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Dynamo beugt sich den neuen Corona-Regeln

Zu den Heimspielen dürfen nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion. Die Dynamo-Ultras bleiben darum zu Hause. Es droht ein Einbruch der Zuschauerzahlen.

So spärlich besetzt könnte der K-Block auch beim Heimspiel am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf sein.
So spärlich besetzt könnte der K-Block auch beim Heimspiel am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf sein. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am kommenden Sonntag wird ein besonderes - nicht nur aus sportlicher Sicht. Nach den Niederlagen zuletzt, dem Absturz in den Tabellenkeller und der Jobgarantie für Trainer Alexander Schmidt kämpft die Mannschaft um das so wichtige Erfolgserlebnis. Und die Zuschauer müssen sich erstmals an die 2G-Regeln halten. Am Montag begann der Kartenvorverkauf.

Auf der Homepage erläutert Dynamo ausführlich, warum sich der Verein zähneknirschend den Vorschriften der Landesregierung beugt. Oder besser: Beugen muss, denn es gäbe nur die Alternative, freiwillig komplett auf Zuschauer zu verzichten. In der Mitteilung hebt der Zweitligist noch einmal hervor, dass er sich - auch gemeinsam mit der Initiative Team-Sport-Sachsen - für die Beibehaltung der 3G-Regel eingesetzt hatte, die den Stadionbesuch neben den Geimpften und Genesenen auch den Getesteten erlaubt. In der seit voriger Woche geltenden Corona-Schutz-Verordnung gibt es diese Option bei Großveranstaltungen nicht, Zutritt ist nur noch mit 2G-Nachweis möglich.

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„Wir können festhalten, dass es mit dem von uns ausgearbeiteten und umgesetzten Hygienekonzept in unseren bisherigen acht Heimspielen in dieser Saison keinen bekannten Corona-Fall im Rudolf-Harbig-Stadion gegeben hat“, argumentiert Geschäftsführer Jürgen Wehlend weiter für 3G und verweist zudem auf eine „Analyse zur Wiederzulassung von Zuschauern“, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) kürzlich veröffentlicht hatte. Demnach seien von den insgesamt 2.057.432 Stadionbesuchern der bis zum 14. Oktober 2021 ausgetragenen 145 Spiele neun Personen im Nachgang positiv getestet worden. Das entspricht einem Anteil von 0,0035 Prozent. Keinem Verein sei bekannt, dass in diesem Zusammenhang weitere Personen im Stadion angesteckt wurden.

Dynamo hat das Hygienekonzept nun den 2G-Bedingungen angepasst und dafür die Genehmigung des Gesundheitsamtes Dresden erhalten. "Die aktuelle Lage macht 2G offensichtlich unabdingbar“, so Wehlend, der betont, dass der Verein die Impfkampagne weiterhin unterstützt.

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Mit der Einführung von 2G droht ein Einbruch bei den Zuschauerzahlen. Eine Auslastung des Harbig-Stadions ist ohnehin nur noch zu 50 Prozent möglich, ob 16.000 kommen, ist jedoch unwahrscheinlich. Die Dynamo-Ultras haben bereits angekündigt, die Spiele zu boykottieren.

Bei den beiden öffentlichen Trainingseinheiten an diesem Montag und Dienstag wird dagegen die 3G-Regel angewendet. Dies sei möglich, da es sich nicht um eine Großveranstaltung und keine Veranstaltung im Innenbereich handelt, teilt der Verein mit.

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