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Sport

Eine Bankrotterklärung für Breitensport

Der Landessportbund Sachsen übt heftige Kritik an der Bunderegierung. Deren Infektionsschutzgesetz sei ein harter Schlag für hiesige Vereine.

Kontaktloser Gruppensport war in Sachsen zuletzt wieder möglich, nun ändert sich das wieder.
Kontaktloser Gruppensport war in Sachsen zuletzt wieder möglich, nun ändert sich das wieder. © Archiv: Jürgen Lösel

Leipzig. Das neue Bundes-Infektionsschutzgesetz ist eine Bankrotterklärung für den Breitensport. Das erklärte der Landessportbund Sachsen (LSB) am Donnerstag. Die neue Corona-Regelung beinhaltet deutschlandweit einheitliche Beschränkungen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. "Das ist ein harter Schlag für den organisierten Sport und besonders für sächsische Vereine ein großer Rückschritt", kritisierte der Verband in einer Pressemitteilung.

Die sächsische Corona-Schutz-Verordnung erlaubte bisher kontaktlosen Gruppensport im Freien und auf Außensportstätten mit maximal 20 Teilnehmenden im Alter von bis zu 18 Jahren. Nun soll bei einer Überschreitung des kritischen Inzidenzwertes nur noch kontaktloser Individualsport alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt bleiben.

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LSB-Generalsekretär Christian Dahms.
LSB-Generalsekretär Christian Dahms. © Landessportbund Sachsen

"Gerade für Sachsen bedeuten die bundesweiten Regelungen einen deutlichen Rückschritt. Besonders ärgerlich ist das, weil es keine wissenschaftlich belegten Gründe gibt, kontaktlosen Sport im Freien zu verbieten. Entgegen der Ratschläge der Aerosolforschung wird hier wegen eines minimalen Corona-Ansteckungsrisikos die Gesamtgesundheit unserer Sporttreibenden aufs Spiel gesetzt", kritisierte LSB-Generalsekretär Christian Dahms.

Den Unmut der Ehrenamtlichen und Sporttreibenden teile auch der Landessportbund. "Hier wird mit undurchsichtigen Regelungen gerade jahrelanges Engagement zermürbt und für die Zukunft nachhaltig geschwächt", betonte Dahms. (dpa)

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