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Leichtathletik-Weltverband schließt russische Sportler weiter aus

Wegen des Krieges bleibt der Bann russischer und belarussischer Sportler von internationalen Wettkämpfen. Dagegen wurde eine andere Sperre nach über sieben Jahren aufgehoben.

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In den Stadien außerhalb Russlands bleiben russische und belarussische Sportler von Wettkämpfen ausgeschlossen.
In den Stadien außerhalb Russlands bleiben russische und belarussische Sportler von Wettkämpfen ausgeschlossen. © Steven Paston/PA Wire/dpa (Symbolbild)

Monte Carlo. Leichtathletinnen und Leichtathleten aus Russland sowie aus Belarus dürfen wegen des Ukraine-Krieges weiterhin nicht an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Das entschied das Council von World Athletics (WA) am Donnerstag. Die Suspendierung des nationalen russischen Verbandes Rusaf wegen flächendeckenden und staatlich-unterstützten Dopings wurde aber nach mehr als sieben Jahren aufgehoben.

Rusaf bekam 35 Auflagen, die in den kommenden drei Jahre eingehalten müssen und von der WA-Integritätskommission überprüft werden. Rune Andersen, Leiter der Russland-Taskforce, erklärte, er sei endlich zufrieden mit der "neuen Kultur der guten Führung und der Nulltoleranz gegenüber Doping in der gesamten Organisation".

Russland war im November 2015 wegen systematischen Dopings gesperrt worden. Seitdem wurde nur einzelnen russischen Athletinnen und Athleten nach Prüfung eine Starterlaubnis als neutrale Sportler erteilt. Eine Task-Force unter der Leitung von Andersen begleitete und überwachte den Reformprozess sowie die Etablierung eines unabhängigen Anti-Doping-Systems in Russland.

Wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verhängte die WA weiterhin eine separate Sperre. Diese Entscheidung folgte auf den Beschluss des Europäischen Leichtathletik-Verbandes von vergangener Woche, wonach russische und belarussische Athleten bis zum Ende des Krieges in der Ukraine kein Teilnahmerecht haben.

Das Internationale Olympische Komitee will am kommenden Dienstag über die Kriterien für die Rückkehr von Sportlerinnen und Sportlern aus den beiden Ländern als Empfehlungen für die Weltverbände verabschieden. (dpa)