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Motorrad-Fans sollen zu Hause bleiben

Auf dem Sachsenring ist am Wochenende die Motorrad-WM zu Gast - zum ersten Mal ohne Zuschauer. Warum sich das nicht spontan ändern lässt.

Der achtmalige Weltmeister Marc Marquez fährt am Freitag im ersten Freien Training vor leeren Tribünen in die Boxengasse des Sachsenrings.
Der achtmalige Weltmeister Marc Marquez fährt am Freitag im ersten Freien Training vor leeren Tribünen in die Boxengasse des Sachsenrings. ©  dpa/Jan Woitas

Hohenstein-Ernstthal. Promoter ADAC appelliert an die Motorradfans, dem Sachsenring an diesem Rennwochenende fern zu bleiben und gar nicht erst nach Hohenstein-Ernstthal zu kommen. Denn Corona-bedingt findet der Motorrad-Grand-Prix in diesem Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

"Der Sachsenring ist ebenso wie die Zufahrtsstraßen abgesperrt", teilte ein ADAC-Sprecher dazu am Freitag mit. "Wir bitten die Fans, die Rennen im TV zu verfolgen und sich nicht in der Umgebung der Rennstrecke zu versammeln oder zu versuchen, sich Zutritt zum Gelände zu verschaffen."

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Zu wenig Vorlaufzeit

Mitte Mai hatte der ADAC mitgeteilt, dass die Rennen in diesem Jahr ohne Zuschauer stattfinden müssen. Noch nie zuvor hatte es auf dem Sachsenring ein MotoGP-Geisterrennen gegeben. Beim Grand Prix vor zwei Wochen im spanischen Barcelona genehmigten die Behörden rund 20.000 Fans den Zutritt. Entsprechend gering ist bei einigen Protagonisten das Verständnis für das Zuschauerverbot in Deutschland.

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"Die Frage stellt sich schon, ob diese Maßnahme bei derart großflächigen Outdoor-Events und der gleichzeitig guten Entwicklung der Inzidenzen Sinn ergibt", sagte Ex-MotoGP-Pilot und TV-Experte Alex Hofmann. Ein spontanes Umschwenken wäre aber trotz der sinkenden Fallzahlen ohnehin nicht möglich gewesen. Es hätte mehr Vorlaufzeit gebraucht, da der Sachsenring keine permanente Rennstrecke ist. (dpa)

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