. Fußball-Liga gegen den 1. FC Saarbrücken nicht gewinnen und muss sich mit einem letztlich leistungsgerechten Remis zufriedengeben.

Beim 1:1 hat die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski auf dem holprigen Rasen lange Zeit Probleme, an die Leistungen der Vorwochen anzuknüpfen. Erst spät erspielen sich die Dresdner einige gute Torchancen, lassen dabei aber die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Sebastian Mai äußert sich nach dem Spiel dennoch zufrieden.

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Sebastian Mai, die Revanche verpasst: Wie fühlt sich das 1:1 im Spitzenspiel gegen den Vierten Saarbrücken für Sie an?

Ich bin sehr enttäuscht, weil wir vom Spielverlauf her hätten gewinnen müssen. Wir hatten in der Schlussphase noch zwei Riesen-Dinger. Das Gegentor fressen wir aus einem Standard, da waren wir eigentlich zuletzt nicht so anfällig. Aber wir haben es nicht gut verteidigt. Danach hatte Saarbrücken noch eine Chance, als Brollo (Torwart Kevin Broll/Anm. d. Red.) halten muss. Aber sonst wäre ein Sieg für uns absolut gerecht gewesen.

Die Anfangsphase des Spiels war von Abtasten und gegenseitigem Respekt geprägt. Lag das auch an der Tabellenkonstellation?

Wir hatten überhaupt keinen Respekt, sind angerannt und haben den Ball gut laufen lassen. Ich habe gehört, deren Trainer wollte uns laufen lassen. Dabei war es andersherum. So muss man ein Spiel angehen. Die haben unter der Woche gespielt, also haben wir sie laufen lassen. Eigentlich haben wir es gut gemacht, hatten aber im letzten Drittel ein paar Unkonzentriertheiten. Vielleicht haben wir nicht so viele Chancen rausgespielt, aber die Kontrolle über das Spiel gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir zugeschlagen, waren deutlich besser. Die haben die Bälle nur noch hinten rausgeschlagen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel, nur nicht mit dem Ergebnis.

Dennoch hätte Saarbrücken bereits früh in Führung gehen können. Hatte Ihre Mannschaft in der siebenten Minute einfach Glück, als der Ball von der Unterkante der Latte vor die Linie sprang?

Ja klar, vielleicht. Eventuell waren einige noch nicht ganz da und spritzig. Danach hatten wir aber eine extreme Kontrolle und haben sehr dominant gespielt.

Gerade in der Endphase hatte Dynamo mehrfach gute Einschussmöglichkeiten. Wie bitter ist es, dass der Ball einfach nicht ins Tor geht?

Es nervt gerade sehr, und ich habe eine große Enttäuschung in mir. Ich finde aber, dass wir das Spiel sehr gut gemacht haben. Wir haben reif und eines Spitzenreiters würdig gespielt. Natürlich müssen wir die Tore machen, Punkt. Das haben wir heute nicht, dafür aber in den Spielen zuvor. Jetzt haben wir kurz Zeit, um das aufzuarbeiten. Dann können wir es schon wieder besser machen.

Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

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