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Leipzig bangt um Heimspiel gegen Klopp

Derzeit darf der FC Liverpool nicht in Deutschland einreisen. Darum droht RB im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League eine Niederlage am grünen Tisch.

Soll am 16. Februar mit dem FC Liverpool in Leipzig antreten: Reds-Coach Jürgen Klopp.
Soll am 16. Februar mit dem FC Liverpool in Leipzig antreten: Reds-Coach Jürgen Klopp. © Archiv: dpa/Jan Woitas

Von Nikolaj Stobbe

Leipzig. Bittere Pille für RB Leipzig: Da darf der Bundesligazweite in der Champions League gegen den FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp antreten, doch dann droht das „Spiel des Jahres“ in Leipzig zu platzen. Die Corona-Maßnahmen des Bundes verbieten Liverpools Einreise zum Hinspiel am 16. Februar, doch Leipzig kündigte einen Tag vor dem Achtelfinalspiel im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum am Mittwoch Gegenwehr an.

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„Natürlich befinden wir uns in Gesprächen mit den Behörden, mit der Uefa und mit Liverpool“, sagte RB-Sprecher Till Müller am Dienstag. „Das beinhaltet auch, dass wir Montag einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung gestellt haben für die Einreise des Teams aus Liverpool.“ Der Antrag sei bei der zuständigen Bundespolizei gestellt worden.

Die Chancen für eine Sondergenehmigung stehen aber schlecht. Am Montag teilte das Bundesinnenministerium (BMI) mit, dass die Einreiseregeln zum Schutz vor Corona-Mutationen „vorerst keine Ausnahmeregelungen für Profisportler“ zulassen.

RB muss bis 8. Februar Alternativen anbieten

Deutschland hat Fluggesellschaften mindestens bis zum 17. Februar untersagt, Personen aus Gebieten, die von Corona-Mutationen betroffen sind, auf deutsches Staatsgebiet zu transportieren.

Auch die Europäische Fußball-Union (Uefa) bestätigte am Dienstag die Gespräche und verwies auf die Regularien. Demnach habe RB bis zum 8. Februar Zeit zu klären, ob in der Leipziger Arena gespielt werden kann. Wenn nicht, muss sich der Klub um eine zeitliche Verlegung oder einen Ausweichspielort kümmern. Auch ein Heimrecht-Tausch mit Liverpool ist möglich, doch diesen Nachteil wird der Klopp-Klub wohl freiwillig nicht in Kauf nehmen.

Sollte man die Ausnahmegenehmigung nicht erhalten und eine Verlegung der Partie an einen anderen Ort bzw. auf einen Zeitpunkt nach Auslaufen der Einreiseregelung nicht gelingen, würde die Partie mit 0:3 aus Sicht der Leipziger gewertet. „Das ist ein Thema, das uns ein bisschen Bauchschmerzen bereitet“, gab RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zu.

Debatte für die Reds nicht neu

Für Liverpool ist die Debatte nicht neu. Bereits vor dem Finale in der Gruppenphase der Champions League gegen den dänischen Meister FC Midtjylland war der Ort der Austragung lange fraglich. Schließlich konnte am 9. Dezember doch in Dänemark gespielt werden, die Reds machten durch ein 1:0 den Einzug ins Achtelfinale perfekt.

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Leipzigs Trainer gab sich am Dienstag noch relativ gelassen. „Noch nervt es nicht. Es ist ja noch ein bisschen hin“, sagte Julian Nagelsmann: „Es ist wie es ist, du kannst es eh nicht beeinflussen, sondern es machen andere Leute, nicht du.“ (sid)

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