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Sport

Dresdner Hensel die erste Wahl als Trainer in Aue

Beim FC Erzgebirge Aue läuft alles auf diese Entscheidung hinaus, aber es gibt ein Problem.

So engagiert wie als Spieler versucht Marc Hensel als Trainer, den FC Erzgebirge in die Erfolgsspur zu bringen. Aus der Übergangs- könnte deshalb eine Dauerlösung werden, wie Aue-Präsident Helge Leonhardt andeutet.
So engagiert wie als Spieler versucht Marc Hensel als Trainer, den FC Erzgebirge in die Erfolgsspur zu bringen. Aus der Übergangs- könnte deshalb eine Dauerlösung werden, wie Aue-Präsident Helge Leonhardt andeutet. ©  dpa/Robert Michael

Von Gerald Fritsche

Aúe. Plan A, B oder C – wie geht es in der Trainerfrage beim FC Erzgebirge Aue weiter? Präsident Helge Leonhardt hat wohl mehrere Varianten parat, nur muss er sich nun langsam für eine entscheiden. Interimscoach Marc Hensel dürfte die erste Wahl sein, nur braucht der einen „Vorgesetzten“ mit Fußballlehrer-Lizenz. Und der Verein generell mehr Geld, nachdem die vielen vorzeitig beurlaubten Trainer der Vergangenheit abgefunden werden mussten.

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Nach dem bitteren 1:1 am Freitagabend gegen den Hamburger SV – der Ausgleich fiel durch ein Slapstick-Eigentor durch Dirk Carlson unmittelbar vor dem Abpfiff in Minute 94 – gab Leonhardt im Gespräch mit „Sport im Osten“ beim MDR Einblicke in seine Gefühlswelt. Und wirkte unter dem Eindruck des verpassten Sieges in sich gekehrt und still. Von seinem Hang zum Lautsprecher war nichts zu spüren.

Seinen Übergangscoach Hensel lobte er aber über alle Maßen, nachdem dieser dem schon totgesagten FC Erzgebirge in den Spielen in Regensburg (2:3) und gegen Hamburg neues Leben eingehaucht hatte. „Ich baue auf Marc, der kennt die Tugenden, er kennt jetzt auch die Mannschaft. Er hat ja schon unter Daniel Meyer gedient, er hat ja schon unter Dirk Schuster gedient. Er hat das Zeug, er liebt den Verein, er liebt das Erzgebirge, was willst du eigentlich mehr? Der Junge ist was wert und den werden wir fördern“, sagte Leonhardt.

Der gebürtige Dresdner und Ex-Dynamo-Profi Hensel, der als Klassenlehrer eine 6. Klasse am Auer Gymnasium führt und Deutsch und Geschichte unterrichtet, wurde schon für den nächsten Fußballlehrer-Lehrgang angemeldet. Und möchte weiter für den Klub arbeiten. „Na klar, ich lebe hier, ich liebe diesen Verein, ich bin diesem Verein unendlich dankbar. Dementsprechend werde ich hier natürlich auch gerne weiterarbeiten, aber in welcher Funktion, das muss man besprechen. Und da muss man auch sehen, was ist möglich?“, sagte der 35-Jährige, der neun Jahre als Spieler und Trainer in Aue verbracht hat.

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Denkbar wäre eine vereinsinterne Lösung. Nachwuchschef Carsten Müller besitzt die Lizenz. „Wir werden bald eine Lösung kommunizieren“, sagte Leonhardt. Sein etwas gewagter Vergleich zu Hensel, auf den vieles hindeutet: „Er hat zwar keinen Lkw-Führerschein, kann nur einen Pkw fahren, aber er ist in der Lage, den Lkw zu steuern und zu fahren. Das müssen wir nun in einen Kontext reinbringen, und das werden wir auch tun.“ (dpa)

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