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Vier Ex-Dynamos sind jetzt arbeitslos

22 Spieler haben Dresden verlassen und die allermeisten auch schnell einen neuen Verein gefunden. Ein namhaftes Quartett sucht immer noch.

Von Tino Meyer
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Das letzte Bild mit Ex-Sportchef Ralf Minge ist auch das Abschlussfoto der Abstiegssaison. Die allermeisten haben Dresden danach verlassen.
Das letzte Bild mit Ex-Sportchef Ralf Minge ist auch das Abschlussfoto der Abstiegssaison. Die allermeisten haben Dresden danach verlassen. © dpa/Thomas Eisenhuth

Dresden. Niklas Kreuzer redet nicht mehr über seine Zukunft, er trainiert – allein und das seit Wochen. Gerüchte und Spekulationen will der 27-Jährige nicht kommentieren. Doch der Außenverteidiger, dessen Vertrag in der Sommerpause nach sechs Jahren bei Dynamo Dresden nicht mehr verlängert wurde, ist sich sicher: Hat er einen neuen Verein, werde er topfit dort aufschlagen. So hat es Kreuzer bereits vor einigen Wochen formuliert.

Das Problem: An besagtem Verein fehlt es noch immer. Das eine oder andere Angebot habe es gegeben, das passende aber sei bislang nicht dabei gewesen, meint der Außenverteidiger. Gern wäre er auch bei Dynamo geblieben, doch Sportchef Ralf Becker und Cheftrainer Markus Kauczinski entschieden sich für einen sehr radikalen Neuanfang.

Gibt es noch ein Umdenken?

Kreuzer hat das so hinnehmen müssen – und übt sich seitdem in Geduld und in Gesprächen mit möglichen Interessenten. Zuletzt ist er beispielsweise in Hannover gewesen. Der Zweitligist hat Interesse signalisiert, denkt über eine Verpflichtung nach. Kreuzer will sich auch dazu nicht äußern. Er schweigt und trainiert.

Einen kleinen Vorteil hat die vertrackte Lage zumindest: Als vertragsloser Spieler ist er nicht an die offizielle Transferfrist gebunden, die am Montag, 18 Uhr, endete. Vereine können ihn noch danach verpflichten, und womöglich gibt es sogar bei Dynamo ein Umdenken angesichts der Verletzung von Neuzugang Robin Becker und den wenig überzeugenden Leistungen dessen Vertreters Max Kulke. Kaum vorstellbar, aber man weiß ja nie.

Plötzlich vereinslos: Diese Ex-Dynamos suchen einen Klub

Niklas Kreuzer
Niklas Kreuzer © Jürgen Lösel
Baris Atik
Baris Atik © Ronald Bonß
Patrick Ebert
Patrick Ebert © dpa/Robert Michael
Marco Terrazzino
Marco Terrazzino © dpa

Von den insgesamt 22 Profis, die Dynamo nach dem Abstieg aus der zweiten Liga mehr oder weniger freiwillig verlassen haben und nun unter anderem in Schweden, Dänemark, Zypern, der Slowakei, Israel und Österreich spielen, sind neben Kreuzer zwei weitere übrig geblieben. Patrick Ebert und Baris Atik haben ebenfalls bislang keinen neuen Verein. Das mag auf den ersten Blick überraschen, lässt sich aber vermutlich mit den Ansprüchen des Trios erklären.

Ebert und Atik, beide technisch herausragend und mit dem gleichen Spielerberater, haben bereits in der Bundesliga gespielt, wenngleich das mittlerweile einige Jahre her ist. Mindestens zweite Liga sollte es also jetzt schon sein – nur konnten sie in der vergangenen Saison bei Dynamo kaum noch überzeugen. Bei Ebert liegt das sicherlich auch am Alter. Als 33-Jähriger hat er die besten Jahre einer Profikarriere hinter sich. 

Terrazzino ist jetzt auch noch dazugekommen

Zudem spielte Ebert auch schon in Madrid und Moskau, da ist ein Wechsel in die Fußball-Provinz (und/oder Drittklassigkeit) wenig lukrativ. Und bei Atik könnte es mit seiner Spielweise zu tun haben. Am Ball mitunter brillant führte er in den zwei Jahren bei Dynamo aber anstelle von Zweikämpfen viel mehr Gespräche mit dem Schiedsrichter. Unterm Strich blieb beides meist erfolglos, und so etwas spricht sich rum in der Branche. Eine Rückholaktion nach Dresden? Vollkommen ausgeschlossen.

Hinzugekommen zum vertragslosen Trio ist am Montag noch Marco Terrazzino, ein weiterer Fußball-Feingeist. Er war vom SC Freiburg ausgeliehen und hat seinen Vertrag dort aufgelöst. Das verschafft auch ihm die Möglichkeit, nach Transferschluss zu wechseln.

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