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Letzte CL-Chance: RB in Paris mit dem Rücken zur Wand

In der Champions League ist RB Leipzig nach zwei Partien noch ohne Punkt. Und jetzt geht es auch noch zu Paris St. Germain. Doch es gibt Hoffnung.

Leipzigs Trainer Jesse Marsch.
Leipzigs Trainer Jesse Marsch. © dpa/Hendrik Schmidt

Von Florian Krebl

Paris. Lionel Messi und Kylian Mbappe waren längst in den Köpfen von Trainer Jesse Marsch und den Profis von RB Leipzig, doch Panik ließen sie am Cottaweg nicht zu. Im Abschlusstraining vor dem vorentscheidenden Champions-League-Kracher bei Paris St. Germain kickten die Spieler am Montag lachend Bälle umher, als wäre in Leipzig alles rosig. Die Realität ist eine andere.

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Mit einer Pleite bei PSG wäre RB so gut wie raus. "Das wird eine schwierige Aufgabe. Paris war schon ohne Messi so eine gute Mannschaft", sagte Marsch vor dem Gastspiel im Prinzenpark am Dienstag. Doch seit Messi auch noch bei PSG spielt, bildet er mit Neymar und Kylian Mbappe ein dreiköpfiges Ungetüm, gegen das keine Mannschaft der Welt gerne antritt. Immerhin: Neymar fällt am Dienstag mit Adduktorenproblemen aus.

Schon gar nicht Leipzig in der aktuellen Verfassung. Marsch hat aber einen Plan: Klare Kante gegen das Zauber-Trio. "Wir müssen in Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Messi und Mbappe sehr gut sein und hart verteidigen", sagte er am Montag. Gelingt dies nicht, wäre die dritte Pleite im dritten Königsklassen-Spiel kaum zu verhindern und das Achtelfinale utopisch.

Und dafür spricht in der Tat einiges. "Wir müssen als Mannschaft schon eine sehr gute Leistung bringen, um eine Chance zu haben", sagte RB-Kapitän Peter Gulacsi. Richtig gut war Leipzig zuletzt aber nur vereinzelt. Erst am Samstag holte RB in der Liga beim SC Freiburg ein glückliches 1:1.

Immer wieder hanebüchene Abwehrfehler

Der Grund: Ein bedenklicher Einbruch - diesmal in der zweiten Halbzeit. Immer wieder leisten sich die Leipziger hanebüchene Abwehrfehler, die sie gegen PSG Kopf und Kragen kosten könnten. Symbolträchtig für die Probleme stand das wilde 3:6 bei Manchester City zum Champions-League-Auftakt, ehe auch das zweite Spiel gegen den Underdog FC Brügge wegen schlimmer Patzer 1:2 verloren ging.

Auf ähnliche Einladungen warten Messi und Mbappe nur beim vierten Duell mit RB in zwei Jahren. Einer 0:3-Lehrstunde im Halbfinale der Saison 2019/2020 folgten in der Vorrunde der vergangenen Spielzeit ein knappes 0:1 und gar ein 2:1-Heimsieg. Zwar verfügte Paris schon damals über ein Star-Ensemble, das im Sommer aber noch einmal stark erweitert wurde. Unter anderem durch Messi, der am zweiten Spieltag gegen City (2:0) mit einem Traumtor seinen ersten Star-Moment im PSG-Trikot feierte.

Marsch versucht derweil die Gemüter zu beruhigen, die Rückbesinnung vom System seines Vorgängers Julian Nagelsmann auf die typische RB-DNA dauert weiterhin an. Und die Mannschaft tut sich schwer. "Wir sind derzeit wer wir sind. Wir müssen Geduld haben, aber gleichzeitig auch Druck machen", sagte der US-Amerikaner. Doch nach dem Freiburg-Spiel gab auch er zu, dass RB derzeit "ganz ehrlich nicht gut genug" sei.

Mit einer Ausnahme vielleicht: Christopher Nkunku. Das Pariser Eigengewächs dürfte bei der Rückkehr zum Heimatklub besonders motiviert sein, ist er doch so gut wie nie. Elf Pflichtspiele, neun Treffer, allein vier davon in der Königsklasse: Nkunkus Quote ist herausragend. Seine Tore könnte Leipzig in Paris gut gebrauchen. (sid)

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