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Droht RB Leipzig ein kompletter Umbruch?

Wechselgerüchte zu Spielern ploppen fast täglich auf. Im schlimmsten Fall muss sich der Klub im Sommer aber auf sehr vielen Positionen neu aufstellen.

Wie lange sind sie noch in Leipzig? RB-Trainer Julian Nagelsmann und Kapitän Marcel Sabitzer .
Wie lange sind sie noch in Leipzig? RB-Trainer Julian Nagelsmann und Kapitän Marcel Sabitzer . © dpa/Jan Woitas

Von Tom Bachmann

Leipzig. Sportlich läuft es für RB Leipzig gerade nahezu optimal. Man steht im Halbfinale des DFB-Pokals, kann die beste Saison in der Fußball-Bundesliga spielen und sogar schon am Dienstag beim 1. FC Köln den erneuten Einzug in die Champions League fixieren. Die Aufmerksamkeit lag in den vergangenen Wochen allerdings oft auf dem, was abseits des Platzes abläuft. Nahezu täglich kommen neue Personal-Spekulationen auf, was zu der Frage führt, wer von diesem Team in der neuen Saison noch da ist.

Natürlich steht Trainer Julian Nagelsmann an der Spitze der Spekulations-Pyramide. Der 33-Jährige ist Top-Kandidat auf eine Nachfolge von Hansi Flick bei Bayern München und will sich partout nicht auf ein Versprechen einlassen, auch in der kommenden Saison Trainer in Leipzig zu sein. Stattdessen gibt es Standardantworten. "Ich unterschreibe Verträge bei vollem Bewusstsein", sagte Nagelsmann über seinen bis 2023 laufenden Vertrag ohne Ausstiegsklausel.

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Sportdirektor nach Schalke nun in Frankfurt auf dem Zettel

Ein Jahr weniger ist Sportdirektor Markus Krösche an RB gebunden. Und dennoch kursierte der Name des 40-Jährigen zuletzt öfter, wenn sich ein Klub neu aufstellen wollte. Mit Schalke 04 soll es ein Treffen gegeben haben und Krösche betonte dann, er habe "klar gesagt, dass ich nicht zur Verfügung stehe." Aktuell soll er bei Eintracht Frankfurt zum engen Kandidatenkreis bei der Sportchefsuche zählen.

Die Familien von Nagelsmann und Krösche wohnen nicht in Leipzig, was im Profigeschäft nicht ungewöhnlich ist. Es könnte aber auch ein Hinweis darauf sein, dass das Duo in Sachsen nicht gerade Wurzeln schlagen mag.

Pokert um einen neuen Vertrag: Rechtsverteidiger Marcel Halstenberg.
Pokert um einen neuen Vertrag: Rechtsverteidiger Marcel Halstenberg. © Archiv: dpa/Jan Woitas

Das Gesicht der Mannschaft wird sich definitiv verändern. Mit Brian Brobbey, Mohamed Simakan und Josko Gvardiol sind drei Neuzugänge bereits fix. Dayot Upamecano ist bereits an die Bayern verkauft, Justin Kluivert nur aus Rom geliehen. Einiges deutet derzeit noch auf weitere Abgänge hin.

So hat zum Beispiel Marcel Sabitzer keine Eile, seinen 2022 auslaufenden Vertrag zu verlängern. "Ich weiß, dass ich in einem Alter bin, in dem jetzt der vielleicht letzte große Schritt kommt - in welche Richtung auch immer. Deshalb lasse ich mir das gut durch den Kopf gehen", sagte der Kapitän zuletzt. Da RB-Boss Oliver Mintzlaff die Maxime hat, keinen Stammspieler ablösefrei gehen zu lassen, müsste er den österreichischen Nationalspieler bei ausbleibender Einigung in diesem Sommer verkaufen.

Selbiges gilt für Marcel Halstenberg. Der Nationalspieler empfand ein erstes Angebot des Klubs als nicht leistungsgerecht. Auf dem Absprung ist er offenbar noch nicht. "Ich kann mir weiterhin vorstellen, meinen Vertrag zu verlängern - wenn alles passt", sagte der 29-Jährige dem "Kicker". Halstenberg hat beim Poker ein gutes Blatt auf der Hand, denn gute linke Verteidiger sind ein rares Gut.

Leipzigs Verteidiger Ibrahima Konaté wird mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht.
Leipzigs Verteidiger Ibrahima Konaté wird mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht. © Archiv: dpa/Hendrik Schmidt

Völlig machtlos wäre der Club, wenn sich Ibrahima Konaté neu orientieren möchte. Der hoch veranlagte Verteidiger hat eine Ausstiegsklausel über angeblich 40 Millionen Euro. Dieser vergleichsweise günstige Preis soll den FC Liverpool auf den Plan gerufen haben. Konaté dementierte jüngst via "Bild" Kontakt zum englischen Meister, was allerdings nicht unbedingt als Bleibe-Versprechen gewertet werden muss.

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Auf der Ebene Trainer/Sportdirektor steht Leipzig im schlechtesten Fall wieder da, wo man nach dem Ende der Ära Ralf Rangnick 2019 schon einmal war. Damals war der Personalwechsel allerdings von langer Hand vorbereitet. Nun müsste das Team um Vorstandschef Mintzlaff zeigen, dass es auch einen kurzfristigen Plan B erfolgreich umsetzen könnte. (dpa)

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